Die Initianten des Branchenprojektes schrecken nicht vor deutlichen Worten zurück: Sklaventreiber, Macht, Manövriermasse, Millionengewinne. Damit wollen sie die Immobilienbranche für die Vision eines schweizweit dominierenden Immobilienmarkt-platzes gewinnen. Als Modell dient die Plattform immobilier.ch, welche in der West-schweiz tätig ist. Bei einer kürzlichen Geschäftsreise in die Romandie wollte ich natürlich von meinen Kontakten wissen, wie sie immobilier.ch einschätzten. Dabei hörte ich erstaunliches. Eines der Gründungsmitglieder werde immobilier.ch verlassen, weil die Plattform zu wenig Erfolg bringe. Ein anderes grosses Mitglied hat seinen Maklern verboten, die Inserate weiter auf den bekannten Plattformen wie homegate.ch oder immoscout24.ch zu publizieren. Weil aber immobilier.ch zu wenig Kaufinteressenten lieferte, umgingen die Makler das Verbot. Sie arbeiteten einfach mit externen Verkäufern zusammen und teilten sich bei einem erfolgreichen Abschluss die Kommission. Die Immobilienfirmen zahlen in der Westschweiz teilweise zwischen 35 und 45 Rappen pro publiziertes Objekt. Bei immobilier.ch zahlen sie 50 Rappen bei weniger Leads. Wo liegt da die wirtschaftliche Vernunft?

Und mit schnellen Schritten soll es zum Erfolg gehen. Die im Besitze der Immobilien-firmen stehende Aktiengesellschaft wurde Anfang Juli gegründet, Next Property AG steht also am Start. Im nächsten Jahr soll dann Break Even erreicht sein. Sollte die Firma Gewinne erzielen, würden diese ab 2020 ins Marketing und/oder in Preisreduktionen fliessen. 3 Millionen sollen ins Marketing gesteckt werden.

Fortsetzung mit meiner Einschätzung zum Projekt folgt nach der Sommerpause. Ich wünsche Allen schöne Sommertage und einen guten 1. August.