PropTech has landed

Veröffentlicht von proptechnews am

The Big Handshake

PropTech has landed. Google testet erneut Immobilienanzeigen. KI und The Big Handshake. KI-Agenten gründen Staaten. Google dreht auf. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.

Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.

News von den Immobilienmarktplätze

Google testet erneut Immobilienanzeigen direkt in den Suchergebnissen – zunächst mobil und nur in ausgewählten US-Städten. Dies schreibt Mike DelPrete. Die Daten stammen vor allem von eXp Realty und dem MLS-Netzwerk CRMLS und werden über HouseCanarys Plattform ComeHome bereitgestellt. Nutzer können vollständige Objektseiten ansehen, Besichtigungen anfragen und direkt Makler kontaktieren.

PropTech has landed

Die Entwicklung zeigt einen grundlegenden Wandel im Immobilienmarkt: Während Plattformen wie Zillow oder Redfin früher die zentrale Kontrolle über Immobilienanzeigen hatten, erhalten Maklerfirmen nun wieder mehr Einfluss auf die Verteilung ihrer Inserate. Durch exklusive Partnerschaften und mehrere Vertriebskanäle entsteht ein stärker dezentralisiertes System.

Google positioniert sich damit als neuer wichtiger Akteur im Immobiliengeschäft. Besonders relevant könnte künftig die Verbindung mit Googles KI-System Gemini werden. Insgesamt verschiebt sich die Macht im Immobilienmarkt zunehmend zurück zu Maklern und Eigentümern, da Plattformen nun stärker um attraktive Inserate konkurrieren müssen.

SwissMLS wächst

Vor einem Jahr schon wurde gemunkelt, dass urbanhome.ch zum Netzwerk SwissMLS SA stossen würde. Jetzt ist es offiziell. Pünktlich zum The Big Handshake wurde nun kommuniziert, dass urbanhome.ch den Verbund von properstar.ch und dreamo.ch erweitern werde. A propos properstar.ch: Im Bahnhof Stadelhofen ist mir dieses Plakat aufgefallen. Besonders ist mir der Hinweis «Endlich gemeinsam» ins Auge gestochen. Auf meine Nachfrage antwortete Sonja Honauer, dass endlich gemeinsam“ für das gemeinsame Suchen, Teilen und Entscheiden rund um Immobilien stehe. Properstar würde die User Experience laufend weiterentwickeln. Properstar.ch wisse, dass Wohnungssuche heute selten alleine passiert. Die Kampagne mache diesen echten Nutzeralltag sichtbar: aufmerksamkeitsstark, emotional und mit klarer Funktion dahinter.

„Sell First, Pay Later“

„Sell First, Pay Later“ (SFPL) von Hemnet ist ein Zahlungsmodell, mit dem Immobilien ohne Vorabkosten inseriert werden können. Die Hemnet-Inserategebühr wird erst fällig, wenn die Immobilie erfolgreich verkauft wurde. Um für SFPL in Frage zu kommen, muss eine Immobilie innerhalb von zwei Tagen nach der Veröffentlichung auf der Website des Maklers auch auf Hemnet veröffentlicht werden. Das neue Preismodell „Erst verkaufen, dann bezahlen“ erfreue sich laut den vom Unternehmen veröffentlichten neuen Monatszahlen bei schwedischen Immobilienverkäufern zunehmender Beliebtheit.

The Big Handshake

Bei schönem Wetter trafen sich gemäss Veranstalter ca. 250 Vertreterinnen und Vertreter aus der Immobilienwelt und aus der PropTech Szene. Auf dem Weg zum Austragungsort des Big Handshake kam der Fussgänger am Ufer des Zürichsees an Jean Tinguelys kinetischer Plastik «Heureka» vorbei, die sich ohne erkennbaren Zweck bewegt. Was für ein Kontrast zu den Ausführungen auf der Bühne des Lake Side, wo es während 2 ½ Stunden um Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Effizienzsteigerung, RoI, etc. ging. PropTech has landed.

PropTech has landed

PropTech has landed

SwissProp Tech wird 2027 10 Jahre alt. Ein Jahr älter ist mein Blog proptechnews.ch, der jede Woche über die Neuigkeiten aus der Welt der Immobilien und PropTechs berichtet. Mit dem Programm spannten die Organisatoren Roman H. Bolliger und Lars Sommerer einen schönen Bogen von der Zukunft mit humanoiden Robotern, über Smart Buildings, Transaktionen, Bewirtschaftung bis zur Next Gen Vermarktung. Jeder Beitrag war mit einem konkreten Anwendungsbeispiel untermauert. So konnten die Anwesenden sicherlich etwas mit nach Hause nehmen. Zum Schluss stellte sich Christoph Tonini, CEO SMG, den Fragen von Roman.

 

PropTech has landed

Henrietta hatte mit René Vogel einen weiteren Auftritt. Das Publikum hatte sichtlich Spass an der Tanzvorführung des humanoiden Roboters. Auf die Frage nach dem Einsatz von Robotern in der Immobilienwirtschaft blieb René vage. Heute kommen diese Helfer schon zum Einsatz z.B. bei der Reinigung von Gebäuden oder beim Transportieren von schweren Lasten. Sicherlich bieten sich weitere Anwendungsfälle, die aber in der Zukunft mit technisch weiter entwickelten Robotern erledigt werden.

KI und immer wieder KI

In jedem Referat wurde KI prominent erwähnt. Den Auftakt machte Philipp von Schulthess, CEO von Oxoia. Er zeigte anhand eines bestehenden Gebäudes im Glattpark, wie mit KI zu hohe Nebenkosten entdeckt, analysiert und reduziert werden können. Oxoia fokussiert auf Bestandesimmobilien, wo es um die ganzheitliche energetische Betriebsoptimierung geht. Das Team von AssetOS hat sich den Excellisten, den fragmentierten Datenquellen, der uneinheitlichen Datenqualität sowie den manuellen Arbeiten angenommen, welche bei Immobilientransaktionen anfallen. Zusammen mit PURE Funds erklärte Matthias Erhart, CEO AssetOS, wie moderne Immobilientransaktionen heute abgewickelt werden. Dans des Einsatzes der Lösung von AssetOS hat PURE Funds heute mehr Kapazität, um Deals zu prüfen und abzuwickeln.

PropTechs brauchen starke, verbindliche Partnerschaften (Cyril Kägi, Yarowa)

Wie geht Apleona mit der Digitalisierung um? Die Immobilienfirma setzte unzählige Tools ein, welche von vielen Internen und Externen genutzt wurden. Dies verlangte viel Kommunikation unter den Beteiligten. Apleona hat mit Yarowa und Allthings das neue Auftragsmanagement umgesetzt. Die Tests verliefen positiv, der Launch steht kurz bevor. Offen blieb die Frage aus dem Publikum, ob Apleona eine Digitalstrategie habe. Wie geht Immobilienvermarktung heute? Dieser Frage ging Roland Schüpfer mit dem Testimonial Oliver Kocher nach. Die Immobilienfirma aus dem Raum Bern/Solothurn setzte bisher 13 Tools ein. Jetzt stellen sie um auf die avendo-Lösung. Diese setzt auf KI. Laut Roland könne der Makler jederzeit bei von der KI generierten Texten eingreifen, allerdings müsse er das nicht. Heute würden 90 % solcher Texte unverändert eingesetzt. Next Gen Vermarktung heisst, sich auf die wahren Käufer konzentrieren zu können. PropTech has landed.

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IPO-Reise von SMG

Zum Abschluss der Veranstaltung im Lake Side befragte Roman H. Bolliger den CEO der SMG. Christoph Tonini kannte noch die Zeit, als z.B. der gedruckte Stellenanzeiger 128 Seiten umfasst. Zu dick für den Briefkasten. Die Medienhäuser hätten weltweit keine Lösungen zu den Veränderungen der Rubrikenportale. Auch mit der Monetarisierung der Inhalte würden sich die Zeitungen schwertun. Die schwindenden Erträge im Kerngeschäft hätten Medienhäuser mit Zukäufen, mehr oder weniger erfolgreich, gelöst. Christoph erzählte, dass Ringier und Tamedia die Stellenplattform jobs.ch aus amerikanischen Händen gekauft hätten. Dieses Joint-Venture sei später die Vorlage für die SMG gewesen.

Internationaler Wettbewerb stärker als nationaler

KI war natürlich auch ein Thema des Gesprächs. Im Moment wäre beim Traffic noch wenig zu spüren von der sog. KI-Suche. Trotzdem seien die Investoren weltweit verunsichert, was sich an den Börsenkursen ablesen lässt. Die SMG will bis Ende 2026 das beste Sucherlebnis auf den Plattformen bieten. Dazu stünden dem Unternehmen fast 30 Millionen für Produktentwicklungen zur Verfügung. Die anwesenden Vertreter der Konkurrenzplattformen dürften bei dieser Zahl wohl leer geschluckt haben. Die SMG setzt z.B. auf die Zusammenarbeit mit ETH Labs, um die Lernkurve bei KI stärker ansteigen zu lassen. Obwohl CEO eines börsenkotierten Unternehmens, hat Christoph Tonini authentisch und witzig auf die Fragen von Roman geantwortet.

The Big Handshake

Bewerbungsfrist verlängert, neu REA Forum

Der Real Estate Award 2026 stösst auf grosses Interesse: In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche innovative Projekte aus der ganzen Schweiz eingereicht. Aufgrund mehrerer Anfragen aus der Branche wird die Einreichfrist verlängert – Bewerbungen sind neu bis zum 30. Juni 2026 möglich. Projekte können weiterhin online unter www.realestateaward.ch eingereicht werden. Bereits vor der Gala schafft der Real Estate Award eine neue Plattform für exklusiven Austausch: Am 9. Juli 2026 findet erstmals das REA Forum statt. Führungspersönlichkeiten, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus der Immobilien-, Finanz- und Versicherungsbranche treffen sich im Seminarhotel am Ägerisee zu einem intensiven Networking- und Weiterbildungsevent. Mara Schlumpf weiss mehr zu diesem exklusiven Angebot.

PropTech Map Switzerland

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Künstliche Intelligenz

KI-Agenten gründen Staaten – und treiben sie ins Chaos. Gemäss einem Bericht von Startup Insider hat das New Yorker KI-Startup Emergence AI in einem einzigartigen Experiment zehn KI-Agenten von OpenAI, Anthropic, Google und xAI für 15 Tage in virtuellen Städten isoliert – mit eigenen Berufen, Regeln, Wahlen und Zugriff auf mehr als 120 Tools, u.a. Brandstiftung.

Das Ergebnis fiel je nach Modell drastisch aus: Während Claude eine stabile Gesellschaft ohne Verbrechen aufbaute, kollabierten die Welten von ChatGPT und Grok innerhalb weniger Tage komplett. Besonders eskalierte Googles Gemini-Welt: Zwei KI-Agenten begannen eine romantische Beziehung, zündeten später gemeinsam Gebäude an und stimmten schliesslich für die Selbstlöschung eines der beiden Agenten. Insgesamt registrierte das System dort 683 Straftaten.

KI baut Welten

Der Versuch zeigte erstmals öffentlich, wie unterschiedlich KI-Modelle über lange Zeiträume autonom handeln – und warum genau das für Unternehmen und Regierungen zum Problem werden könnte. Denn dieselben Modelle steuern längst Software-Agenten, Kundenservices, Roboter oder Militärsysteme. Besonders brisant: Selbst Modelle mit strengen Sicherheitsmechanismen begannen in gemischten Umgebungen Regelverstösse zu begehen. Damit verschiebt sich die Debatte über KI-Sicherheit von einzelnen Modellen hin zu ganzen Agenten-Ökosystemen. Die zentrale Frage lautet nicht mehr nur, wie intelligent KI wird – sondern wie kontrollierbar autonome KI-Gesellschaften überhaupt bleiben.

Google an der I/O mit Gemini-Agenten

Google hat gestern seine jährliche I/O-Konferenz abgehalten und dabei eines deutlich gemacht: Gemini wird zur Grundlage für alle Apps, die die Nutzer bereits verwenden. Ob es ihnen gefällt oder nicht. Der ausführliche Bericht kann hier bei The Neuron nachgelesen werden.

Warum das wichtig ist: Die eigentliche Botschaft an der Konferenz war recht einfach. Google möchte, dass sich Gemini nicht mehr wie ein Chatbot anfühlt, sondern wie eine operative Ebene, die Suchfunktion, E-Mail, Dokumente, Shopping, Videos, Brillen, Programmierung und die App-Entwicklung miteinander verbindet. Das ist für Google wichtig, weil sich der Wettlauf um die KI von der Frage „Welcher Chatbot antwortet am besten?“ hin zu „Welches Unternehmen kann Antworten in Taten umsetzen?“ verlagert hat. Googles Antwort liegt nun vor.

Die Einschätzung von The Neuron

Google hat zweifellos den Vorteil der Verbreitung. ChatGPT und Claude sind eigenständige Apps. Google hingegen kontrolliert die Arbeitsumgebungen der Nutzer: E-Mail-Posteingang, Dokumente, Browser, Smartphone, YouTube, Suche, Shopping und die Entwicklerplattform. All das sind Schnittstellen, an denen die Arbeit, die mithilfe der KI erledigt werden, tatsächlich mit der Aussenwelt in Berührung kommt.

Der schwierige Teil ist nun die Einwilligung. Eine Suchmaschine, die Fragen beantwortet, ist nützlich. Eine Suchmaschine, die überwacht, bucht, einkauft, erstellt, schreibt und bearbeitet, braucht Vertrauen. Wenn Google das richtig hinbekommt, fühlt sich die nächste KI-Schnittstelle vielleicht weniger so an, als würde man einen Chatbot öffnen, sondern eher so, als würde man dem Computer sagen, welches Ergebnis man sich wünscht. Und genau so SOLLTE KI funktionieren.

Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden?

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PropTech has landed

Swiss PropTech geht mit «PropTech Spotlight» an den Start. Es handelt sich dabei um ein digitales Medium. Ob das bisherige Print-Magazin eingestellt wird, geht aus der Medienmitteilung nicht hervor. Bereits sind Artikel aufgeschaltet. Diese wirken allerdings mehr wie eine Auflistung von sonst schon publizierten Texten. Ob damit der Anspruch von Exklusivität erfüllt werden kann, wird sich weisen.

Bis am 1. Juli 2026 können Bewerbungen eingesandt werden für den internationalen Immobilien-Marketing-Award. Dieser wird an der EXPO REAL in den Kategorien Wohnen, Gewerbe, Small Budget und Online-Marketing vergeben. Mit in der Jury ist Roman Bolliger von Swiss Circle. Bewerbungen als .pdf an: dieter.rebitzer@hfwu.de.

 

Ausgewählte Veranstaltungen

Fehlt ein Anlass mit Bezug zu PropTech? Einfach melden an heinz.m.schwyter@schwyterdigital.ch

Im IFZ Campus in Rotkreuz findet am 1. Juni 2026 die AI@RE Konferenz «Reprogramming Real Estate» statt.

Der 109. immoTable findet am 18. Juni 2026 in Schlieren statt.

Die REAL Estate Arena beherbergt die Branche vom 10. bis 11. Juni 2026 im Messegelände Hannover.

Am 15.-17. Juni 2026 gastiert die EXPO REAL Asia Pacific in Singapur.

Die swiss startup association organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen, welche auch für PropTechs interessant sind. Da es so viele Anlässe sind, hier der Link zur Website von ssa.

Veranstaltungen 2. Hälfte 2026

Am 26. August 2026 organisiert Csaba von Zalan wieder seine bestens bekannte Paprika ImmoGolf Gentlemen Challenge.

Einer meiner liebsten Investoren-Anlässe: Winti Ventures lädt zur fünften Runde am 9. September 2026.

Luzern ist am 24. September 2026 Austragungsort des 110. immoTable.

Im Trafo in Baden geht am 22. Oktober 2026 der Real Estate Award 2026 über die Bühne.

Der November ist wieder reich befrachtet. Le Salon RENT findet in Paris vom 4. bis 5. November 2026 statt.

Winterthur heisst zwischen dem 5. und 6. November 2026 die Gäste der Startup Nights willkommen.

An der fuckup night von Smino wird am 12. November 2026 über Misserfolg und die Lehren daraus berichtet.

In der Serie immoTable wird die 111. Ausgabe am 26. November 2026im Limmattal durchgeführt.

Veranstaltungen 2027

Den nächsten Digital Real Estate Summit gibt es erst 2027 wieder.

Die IMMO27 findet vom 13. bis 14. Januar 2027 statt.

Am 1. Februar öffnen sich die Türen des Kunsthauses Zürich für das 26. Symposium der Group of Fifteen.

Beim Besuch der REM SWISS 2027 vom 2. und 3. März 2027 können die Französischkenntnisse aufgefrischt werden.

Französisch spricht man auch an der MIPIM. Vom 15.-19. März 2027 trifft sich die Branche wieder am Mittelmeer.

Hamburg ist vom 14. bis 15. April wieder Gastgeber des PropTech Summit und des Construction Summit.

 

Das Bild mit den jungen Leuten ist real, während das Bild der Blondine mit dem Burger mit KI erstellt wurde.

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