ULI PropTech Innovation Challenge

ULI PropTech Innovation Challenge. Limmatstadt oder Limmattalstadt. Dynamik im Limmattal. Lausanne und Zürich sind TOP. Wirren um Anthropic. Sterben Immoportale? Google greift an. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.
Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.
ULI PropTech Innovation Challenge
Die PropTech Innovation Challenge (PIC) ist ein Wettbewerb des ULI, welcher nunmehr in der vierten Ausgabe ausgerichtet wird. Ich widme der PIC heute diesen Platz, weil ich als Jurymitglied dabei sein werde.
Ziel der PIC ist es, Innovationen durch eine Auszeichnung zu fördern und zugleich die Vernetzung innerhalb der Immobilienwirtschaft voranzutreiben – ganz im Sinne der ULI-Ziele. Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf dem Thema Resilienz, also der Widerstandsfähigkeit gegenüber wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Belastungen. Gesucht werden umsetzbare, skalierbare und wettbewerbsfähige Lösungen, die resiliente Geschäftsmodelle fördern und neue Lebens- und Arbeitsweisen ermöglichen. Ziel ist es, Immobilien langfristig tragfähig und wettbewerbsfähig zu halten, gleichzeitig Klima- und Sozialrisiken frühzeitig zu erkennen und adaptive Antworten darauf zu entwickeln.
Der Wettbewerb findet in verschiedenen Regionen in Europa statt. Jede Region kürt ein Gewinnerteam, welches anschliessend ins Rennen um den Gewinn auf europäischer Ebene geschickt wird. Das Finale ist am 5. November 2026 auf dem C Change Summit in Dublin. Zu gewinnen gibt es neben dem Sichtbarkeitsbooster (Marketing und PR-Package) und der ULI-Mitgliedschaft auch die Teilnahme am ULI Accelerator Programm.
Hier geht’s zur ULI PropTech Innovation Challenge. Unbedingt mitmachen bei der ULI PropTech Innovation Challenge.
Events
Vor einer Woche habe ich über den ImmoSummit der FRZ berichtet. Dieses Bild von Fotograf André Maurer zeigt für mich schön die Aufbruchstimmung, welche an diesem Anlass vermittelt wurde. Was an der Veranstaltung der Flughafenregion Zürich nicht klar wurde, ist das Zusammenspiel von «New Zurich» und FRZ. Wird FRZ in «New Zurich» aufgehen? Wir werden es sehen und hören.
Limmatstadt oder Limmattalstadt?
Ich bin verwirrt. Jetzt habe ich immer den Begriff «Limmatstadt» verwendet. Am 109. immoTable im Startup Space in Schlieren heisst es plötzlich (für mich) Limmattalstadt. Was gilt nun? Beide Begriffe beschreiben die Region entlang der Limmat, meinen aber unterschiedliche Dinge. Limmatstadt steht für die etablierte Standortorganisation, welche seit 2014 als privatwirtschaftliche Standortentwicklerin und Botschafterin für die gesamte Region entlang der Limmat handelt. Michael Hermann forderte 2013 in einem vielbeachteten Artikel, das Limmattal nicht mehr nur als Agglomerationsgürtel, sondern als eigentliche «Limmatstadt» zu verstehen.
Bei der Limmattalstadt handelt es sich um eine urbane Vision und Strategieidee. Diese sieht vor, die Region als zusammenhängenden, eigenständigen metropolitanen Raum zu betrachten, der sich von der Stadt Zürich abgrenzen, aber eine ähnliche Grösse wie Basel oder Lausanne erreichen solle. Autor der Strategieidee ist Thomas Sevcik. Ja, richtig, die gleiche Person wie auf dem Bild oben. Die gleiche Person, welche am ImmoSummit der FRZ das Momentum für «New Zurich» erklärte.
Dynamik im Limmattal
Moderator Joris Van Wezemael eröffnet den 109. immoTable in Schlieren mit der Frage, was eigentlich «zwischen» bedeute. «Zwischen Stadt und Land», ist «zwischen» als gut oder schlecht zu werten? Die Kernstädte wären mit sich selbst beschäftigt. Deshalb böten sich den Agglomerationen wie dem Limmattal Chancen. Und diese Region zeigt eine ungebrochene Dynamik, wie in der aktuellen Ausgabe von immo!nvest auf 55 Seiten nachzulesen ist.
Zürich ist ein Innovationsstandort. Dies zeigte Samuel Mösle, Co-Leiter Standortförderung Kanton Zürich, in seinem Grusswort auf. Ich wohne im Tösstal und vermute, dass diese Region im Innovationsprogramm des Kantons Zürich wohl nicht vorkommt. Wir sind ein Anhängsel von Winterthur. Warum werden Ideen zum Thema «Gesundheit» nicht ausserhalb vom Wissensstandort Winterthur angesiedelt, um einer Region wie dem Tösstal Entwicklungschancen zu bieten? Aber eben, «zwischen» bedeutet hier wohl zwischen den Interessen.
Es braucht neues planerisches Denken
In drei Referaten zeigten drei Vertreter der Immobilienwirtschaft, wie langwierig die Entwicklung eines Areals oder einer Stadt sein kann. Zwischen ersten Ideen und den ersten Realisierungsschritten liegen oftmals Jahre oder gar Jahrzehnte. Es braucht Geduld und viel Verhandlungsgeschick (und eine Stande Geld), um die unterschiedlichsten Interessen auf ein Ziel auszurichten.
Am Schluss des 109. immoTable wurde der Standortförderer Albert Schweizer offiziell verabschiedet. Ihm wurde der Titel «Schlieremermacher» verliehen. Was für eine schöne Geste.
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Am 23. Juni 2026 (08:15 – 08:45 Uhr) führt ImmoSparrow in Zusammenarbeit mit der Next Property AG eine 30-minütige Online-Session durch. Im Fokus steht der neue Preisrechner von ImmoSparrow, der erste in der Schweiz mit integrierter LLM-Analyse, der nicht nur quantitative Transaktionsdaten, sondern auch qualitative Faktoren wie Mikrolage und Seesicht einbezieht. Immobilienprofis erhalten damit ein datengestütztes Werkzeug, um Preisempfehlungen gegenüber Eigentümern zu belegen. Ergänzt wird die Session durch einen aktuellen Markteinblick: Welche Regionen der Schweiz boomen, wo der Markt abkühlt und was die Daten über Vermarktungszeiten verraten.
Investments
In ihrem Newsletter Burn Rate gehen Guy Giuffredi und Max Meister auf eine Analyse von Dealroom ein. Diese liefere ein typisch schweizerisches Resultat: international relevant, hochproduktiv und wissenschaftlich stark, aber nicht besonders gross. Im globalen Vergleich der grössten Startup-Hubs schaffe es keine Schweizer Stadt in die Top 20. Setze man die Leistung aber ins Verhältnis zur Bevölkerungsgrösse, sehe das Bild deutlich besser aus: Lausanne gehöre im KI-Bereich weltweit zu den Top 5, Zürich liege auf Rang 16. Die Schweiz habe offenbar kein Innovationsproblem, sondern ein Skalierungsproblem – es fehle an genügend Wachstumskapital, internationaler Sichtbarkeit und Unternehmen, die vom Seed-Stage zum globalen Champion wüchsen.
Der Private Equity Investor EOS Partners ist neuer Mehrheitsgesellschafter der Due Diligence Plattform Drooms. Im Zuge der Transaktion wird Mitgründer und bisheriger Co-CEO Jan Hoffmeister das Unternehmen nach 25 Jahren verlassen. Alexandre Grellier wird Drooms als alleiniger CEO weiterführen. EOS bringt neben Kapital insbesondere Erfahrung in der Skalierung wachstumsstarker Technologieunternehmen ein. Das Unternehmen fokussiert sich auf den Aufbau europäischer Wachstumsunternehmen in den Bereichen Software/tech-enabled Services, Industrial Tech und HealthCare.
PropTech Map Switzerland
Ab 2027 wird der Zeitpunkt der Einspeisung für PV-Anlagen wirtschaftlich wichtiger. Besonders Betreiber von Anlagen über 150 kWp sind stärker von der marktabhängigen Vergütung betroffen. Was gegen negative Strompreise tun? Das PropTech sun2wheel und der Generalunternehmer convoltas erweitern «Profit-Plus» deshalb um eine automatische Schutzfunktion gegen negative Strompreise. Die Lösung erkennt kritische Preissituationen frühzeitig und reduziert die Einspeisung automatisch, bevor unnötige Kosten entstehen. Betreiber können so Einspeiserisiken reduzieren und ihre Flexibilität weiterhin im Regelenergiemarkt nutzen.
Künstliche Intelligenz
Ein Erdbeben in der KI-Welt. Die amerikanische Regierung hat Anthropic gezwungen, die Modelle Fable 5 und Mythos 5 für Ausländer zu blockieren. Dies zeigt krass, wie der Zugang zu den leistungsfähigsten KI-Systemen vom „Wohlwollen der US-Regierung“ abhängig ist. Begründet wird der Schritt mit nationalen Sicherheitsbedenken. Wie steht es mit der digitalen Souveränität in Europa? Europa hat sich bisher stark um Regulierung, Governance und Begrenzung der Risiken gekümmert. Das Beispiel «Anthropic» zeigt nun, dass im Zweifel ein ausländischer Anbieter oder konkret die amerikanische Regierung entscheiden, wer Zugang zur Technologie erhält. Ein Weckruf für Europa für digitale Unabhängigkeit? Wenn es so leicht wäre!
China springt in Bresche
Während Washington den Zugang zu Anthropics Top-Modellen für Ausländer kappt, liefert China die Antwort als Gratis-Download. Der Pekinger Entwickler Z.ai (ehemals Zhipu AI) hat sein Flaggschiff GLM-5.2 unter MIT-Lizenz veröffentlicht, laut unabhängigen Messungen das aktuell leistungsfähigste offen verfügbare Sprachmodell. Auf dem Intelligence Index v4.1 liegt es mit 51 Punkten vor Gemini 3.1 Pro Preview (46) und 3.5 Flash (50). Der Hebel ist der Preis: ein Vielfaches günstiger als GPT-5.5 oder Claude Opus. Damit verschiebt sich die Verhandlungsmacht Richtung Open Source.
PWC hat den KI-Jobbarometer veröffentlicht. Im letzten Jahr wurden vermehrt Kompetenzen im Bereich KI gesucht. Die Anzahl der Stellenangebote erreichte mit 25’000 Inseraten in der Schweiz einen Höchstwert.

Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden?
Immobilienportale
Jürgen Lindemann von GLOIM hat zu einem Webinar geladen mit dem provokanten Titel «Sterben die Immobilienportale?“ Ich habe reingehört und muss sagen, dass der Anlass dem Titel nicht gerecht wurde. Es wurde zu Beginn die neue Initiative von Google aufgezeigt. Beeindruckend ist vor allem die finanzielle Potenz des Konzerns. Im ersten Quartal 26 erzielte Alphabet (Muttergesellschaft von Google) einen Nettogewinn von fast 63 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von fast 110 Milliarden Dollar. Geld allein garantiert zwar nicht den Erfolg. Google hat in Australien bereits 2009 einen Versuch mit Immobilieninseraten gestartet und ist damit kläglich gescheitert. Nun haben sie die neue KI-Suche für Immobilien in allen amerikanischen Bundesstaaten ausgerollt. Dies die offizielle Ankündigung im «Ads & Commerce“-Blog: „Nach einem begrenzten Pilotprojekt führen wir nun in allen 50 US-Bundesstaaten umfangreichere Local Services-Anzeigen für Immobilienangebote ein. Wenn Käufer nach Immobilien suchen, werden in diesem erweiterten Format relevante Details zu den Objekten – wie Preisangaben, Bilder und wesentliche Ausstattungsmerkmale – angezeigt, die auf einer Partnerschaft mit der umfangreichen Datenplattform von HouseCanary basieren.“ Ist dies nun der Game Changer?
Google will Geld verdienen
Mein lieber Freund Robert Kampczyk befasst sich seit langem mit dem Thema. Auch Robert weiss nicht, ob die klassischen Immobilienportale sterben werden. Er warnt eindrücklich vor Schadenfreude. Seine klare Meinung: Google sei genauso wenig karitativ eingestellt wie die Immobilienportale. Gratis gibt es auch dort nichts. Was er damit meint, kann man in seinem Weekly Update nachlesen. Hier geht’s zur Anmeldung für den Newsletter von Robert.
Passend zum Thema schreibt Maxime Danibert von lookmove, dass sich die Immobiliensuche verändern würde. lookmove hat dazu einen Immobiliensuchassistenten auf Basis einer fortschrittlichen KI entwickelt. Der Assistent (oder vielleicht ist es eine Assistentin?) versteht meine Suche, stellt die richtigen Fragen dazu, analysiert, denkt mit und begleitet mich durch die Suche. lookmove will nach eigenen Angaben den besten Immobilienassistenten auf dem Schweizer Markt anbieten. Hier geht’s zum Helfer.

emonitor vermeldet den Abgang der CEO Bettina Schoch mit warmen Worten des Dankes. Getrübt wird die Ankündigung von der Tatsache, dass die Nachfolge an der Spitze des Unternehmens noch nicht gefunden wurde. Der Verwaltungsrat sei auf der Suche, so die Pressemitteilung.
Die Immobilien Zeitung bringt es auf den Punkt: Die Coalition-X beweist in Deutschland seit Juni in der Praxis, dass einheitliche, kryptografisch verifizierbare und maschinenlesbare ESG-Gebäudedaten keine Zukunftsmusik mehr sind. Gemeinsam mit Partnern schliesst Coalition-X unter der Schirmherrschaft des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. die digitale Lücke zwischen Asset Management und Bankenaufsicht.
Ausgewählte Veranstaltungen
Fehlt ein Anlass mit Bezug zu PropTech? Einfach melden an heinz.m.schwyter@schwyterdigital.ch
Die swiss startup association organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen, welche auch für PropTechs interessant sind. Da es so viele Anlässe sind, hier der Link zur Website von ssa.
Am 26. August 2026 organisiert Csaba von Zalan wieder seine bestens bekannte Paprika ImmoGolf Gentlemen Challenge.
Einer meiner liebsten Investoren-Anlässe: Winti Ventures lädt zur fünften Runde am 9. September 2026.
Luzern ist am 24. September 2026 Austragungsort des 110. immoTable.
Im Trafo in Baden geht am 22. Oktober 2026 der Real Estate Award 2026 über die Bühne.
Der November ist wieder reich befrachtet. Le Salon RENT findet in Paris vom 4. bis 5. November 2026 statt.
Winterthur heisst zwischen dem 5. und 6. November 2026 die Gäste der Startup Nights willkommen.
An der fuckup night von Smino wird am 12. November 2026 über Misserfolg und die Lehren daraus berichtet.
In der Serie immoTable wird die 111. Ausgabe am 26. November 2026 in St. Gallen durchgeführt.
Veranstaltungen 2027
Den nächsten Digital Real Estate Summit gibt es erst 2027 wieder.
Die IMMO27 findet vom 13. bis 14. Januar 2027 statt.
Am 1. Februar öffnen sich die Türen des Kunsthauses Zürich für das 26. Symposium der Group of Fifteen.
Beim Besuch der REM SWISS 2027 vom 2. und 3. März 2027 können die Französischkenntnisse aufgefrischt werden.
Französisch spricht man auch an der MIPIM. Vom 15.-19. März 2027 trifft sich die Branche am Mittelmeer.
Hamburg ist vom 14. bis 15. April wieder Gastgeber des PropTech Summit und des Construction Summit.
Warum nicht Malta im Frühling? Vom 13. bis 14. Mai 2027 findet der EU-Startups Summit statt.
Am 7. Juni rückt Rotkreuz ins Zentrum mit der 2. Konferenz AI@RE.

1 Kommentar
Schläft die Schweiz? • PropTech News · 6. Juli 2026 um 09:02
[…] PropTech Innovation Challenge (PIC) ist ein Wettbewerb des ULI, welcher nunmehr in der vierten Ausgabe ausgerichtet wird. Neben […]