Am 18.10.2019 wurde gemäss Handelsregister Roland Kampmeyer als neuer Verwaltungsrat von homegate.ch eingetragen. In der Schweiz ist Kampmeyer wohl weniger bekannt. In Deutschland hingegen ist er als Geschäftsführer von Kampmeyer Immobilien bekannt. Er wird auch als einer der innovativsten und zukunftsfreudigsten Makler bezeichnet.

Ist es Ironie des Schicksals, dass die Zuwahl von Kampmeyer mit dem Start der nächsten Roadshows von newhome.ch/nextproperty zusammenfällt? Blenden wir zurück: Der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war die unglückliche Liaison von homegate.ch mit dem deutschen Startup homeday.de. Die erbosten Kunden fanden bei der Chefetage von homegate.ch und Tamedia kein Gehör. Und so nahm es seinen Lauf, das Projekt “Nextproperty”.

Entfremdet sich homegate.ch immer mehr von den Schweizer Kunden? Nach zwei Schweizer CEO’s übernahm 2015 ein Deutscher das Ruder und jetzt ist ein irischer Staatsangehöriger Chef des nach eigenen Angaben führenden Immobilienportals. Der aktuelle CEO bringt sehr grosse Erfahrung mit als Leiter von rightmove. Dieses Immobilienportal war für mich immer der Leuchtstern bezüglich Innovationskraft und finanziellem Ergebnis. In der Immobilienbranche wird kolportiert, dass ein Jahresgespräch bei einem Kunden angesagt war. Der zuständige Kundenberater wollte den neuen Geschäftsleiter mitbringen und fragte nach, ob das Gespräch auch auf englisch stattfinden könnte. Womit der Kunde den Besuch abgesagt hat.

Was will homegate.ch mit der Zuwahl eines deutschen Maklers in den Verwaltungsrat signalisieren? Gibt es in der Schweiz keine innovativen, digitalen Makler? Oder soll die Braut schön gemacht und mit einem internationalen Verwaltungsrat und einer internationalen Geschäftsleitung der Schweizer Stallgeruch abgestreift werden? Wir bleiben dran!