Schweiz als Startup-Standort

Schweiz als Startup-Standort. SMG in Konkurrenz zu myky und houzy. PropTech pleite. emonitor.ch mit neuer Head of Sales. Neues Ökosystem. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.
Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.
Schweiz als Startup-Standort
Eine aktuelle Studie von Strand Partners für Amazon Web Services zeigt die Stärken und Schwächen der Schweiz als Start-up-Standort auf. 32 % der jungen Schweizer Firmen erwägen einen Wegzug aus Europa – primär wegen besserer Finanzierungsmöglichkeiten, geringerer Betriebskosten und schnellerer internationaler Skalierung im Ausland. Beliebteste Ziele sind die USA. Demgegenüber schätzen die bleibenden Start-ups die starke Bindung an das lokale Ökosystem, den Marktzugang sowie das stabile politische Umfeld. Dennoch steht die Schweiz im europäischen Vergleich (38 % Wegzugswille) gut da. Schweiz als Startup-Standort.
PropTech Map Switzerland
dingz.ch bietet Smart Building-Lösungen und ist neu in dieser Kategorie aufgeführt.
V-Locker ist am Ende. Der Anbieter von Velo-Parktürmen hat die Aktivitäten eingestellt. Obwohl das Angebot gerade für Besitzer von teureren Velos viel Sinn machte, blieb der finanzielle Erfolg aus. Die Velofahrer stellen ihre Bikes lieber im ungeschützt am Bahnhof ab. Auch bei Immobilienprojekten konnten keine Velo-Parktürme installiert werden, auch wenn dies eine sinnvolle Ergänzung gewesen wäre. Schade um dieses Startup.
Künstliche Intelligenz
Praktisch jeden Tag verkünden Unternehmungen wie Swiss Life oder Raiffeisen den Abbau von Stellen. Vielfach wird dies mit KI begründet. Bajram, Co-Founder von Meeting Metrics, hat einen spannenden Gedanken dazu geäussert. Raiffeisen wolle mit dem angekündigten Abbau von bis zu 180 Stellen 60 Millionen Franken pro Jahr einsparen. Was aber in keiner Erfolgsrechnung berücksichtigt würde, wäre der Wissensverlust. Gerade bei langjährigen Mitarbeitenden ginge es nicht nur um Dokumente oder Aufgaben. Sondern es gehe um Jahre voller Entscheidungen, Diskussionen, Kundenkontext, verworfener Ideen und Erfahrungen. Genau dieses Wissen stecke häufig in Gesprächen. Bajram schlägt deshalb ein Gedächtnis der Organisation vor, basierend auf den Protokollen von Sitzungen. Dann würde nicht gefragt, was haben wir entschieden. Sondern die Fragen würden lauten: Warum? Was hat sich seither verändert? Welches Wissen droht uns gerade (mit Kündigungen) verloren zu gehen? Ein spannender Gedanke, nicht wahr.

Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden? Die Auflösung ist am Schluss nach den Veranstaltungen zu finden.
Immobilienportale
Kürzlich haben myky und Houzy ihre «Heirat» verkündet. Damit wird der Markt der Portale für Eigenheimbesitzer bereinigt und es besteht eine reelle Chance, dass die neue Swiss Digital Home AG (endlich) in die Schwarzen Zahlen kommt. Mittlerweile mischt auch die Swiss Marketplace Group im Segment der Eigentümer mit. Ich habe Dr. Lasse Steiner, Director Private Customer & Consumer, zu den Hintergründen befragt. Hier seine Antworten:
Ist es richtig, dass der Navigationspunkt „Eigentümer“ in dieser Form seit kurzem besteht?
Das ist richtig. Den Navigationspunkt „Eigentümer“ gibt es seit Februar 2026.
Was ist das Ziel dieses Bereiches?
Ziel ist es, Eigentümerinnen eine einfache, datenbasierte Orientierung zur eigenen Immobilie zu ermöglichen. Sie können dort unter anderem eine Marktwert- und Mietpreiseinschätzung abrufen und die Entwicklung ihrer Immobilie im lokalen Marktumfeld besser einordnen.
Das Angebot ist an Privatpersonen gerichtet, soll Transparenz schaffen und Eigentümern helfen, sich frühzeitig und unverbindlich mit Fragen rund um ihre Immobilie auseinanderzusetzen. Es ist kostenlos und unverbindlich.
Kein einziger Service in diesem Bereich kann ohne Anmeldung genutzt werden. Warum?
„Eigentümer“ ist bewusst als persönliches und geschütztes Angebot konzipiert. Sobald Nutzerinnen und Nutzer eine Immobilie hinzufügen, entstehen individualisierte Informationen, etwa zur Marktwert- und Mietpreiseinschätzung sowie zum lokalen Marktumfeld.
Der Login stellt sicher, dass diese Informationen gespeichert, später wieder aufgerufen und eindeutig dem jeweiligen Nutzerkonto zugeordnet werden können. Gleichzeitig behalten Nutzerinnen dadurch die Übersicht über die von ihnen hinterlegten Angaben und können das Angebot über die Zeit sinnvoll nutzen. Deshalb ist die Anmeldung ein Bestandteil des Nutzungserlebnisses.
Wie steht „Eigentümer“ zu myky oder Houzy, den spezialisierten Plattformen für EFH-Besitzer?
Wir äussern uns gerne zu Fragen bezüglich der SMG oder zu SMG Real Estate. Zu Angeboten anderer Anbieter nehmen wir keine Stellung.
Sind die Immobilienexperten eigene Mitarbeitende oder externe Makler?
Verkaufsinteressierte Eigentümer werden mit externen professionellen Maklerinnen und Maklern zusammengebracht, die in einer Kundenbeziehung zu SMG Real Estate stehen. Ein allfälliges Maklermandat käme direkt zwischen der Eigentümerschaft und dem jeweiligen Maklerunternehmen zustande.
In einer aktuellen Übergangsphase kann vor der Weiterleitung an den externen Makler eine telefonische Vorqualifizierung durch interne Spezialisten erfolgen. Bis Ende dieses Jahres wird die telefonische Vorqualifizierung jedoch vollständig eingestellt und anschliessend erhalten Eigentümerinnen direkt im Portal eine Auswahl passender Makler angezeigt. Welchen Kontakt sie letztendlich wählen, obliegt vollständig der Entscheidung der jeweiligen Eigentümerin bzw. des Eigentümers.

emonitor.ch hat mit Vanessa Mamié eine neue Head of Sales. Die Stationen vorher von Vanessa waren Properstar, HomeMatch und SMG. Offen ist bei emonitor.ch die Stelle des oder der CEO.
PostFinance und Properti gehen eine Partnerschaft ein. PostFinance ist bereits seit 2022 beim Immobilienmakler investiert. Dank der Zusammenarbeit bekommt Properti Zugang zu PostFinance-Kunden. Dieser wieder profitieren von verschiedenen Dienstleistungen wie eine kostenlose Marktwerteinschätzung. Bei einem erfolgreichen Verkauf aufgrund eines Neumandates beteiligt sich PostFinance zudem mit 2’000 Franken am Verkaufshonorar. In der Medienmitteilung wird vom strategischen Ausbau des Ökosystems Wohnen gesprochen. Offensichtlich ist das Thema einfach nicht tot zu kriegen. Bleibt also spannend, was PostFinance und Properti anders machen als die anderen, gescheiterten Betreiber von Ökosystemen.
Privera setzt neu Silex, die Schweizer KI-Plattform für Rechtsrecherche und Produktivität sein. Der Immobiliendienstleister bietet den Mitarbeitenden eine gemeinsame Plattform für quellenbasierte Recherche, rechtliche Analyse und Wissensarbeit. Die fachliche Beurteilung und Verantwortung bleibe dabei klar bei den zuständigen Fachpersonen, meint Privera.
Ausgewählte Veranstaltungen
Fehlt ein Anlass mit Bezug zu PropTech? Einfach melden an heinz.m.schwyter@schwyterdigital.ch
Die swiss startup association organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen, welche auch für PropTechs interessant sind. Da es so viele Anlässe sind, hier der Link zur Website von ssa.
Einer meiner liebsten Investoren-Anlässe: Winti Ventures lädt zur fünften Runde am 9. September 2026.
Das Immobiliengespräch gibt es auch in Lausanne. Am 17. September 2026 ist es wieder soweit.
Luzern ist am 24. September 2026 Austragungsort des 110. immoTable.
Im Trafo in Baden geht am 22. Oktober 2026 der Real Estate Award 2026 über die Bühne.
In Madrid findet vom 28. bis 30. Oktober die PropTech & PortalWatch Conference statt.
Den Global Real Estate Run kann man zwischen dem 29. und 30. Oktober auch in Madrid absolvieren.
Der November ist wieder reich befrachtet. Die neue Semaine de l’Immobilier et du Logement findet in Paris vom 2. bis 6. November 2026 statt. Le Salon RENT ist darin eingebettet vom 4. bis 5. November 2026.
Winterthur heisst zwischen dem 5. und 6. November 2026 die Gäste der Startup Nights willkommen.
An der fuckup night von Smino wird am 12. November 2026 über Misserfolg und die Lehren daraus berichtet.
In der Serie immoTable wird die 111. Ausgabe am 26. November 2026 in St. Gallen durchgeführt.
Das letzte Immobiliengespräch dieses Jahres findet wieder in Zürich am 2. Dezember 2026 statt.
Veranstaltungen 2027
Den nächsten Digital Real Estate Summit gibt es erst 2027 wieder.
Die IMMO27 findet vom 13. bis 14. Januar 2027 statt.
Am 1. Februar öffnen sich die Türen des Kunsthauses Zürich für das 26. Symposium der Group of Fifteen.
Beim Besuch der REM SWISS 2027 vom 2. und 3. März 2027 können die Französischkenntnisse aufgefrischt werden.
Französisch spricht man auch an der MIPIM. Vom 15.-19. März 2027 trifft sich die Branche wieder am Mittelmeer.
Hamburg ist vom 14. bis 15. April wieder Gastgeber des PropTech Summit und des Construction Summit.
Warum nicht Malta im Frühling? Vom 13. bis 14. Mai 2027 findet der EU-Startups Summit statt.
Die Flughafenregion Zürich lädt am 1. Juni 2027 zum nächsten ImmoSummit ein.
Am 7. Juni rückt Rotkreuz ins Zentrum mit der 2. Konferenz AI@RE.
Das Bild mit den hellen Lichtstreifen ist KI (Fable 5.1 hat in weniger als einer Stunde aus zwei YouTube-Clips einen funktionierenden Minecraft-Mod erstellt und dabei den Code, die Blender-Modelle, die Texturen und die Fehlerbehebungen für nur 20,54 Dollar an API-Kosten übernommen), während das Bild mit dem goldigen Licht echt ist.
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