Was will Raiffeisen Casa mit dem Ecosystem „Wohnen“?

Veröffentlicht von proptechnews am

Raiffeisen Casa wirbt mit Exposé für das Ecosystem "Wohnen"

Weiss Raiffeisen, was sie wollen? Gemäss einem Artikel im Landboten vom 26. Februar 2020 will Raiffeisen ein Rundum-Dienstleister werden. Mit der neuen Strategie soll die Abhängigkeit von den Hypotheken verringert werden. Deshalb will Raiffeisen das Makler- und Versicherungsgeschäft ausbauen. Mit diesem Artikel gehe ich der Frage nach „Was will Raiffeisen Casa mit dem Ecosystem „Wohnen?“.

Ecosystem Raiffeisen „Wohnen“

Auch Raiffeisen will ein Ecosystem «Wohnen» aufbauen. Kommt uns das irgendwie bekannt vor? Als Rundum-Dienstleister will Raiffeisen nicht nur Immobilien finanzieren, sondern auch den Kauf eines Objektes vermitteln. Auch sollen dem Kunden nach dem Immobilienkauf Versicherungen angeboten werden. In einem früheren Artikel habe ich auf die Ecosystems von anderen Anbietern hingewiesen.

Raiffeisen Casa

Zu meiner Zeit als CEO von homegate.ch haben wir für Raiffeisen den Immobilienmarktplatz Raiffeisen Casa aufgebaut. Dieser wurde still und leise im letzten Jahr abgestellt. Wer heute auf Raiffeisen Casa geht, findet dort ein umfassendes Angebot rund um den Kauf von Immobilien. Weiterhin können Objekte gesucht werden, allerdings nur diejenigen der eigenen Raiffeisen Casa Makler. Wenn ich meinen Wohnort eingebe, wird zwar kein einziges Objekt unter dieser Postleitzahl gezeigt. Dafür aber Immobilien im Umkreis von ca. 20 Kilometer. Wechsle ich dann zur Kartenansicht, sehe ich dort überhaupt kein Objekt aus der Liste. Gegenüber den führenden Immobilienmarktplätzen hat Raiffeisen Casa also noch Potenzial nach oben. Ich bin mir nicht sicher, aber irgendwie erinnert mich der neue Marktplatz an die Lösung von immort.de. Dahinter stehen Raiffeisenbanken und Volksbanken aus Deutschland.

Exposé von Kaufobjekten

Raiffeisen Casa hat mit dem Ecosystem "Wohnen" auch den Auftritt geändert. Im Schaufenster der Raiffeisen Bank meines Wohnortes mit der auffallenden Exposé-Wand.
Raiffeisen Casa hat mit dem Ecosystem „Wohnen“ auch den Auftritt geändert. Im Schaufenster der Raiffeisen Bank meines Wohnortes mit der auffallenden Exposé-Wand.

In meiner Gemeinde gibt es auch eine Raiffeisenbank. Dort werden jetzt am grossen Fenster die Exposés von Kaufobjekten aus dem Raiffeisen Casa-Fundus gezeigt. Eine tolle Lösung, die andere Banken vor Jahren schon kannten. Das Schaufenster ist nicht interaktiv. Digitalisierung lässt grüssen. Aber schön sieht es aus!

Big Data Team aufbauen

Scheinbar ist Raiffeisen mit der Nutzung der im Konzern gesammelten Daten nicht zufrieden. Jetzt soll ein Big Data Team aufgebaut werden, um diesen Datenfriedhof zu analysieren und nutzbar zu machen. Ein Raiffeisen-Manager soll gesagt haben, dass es die klassischen Banken in 15 Jahren nicht mehr geben werde. Die alten Wertschöpfungsketten sollen aufgebrochen werden. Dafür sollen die reichlich vorhandenen Daten genutzt werden.

Lassen wir uns überraschen, was Raiffeisen unter dem Brand Casa und dem Ecosystem «Wohnen» noch bringen wird.


2 Kommentare

Viel Bewegung in der PropTech Welt! • PropTech News · 6. Juli 2020 um 8:02

[…] schon früher berichtete, hat Raiffeisen die Marktplatz-Kooperation mit homegate.ch aufgegeben. Mit Raiffeisen Casa soll ein eigenes starkes Maklernetzwerk aufgebaut werden. Der neue Verbund wird bei der […]

Viel Bewegung in der PropTech Welt! • PropTech News - Archinews · 6. Juli 2020 um 22:31

[…] schon früher berichtete, hat Raiffeisen die Marktplatz-Kooperation mit homegate.ch aufgegeben. Mit Raiffeisen Casa soll ein eigenes starkes Maklernetzwerk aufgebaut werden. Der neue Verbund wird bei der […]

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