PropTech No Vacancy Solutions als Erfolgsstory

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PropTech No Vacancy Solutions als Erfolgsstory

PropTech No Vacancy Solutions als Erfolgsstory. Die Übernahme von Workspace2go durch Spacebase verändert den Markt für temporäre Sitzungszimmer, Arbeitsplätze und Seminarräume. Ein guter Grund, sich die Anbieter vertieft anzuschauen. Seit langem kenne ich Alex Tyropolis, Gründer und CEO von NOVAC-SOLUTIONS GmbH. Mit ihm habe ich mich über seine Firma und die Besonderheiten des Angebotes unterhalten. PropTech No Vacancy Solutions als Erfolgsstory.

Wie immer am Schluss dieses Artikels meine Empfehlung für die nächsten Veranstaltungen.

 

PropTech No Vacancy Solutions als Erfolgsstory

Alexandros Tyropolis, CEO Novac (= No Vacancy), portraitiert am 19. Februar 2021 im ehemaligen TGIM (Thank good it’s Monday) Co-Working-Space der Novac an der Loewenstrasse in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Wie würdest du das Angebot von NOVAC-SOLUTIONS beschreiben?

Die NOVAC-SOLUTIONS GmbH (übrigens: No Vacancy Solutions) übernimmt temporär leerstehende Immobilien aller Art (Wohn- und Hotelliegenschaften, Parkhäuser, Gewerbe, Villen etc.) und entwickelt, implementiert und betreibt ein Gesamtkonzept. Damit sollen diese Liegenschaften finanziell wie auch im Rahmen einer zeitgemässen Corporate Social Responsibility Strategy sinnvoll am Markt platziert werden.

So trägt die NOVAC-SOLUTIONS GmbH zu einer aktiven Senkung der Leerstandsziffer bei. Damit hilft sie börsenkotierten Unternehmen, ihre Verpflichtung gegenüber den Aktionären wahrzunehmen. Assets sollen wirtschaftlich optimal eingesetzt und gleichzeitig ein positiver Umgang mit der «Ressource Raum» gepflegt werden.

Was unterscheidet NOVAC-SOLUTIONS von anderen Zwischennutzern?

Die Unterschiede könnten grösser kaum sein, da das Spektrum dessen, was man unter «Zwischennutzung» versteht, sehr breit ist.

Einmalig ist jedoch, dass die NOVAC-SOLUTIONS GmbH nicht einfach leerstehende Immobilien «verramscht» und im «Ist-Zustand für Liebhaber» vermittelt, sondern mit der Implementierung eines Konzepts, der Schaffung von Mehrwert und der Vermarktung auf jeweils zielgruppengerechten Kanälen auch weiterhin die Wirtschaftlichkeit gewährleistet.

So werden bei uns z.B. leerstehende Wohnungen oft aufgefrischt und komplett möbliert. Hotels werden einem aufwändigen Re-Branding unterzogen und vollständig digitalisiert. Oder Parkplätze in Tiefgaragen werden einzeln und online buchbar gemacht. Wir halten den Fächer immer offen und überlegen: Wie kann diese Liegenschaft optimal genutzt werden?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass unsere Projekte einen Impact haben sollen. Klar ist es eine tolle Story und ein super «Klickfang», wenn man mal eine Villa am See zwischennutzen kann. Schliesslich ist der Impact jedoch minim, da nur sehr wenige davon Gebrauch machen können. Wenn wir jedoch dafür sorgen, dass in der Umgebung von z.B. Zürich 200 Wohnungen weiterhin mietbar sind, anstatt dass diese frühzeitig bis Baubeginn bewusst leergelassen werden, dann haben wir damit einen Impact und Purpose, der uns auch antreibt. Gleichzeitig ist allen gedient:

  • Eigentümer haben eine bessere Lösung als den Leerstand
  • Mieter finden zumindest temporär eine einzugsbereite Wohnung
  • wir haben ein Geschäftsmodell, bei dem alle profitieren

Welches war das bisher spektakulärste Projekt?

Ich würde die Zwischennutzung vom ehemaligen Mythenschloss in Zürich sowie des ehemaligen Swissôtel’s in Oerlikon aus zwei verschiedenen Gründen zu den spektakulärsten Projekten zählen.

PropTech No Vacancy Solutions als ErfolgsstoryDas Mythenschloss war für die NOVAC-SOLUTIONS GmbH ein Ritterschlag: Eine politisch heiss diskutierte und prestigeträchtige Liegenschaft an bester Lage mit über 65 Wohnungen und viel Bürofläche wurde uns für zwei Jahre anvertraut und das Projekt von A-Z erfolgreich abgewickelt. Das hat unser Selbstvertrauen und die Salonfähigkeit von «Zwischennutzungen» immens gestärkt.

Das ehemalige Swissôtel war aus logistischer und Koordinationssicht spektakulär. Wir hatten gerade mal vier Wochen, um ein Hotel mit 345 Zimmern hochzufahren, ein Konzept aus dem nichts zu stampfen, das Haus in ein Self-Check-In Hotel zu transferieren und gleichzeitig das grösste Co-Living, das die Schweiz je gesehen hat, aufzubauen – mit allen Prozessen und der ganzen Achterbahn, die dazu gehört. Ausserdem waren wir erstmals einem gigantischen medialen Interesse ausgesetzt und mussten auch diese Situation meistern. Dabei war die Zwischennutzung nur für 12 Monate möglich, dennoch für alle Beteiligten ein Riesenerfolg. Das Projekt war ein klares Zeichen: Schreibt eure Liegenschaften nicht einfach ab, weil ihr denkt «da kann man nichts machen». Fragt erstmal uns, die Spezialisten!

Wie kommst du an neue Objekte?

Das klingt jetzt so daher gesagt, aber: Die Objekte kommen zu uns.

Wir haben schon oft Anläufe genommen, um «professionell» Akquise zu betreiben. Am Schluss waren wir immer am Boden zerstört, dass unsere Bemühungen nie Früchte getragen haben. Wieso? Vielleicht, weil «Zwischennutzung» für viele nach «Hippie» und für viele noch mit etwas «Unseriösem» in Verbindung gebracht wird.

Wir haben also den Fokus darauf gelegt, von Anfang sehr professionell an Projekte heranzugehen. Institutionellen Eigentümern machten wir bewusst, wie hoch die Opportunitätskosten von Leerständen in deren Portfolios sind. Dann geben wir bei jedem Projekt unser Bestes. Und dann darüber zu berichten, in der Hoffnung, dass sich unsere Arbeit herumspricht. Ich meine, diese Strategie ist für uns die Gesündeste. Innert der letzten fünf Jahre seit unserer Gründung führte dieses Vorgehen zu einer sehr guten Reputation im Zusammenhang mit Zwischennutzungen.

Wie viele Personen beschäftigst du und welche Kompetenzen weisen sie auf?

Aktuell ist unser Team 20 Personen «klein». Wir sind Schweiz weit aktiv und betreuen sogar erste internationale Projekte. 50% unseres Teams arbeitet in unserem «Hospitality Team», welches den Betrieb unserer Hotel- und hotelähnlichen Liegenschaften führt. Die anderen 50% arbeiten in Vermarktung, Verwaltung, Interior Design, Beschaffung/Logistik und  Projektmanagement. Dieses Jahr bilden wir auch erstmals aus. Ich finde das System der Lehrstellen in der Schweiz unglaublich gut und bin der Meinung , dass wir alles daransetzen müssen, dass Lehrstellen weiterhin hochgehalten werden.

Der Background ist sehr unterschiedlich: Wir haben Personen, die früher in «klassischen Verwaltungen» gearbeitet haben. Andere kommen aus dem Eventmanagement, der Hotellerie, aber auch direkt vom Gymnasium. Alle bei uns müssen aber wahnsinnig motiviert sein und anpacken können – sonst fällt man schnell wieder raus.

Würdest du NOVAC-SOLUTIONS noch als Startup bezeichnen?

Ich konnte mich mit dem Begriff nie wirklich anfreunden. Ich glaube, bei «Start-Up» denken die meisten Menschen an junge Leute, die bei der Arbeit Bier trinken, codieren und Investorengelder ausgeben. In dem Sinne würde ich eher meinen: Wir sind ein zeitgemässes KMU, so wie es junge Menschen heute aufziehen würden. Wir nutzen alle technologischen Mittel, welche die Welt heute zu bieten hat, arbeiten in zeitgemässen Arbeitsmodellen, pflegen ein gesundes Miteinander und sind bestrebt, profitabel zu arbeiten und ohne Investorengelder klar zu kommen («bootstrapping»).

Danke Alex für das Gespräch. PropTech No Vacancy Solutions als Erfolgsstory

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