Super Mario (jap. スーパーマリオ, Sūpā Mario) oder nur Mario ist die populärste Videospiel-Figur der Firma Nintendo und deren Maskottchen. Ebenfalls ist er Protagonist und titelgebender Held der erfolgreichsten Videospielreihe des Unternehmens.

Im PropTech Umfeld ist Mario Facchinetti die tonangebende Figur, eben der PropTech Super Mario. Auf seine Initiative entstand SwissPropTech, die Vereinigung der Schweizer PropTech Firmen. Am SwissPropTech Day von Ende Mai trafen sich die Vertreter von Startups und Investoren. Ja, einzelne Immobilienfirmen fanden den Weg ins NEST der EMPA in Dübendorf. Der Tagungsort reflektiert treffend die Situation der Branche: Alles ist im Wandel!

Facchinetti eröffnete den SwissPropTech Day (im roten Hemd) mit dem Hinweis, dass die 2. Ausführung drei Mal mehr Leute anlocken konnte. Keynote Speaker Roberto D’Elia, Gründer von sobu AG, erzählte weniger über Wachstum, dafür aber mehr aus seinem Leben. Wer in der Schweiz ein Startup gründe, sei zu Wachstum verdammt. Unser Heimmarkt sei klein, aber hoch komplex. Für den Süditaliener D’Elia geht es vor allem um Personen und nicht um Technologie. Vertrauen sei die beste Basis. Und “liefere, nöd nu lafere”.

Thomas Dübendorfer, SICTIC, moderierte das Investoren-Panel. Valerie Riedo, Venturing Swiss Post, David Hug, Ringier Digital Venture, und Lukas Weder, Wingman, plauderten aus dem Nähkästchen. Während die Post und Weder auch Seed-Investments tätigen, erwartet Ringier mindestens ein marktreifes Produkt und erste Kunden vor einer Investition. Für Marketing-Fachleute sind die “5 P” bestens bekannt. Bei Startups gehe es um die “5 T”, nämlich Team, Team, Team, Technology, Time, meinte Hug. Wer auf Investorensuche sei, müsse eine strategische Vision, überzeugende Personen, ein tolles Produkt und eine Ahnung vom Markt haben, sagten die Teilnehmer des Panels übereinstimmend. Auch sollte der Bezug zum Investor klar ersichtlich sein, sagte Riedo. Weshalb soll beispielsweise die Post in genau dieses Startup investieren?

Bei schönstem Wetter fand die Grillparty im Freien statt. Anschliessend moderierte Reto Largo, CEO NEST, einen Workshop mit dem Titel “welches sind die Probleme der Startups und was könnte SwissPropTech zur Lösung beitragen”. Die Problemliste ergab

  • Gibt es das Startup noch in drei Jahren, fragen die Kunden, die sich auf das Produkt einlassen wollen?
  • Wie entwickle ich meine Firma, Kultur, Personal, wenn das Startup wächst?
  • Wann erzähle ich was ich mache, ohne dass ich gleich kopiert werde?
  • Wer gibt meinem Produkt den Vertrauensstempel, wie der TÜV in Deutschland?
  • Warum haben wir in der Schweiz zu kleine Ambitionen?

PropTech Super Mario erhielt einige Hinweise, wie er seine SwissPropTech erweitern oder umbauen sollte, um die Bedürfnisse der Startups noch besser abzudecken.

Zum Schluss sprach Keynote Speaker Pascal Mathis, Co-Founder getyourguide, über seine Erfahrungen als Unternehmer. Er wies darauf hin, dass Erfolge immer gefeiert werden sollten. Leider ging dies im Alltag eines Startups zu oft vergessen. Den Anwesenden gab er auf den Weg, dass sie Investoren sorgfältig auswählen und nicht nur aufs Geld schauen sollten.

Wer noch Lust hatte, liess sich durch das NEST führen und genoss im Garten anschliessend ein kühles Bier.