Nach den Ausführungen von Mathias Wasem könnte man Autodesk als unbekannten Giganten bezeichnen. So würden 9 von 10 Oscar-trächtigen Filme mit der Technologie von Autodesk unterstützt. Wasem meinte, dass für die Digitalisierung “better more than less” gelten müsse. Autodesk bietet Studenten die eigene Software kostenlos an.

Wasem zeigte das Beispiel von der holländischen Baufirma Van Wijmen, die sich in den letzten Jahren neu erfunden hat. Dank der Plattformstrategie würde beim Bauen standardisiert, was zu schnelleren Bauzeiten und damit zu tieferen Kosten führt. Zu BIM meinte Wasem, dass das nicht realisierte Einsparungspotenzial beträchtlich sei. Da fragt sich der unbedarfte Leser, weshalb es nicht gemacht wird, wenn es so einfach ist.

Philipp Ries von Google hatte quasi ein Heimspiel, ist doch der Technologiegigant direkter Nachbar der HWZ. Google beschäftigt bald 3’000 Leute in Zürich. Sicher hat Urs Hölzle als ehemaliger ETH-Student ein gutes Wort für Zürich eingelegt. Laut Ries ist Zürich einer der besten Standorte für Technologiefirmen. Und die Präsenz von Google zieht wiederum andere Unternehmen an. Deshalb ist Google so wertvoll für den Wirtschaftsraum Zürich.

Ries zeigte drei Trends auf: Smartphone, Künstliche Intelligenz und Kundenerwartun-gen. Smartphones werden immer wichtiger. Trotzdem sind immer noch viele Websites nicht mobilfähig. Die Nutzung von Websites über Smartphones erlebt einen grossen Zuwachs. Dafür sind die immer einfacheren elektronischen Zahlungsmittel mitverantwortlich.

Google-Chef Sundar Pichai sagte: Machine learning is a core, transformative way by which we’re rethinking how we’re doing everything. Dies gilt besonders für Lösungen wie Google Translate. Dieser Service erlebte eine grosse Verbesserung dank künstlicher Intelligenz. Dritte können Google Translate über eine API nutzen. Kundenerwartungen werden laufend gesteigert. Genügte früher die Lieferung in einer Woche, dann muss es heute am gleichen Tag sein. Und morgen erwarte ich die bestellten Teile sofort nach der Auftragserteilung.

Einmal mehr trug eine Präsentation den Titel “Daten sind das Gold der Zukunft”. David Schwaninger beleuchtete Daten aus der Sicht des Datenschutzes. Alle Immobilienfirmen sollten sich mit der DSVGO oder der helvetisierten Version befassen. “Datenschutzfolgen-abschätzung” – dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. David Schwaninger hat uns die Augen geöffnet, was mit der Datenschutzverordnung auf uns zukommt. Bei Cloudlösungen gilt es besonders genau hinzuschauen, wem man seine Daten anvertraut. Gemäss SchKG gelten Daten nicht als Sachen, somit besteht bei einem Konkurs kein Anspruch auf Herausgabe der Daten. Darum prüfe, wer sich in die Cloud begibt. Besonders gefallen haben mir die Ausführungen von Schwaninger zum Thema “Crawling”. Ich habe mich ja zu meiner Zeit bei homegate.ch intensiv damit befasst. Unglaublich, dass das damalige Urteil des Bundesgerichtes immer noch wirkt.