eeproperty überwindet Röstigraben

eeproperty überwindet Röstigraben. Christophe Haldi nimmt Stellung. Google schlägt zurück. SMG empfindlich. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.
Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.
eeproperty überwindet Röstigraben
Wir sprechen immer über internationale Expansion. Wie fühlt es sich aber an, wenn ein PropTech aus Lutry am Genfersee in Schlieren gleich neben der trendigen Location JED ein Büro für die Deutschschweiz eröffnet. Dies wollte ich von Christophe Haldi, Gründer und CEO von eeproperty, wissen. Christophe war auch Gast am The Big Handshake, dort mit einer raspelkurzen Frisur. eeproperty überwindet Röstigraben.

Was macht eeproperty genau?
eeproperty bietet ein Ökosystem von Verwaltungs- und Abrechnungslösungen für gemeinsam genutzte Räume und Ressourcen in Wohn oder Bürogebäuden. Wir vereinfachen den Betrieb gemeinschaftlicher Infrastrukturen, indem wir den Zugang zu gemeinsam genutzten Einrichtungen (Waschküchen, Ladestationen usw.) digitalisieren und deren Reservierung, Nutzung sowie Abrechnung automatisieren. Dank unserer Plattform werden diese Räume zu On-Demand-Services für Nutzer, während die Verwaltung und Informationsverfolgung automatisiert wird, was zu einer besseren Rendite für Eigentümer führt.
Unser Ökosystem ist modular aufgebaut: Die einzelnen Services können je nach Bedarf eines Gebäudes oder Portfolios einzeln oder gemeinsam, schrittweise aktiviert werden. Es umfasst unter anderem:
- ein intelligentes Bezahlsystem für Waschküchen
- das Management von Ladestationen für Elektrofahrzeuge
- die Aufteilung und Abrechnung lokal erzeugter Energie im Rahmen von Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV)
All dies ist in einer einzigen Plattform für Eigentümer und Verwaltungen zentralisiert und über eine benutzerfreundliche App für Mieter zugänglich.
Kannst du uns einige KPI’s verraten?
Heute statten wir über 3’000 Gebäude in der gesamten Schweiz aus, mit rund 100’000 aktiven Nutzerinnen und Nutzern pro Monat und über einer Million Gesamtbuchungen.
Dieses Wachstum wird von einem wachsenden Team getragen, das bis Ende des Jahres über 30 Mitarbeitende umfassen soll, darunter rund zehn Personen am Standort Zürich, dem Zentrum unserer Expansion in der Deutschschweiz.
Wie sieht deine Expansionsstrategie aus?
eeproperty überwindet Röstigraben. Unser Ziel ist es, zum Standard in der intelligenten Verwaltung gemeinschaftlich genutzter Ressourcen in Wohngebäuden zu werden, zunächst in der Schweiz, dann international. Derzeit konzentrieren wir uns auf den Ausbau unserer Präsenz in der Deutschschweiz, einem strategisch wichtigen Markt mit grosser Nachfrage. Sobald wir dort gut etabliert sind, planen wir die Ausweitung unseres Modells auf die Nachbarländer, in denen bereits konkretes Interesse besteht.
Unsere Expansionsstrategie basiert auf mehreren Säulen. Im Mittelpunkt steht die Nähe zu unseren Kunden und Nutzerinnen. Die lokale Präsenz erlaubt uns, Marktbedürfnisse besser zu verstehen und langfristige Beziehungen aufzubauen.
Was sind die Gründe, dass eeproperty ein Büro in der Deutschschweiz eröffnet hat?
Die Eröffnung eines Büros in der Deutschschweiz ist eine strategische Entscheidung. Diese Region beherbergt den grössten Teil des Schweizer Immobilienbestands sowie zahlreiche institutionelle Akteure: Fonds, Verwaltungen und Stockwerkeigentümergemeinschaften.
Bereits heute befinden sich rund 30 % der von uns ausgestatteten Gebäude in dieser Region. Um unsere lokale Verankerung zu stärken, unsere Lösungen besser auf regionale Gegebenheiten abzustimmen und unser Wachstum zu beschleunigen, war eine physische Präsenz vor Ort unerlässlich.
Bei eeproperty entwickeln wir Technologie, um den Alltag unserer Kunden und Nutzer zu vereinfachen. Menschen stehen im Zentrum all unserer Überlegungen. Es war für uns selbstverständlich, ihnen direkt vor Ort zu begegnen.
Das neue Büro stärkt auch unsere Attraktivität als Arbeitgeber, indem es uns einem Talentpool zwischen Zürich, Basel und St. Gallen näherbringt. eeproperty überwindet Röstigraben.
Welche Erwartungen hast du an den Deutschschweizer Markt?
Der Deutschschweizer Markt ist anspruchsvoll, innovationsfreundlich und qualitätsorientiert. Werte, die mit unserer Vision von Service und Technologie vollkommen übereinstimmen. Wir erwarten von diesem Markt nicht nur klares und strukturiertes Feedback, sondern auch eine deutliche Beschleunigung unseres Wachstums. Unser Ziel ist es, unseren Marktanteil in den kommenden Jahren signifikant zu steigern, indem wir langfristige Partnerschaften mit Akteuren eingehen, die unsere Werte für Innovation, operative Exzellenz und Wirkung teilen.
In diesem Markt werden Entscheidungen rational getroffen, doch Vertrauen ist dabei ein zentraler Faktor. Unsere lokale Präsenz zielt genau darauf ab, dieses Vertrauen langfristig aufzubauen. Zudem ist der Markt besonders fokussiert auf konkrete Referenzen und messbare Ergebnisse, etwas, was wir sowohl in der Romandie als auch in der Deutschschweiz bereits nachweisen können.
Unser Anspruch ist es, in diesem Gebiet eine führende Rolle zu übernehmen. eeproperty überwindet Röstigraben.
Wie siehst du die Entwicklung der Schweizer PropTechs?
Der PropTech-Markt in der Schweiz befindet sich in einer Phase der Reife. Nach einer ersten Welle technologischer Experimente liegt der Fokus nun auf dem konkreten Mehrwert für Eigentümer, Verwaltungen und Mieterinnen. Erfolgreich werden diejenigen Lösungen sein, die skalierbar sind, einen klaren Return on Investment nachweisen können und sich nahtlos in bestehende Immobilienprozesse integrieren lassen.
Die Schweiz hat alle Voraussetzungen, ein europaweit anerkanntes Innovationslabor zu werden: ein strukturierter Markt, hohe Standards, starkes Umweltbewusstsein und Energieeffizienz sowie erfahrene Immobilienverwalterinnen und -verwalter.
Wir bei eeproperty sind überzeugt, dass Schweizer PropTechs nun die Gelegenheit haben, international zu wachsen, gestützt auf die Qualität ihrer Lösungen, die Disziplin des Heimmarkts und starke Partnerschaften.
Du bist selber nach Zürich umgezogen. Deine bisherigen Erfahrungen?
Mein Umzug nach Zürich war ein bedeutender Schritt beruflich wie persönlich. Beruflich erlebe ich eine internationale, gut organisierte und technologisch dynamische Stadt. Die PropTech-Szene ist ausgereift, der Austausch direkt und die Kooperationsmöglichkeiten zahlreich. Vor Ort zu sein ermöglicht mir, lokale Erwartungen besser zu verstehen und schneller zu agieren.

Ich bin überzeugt, dass die Immobilienbranche vor allem ein People Business ist, Vertrauen ist der Schlüssel. Persönlich präsent zu sein hilft mir, den Kontext besser zu erfassen, in dem sich unsere Gesprächspartner bewegen, ihre Herausforderungen zu verstehen und nachhaltige Beziehungen aufzubauen.
Auch privat wurde ich sehr herzlich aufgenommen. Zürich bietet eine hervorragende Lebensqualität: internationale Offenheit, Nähe zur Natur und eine gute Balance zwischen Berufs- und Privatleben. Die Stadt ist überschaubar, aber weltoffen mit dem kleinen Nebeneffekt, dass Englisch manchmal fast zu dominant ist! Das hindert mich jedoch nicht daran, weiterhin aktiv Deutsch zu lernen. Ich freue mich auf all das, was ich hier noch entdecken darf.
PropTech Map Switzerland
Nestermind wird ab Sommer 2025 Daten und Modelle von Fahrländer Partner in der eigenen Marketing- und Vertriebslösung integrieren.
Neu vs. Alt: lookmove hat Preise, Mieten und Angebotsvolumen in der Schweiz verglichen. Basierend auf dem Datensatz von lookmove hat die Westschweizer Zeitung Le Temps für den Zeitraum April 24 bis März 25 den Schweizer Immobilienmarkt analysiert. Der Artikel wird ergänzt mit interaktive Grafiken, welche interessante Details zeigen:
- Medianpreis und Medianmiete pro m² für neue vs. alte Wohnungen, nach Postleitzahl
- Verteilung, über die gesamte Schweiz, der Anzahl der Angebote für neue und alte Wohnungen zum Verkauf und zur Miete
- Heatmap der Schweiz, die die Konzentration und den Prozentsatz der Angebote für neue Wohnungen zum Verkauf und zur Miete nach Postleitzahlen zeigt
- Medianpreis und Medianmiete pro m² für neue vs. alte Wohnungen nach Gemeinden mit dem entsprechenden Angebotsvolumen
Künstliche Intelligenz
𝗧𝗵𝗲 𝗘𝗺𝗽𝗶𝗿𝗲 𝗦𝘁𝗿𝗶𝗸𝗲𝘀 𝗕𝗮𝗰𝗸: 𝗚𝗼𝗼𝗴𝗹𝗲’𝘀 𝗔𝗜 Offensive at IO 2025
Letzte Woche fühlte sich die Google I/O 2025 weniger wie eine Entwicklerkonferenz an, sondern eher wie eine Erklärung der KI-Überlegenheit. Mit genau 100 Ankündigungen machte Google deutlich: Der KI-Krieg ist noch lange nicht vorbei, und das Imperium schlägt zurück. Nachdem OpenAI, Anthropic und andere monatelang im Rampenlicht standen, hat Google nun seine Kräfte gebündelt. Wir erleben keine Experimente mehr, sondern einen umfassenden Einsatz.
Um was geht es?
𝗕𝘂𝗶𝗹𝗱𝗶𝗻𝗴 𝗮𝗻 𝗔𝗜-𝗳𝗶𝗿𝘀𝘁 𝗲𝗰𝗼𝘀𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺, 𝗻𝗼𝘁 𝗷𝘂𝘀𝘁 𝗹𝗮𝘂𝗻𝗰𝗵𝗶𝗻𝗴 𝗺𝗼𝗱𝗲𝗹𝘀. Von der Suche bis zu Android, vom Arbeitsbereich bis zur Cloud – alles wird rund um KI neu konzipiert. Während ChatGPT eine leistungsstarke, eigenständige Erfahrung ist, fügt Google KI zu den Tools hinzu, die Milliarden von Menschen täglich nutzen.
𝗣𝗼𝘀𝗶𝘁𝗶𝗼𝗻𝗶𝗻𝗴 𝗚𝗲𝗺𝗶𝗻𝗶 𝗮𝘀 𝘁𝗵𝗲 𝗯𝗿𝗮𝗶𝗻 𝗯𝗲𝗵𝗶𝗻𝗱 𝗲𝘃𝗲𝗿𝘆𝘁𝗵𝗶𝗻𝗴. Es geht nicht nur darum, GPT-4 zu erfüllen; es geht darum, logisches Denken, multimodale Fähigkeiten und kontextuelles Bewusstsein in Werkzeuge einzubetten, auf die sich Menschen bereits verlassen.
𝗖𝗿𝗲𝗮𝘁𝗶𝗻𝗴 𝗔𝗜 𝘁𝗵𝗮𝘁 𝘀𝗲𝗲𝘀, 𝗵𝗲𝗮𝗿𝘀, 𝗮𝗻𝗱 𝗿𝗲𝗺𝗲𝗺𝗯𝗲𝗿𝘀. Von der Videogenerierung bis zur Echtzeit-Vision will Google eine KI schaffen, die sich mehr wie ein hilfreicher persönlicher Assistent anfühlt als nur ein Chatbot.
𝗗𝗼𝘂𝗯𝗹𝗶𝗻𝗴 𝗱𝗼𝘄𝗻 𝗼𝗻 𝗱𝗶𝘀𝘁𝗿𝗶𝗯𝘂𝘁𝗶𝗼𝗻. Google hat, was andere nicht haben: Milliarden von täglichen Berührungspunkten. Suche, Google Mail, Docs, Maps, Android. Wenn KI die neue Elektrizität ist, gehört Google das Netz.
Wer wird also den Kampf um die Vorherrschaft der KI gewinnen?
Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden?

Die Auflösung folgt nach meinen Veranstaltungstipps.

Ein Makler von der Goldküste bekommt die harte Faust der SMG zu spüren. Wie er auf Linkedin postete, hat die SMG über eine renommierte Anwaltskanzel die Löschung eines Beitrages verlangt. Begründung: Der Beitrag solle unlautere sowie persönlichkeitsverletzende Inhalte enthalten. Auch die im Artikel gezeigte Karikatur wurde bemängelt. Der Makler zeigte sich mit den Vorwürfen nicht einverstanden, löschte aber seinen Beitrag.
Auch Next Property musste kürzlich nach einer Abmahnung der SMG einen Artikel von der Website nehmen. Scheinbar hat die Bemerkung zur Monopolstellung die Herren im Turm zu Oerlikon erzürnt.
Da fragt man sich, weshalb gerade jetzt die Verantwortlichen der SMG die grosse Keule schwingen. Gerüchte sagen, dass sich die WEKO doch noch für die Marktplätze interessieren würde. Falls dies zuträfe, wäre dies für den geplanten Börsengang der SMG nicht hilfreich.
Marktplätze im Visier der Wettbewerbsbehörden
Die REA Group, die derzeit Gegenstand einer Untersuchung der australischen Wettbewerbsbehörde ist, hat einem neuen Bericht der Australian Financial Review zufolge die Abonnementpreise einiger ihrer Agenten im Geschäftsjahr 2025 um bis zu 78 % erhöht. Die Preiserhöhungen – die mit separaten Preiserhöhungen für die Depth Listing-Produkte von 10-15 % und neuen Gebühren für Immobilien, die „ausserhalb des Marktes“ verkauft werden, einhergingen – lösten eine solche Welle der Unzufriedenheit unter den Immobilienmaklern aus, dass sie schliesslich eine Untersuchung durch die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission auslösten. Und was läuft in der Schweiz?
In Amerika tobt ein Kampf um sog. exklusive Inserate. Zillow hat einen neuen Standard entwickelt, wie sie mit solchen Inseraten umgehen wollen. Als Folge davon haben sie nun erste Anbieter wie Compass komplett von der Plattform gesperrt. Gravierend ist die Tatsache, dass es unter den bei Compass geblockten Inserate auch solche von privaten Verkäufern hat. Dies ist für Zillow Anlass genug, Compass komplett zu verbannen. Die Auseinandersetzungen zwischen Zillow und den Makler stehen ganz am Anfang und die Auswirkungen auf die Immobilienbranche lassen sich noch nicht abschätzen.
Ausgewählte Veranstaltungen
Die 3. Durchführung von Winti Ventures findet am 28. August 2025 in Winterthur statt.
London beherbergt vom 3.-4. September 2025 die nächste PropTech Connect.
Die Herbst-Fachtagung Immobilienvermarktung begrüsst die Gäste am 4. September 2025 im Hotel Mariott in Zürich.
Vor der EXPO REAL wird beim REAL Estate Award am 2. Oktober im Trafo in Baden abgefeiert.
Nach dem Oktoberfest ist vor der EXPO REAL, vom 6.-8. Oktober 2025 in München.
Wer Gutes tun will und sich sportlich betätigen, der beteiligt sich am Global Real Estate Run vom 23. bis 24. Oktober 2025.
Warum sich nicht in Paris an der RENT vom 5. bis 6. November 2025 inspirieren lassen?
Geistige Nahrung verspricht der Fachkongress smart!mmo.io vom 6. November 2025.
Winterthur empfängt vom 6.-7. November Gäste der Startup Nights.
Veranstaltungen in 2026
Neu in der Halle 550 findet die IMMO26 vom 14.-15. Januar 2026 statt.
Die Swissbau bietet Startups eine Bühne vom 20.-23. Januar 2026.
Der nächste Digital Real Estate Summit findet am 5. März 2026 im Trafo in Baden statt.
Raus in den Frühling von Cannes. Dort gibt es die nächste MIPIM vom 9.-13. März 2026.
Am 15.-17. Juni 2026 gastiert die EXPO REAL Asia Pacific in Singapur.
0 Kommentare