Ist KI-Suche wirklich die Zukunft?

Veröffentlicht von proptechnews am

Ist KI-Suche wirklich die Zukunft?

Ist KI-Suche wirklich die Zukunft? Studie und Podcast gehen auf die Frage ein. Aktive PropTechs. Inside Paradeplatz nimmt sich SMG vor. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.

Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.

Ist KI-Suche wirklich die Zukunft?

Während in St. Gallen der START Summit über die Bühne geht, lädt Simon Baker an die PropTech & Portal Watch Conference nach Bangkok ein. Malcom Myers von European Internet Ventures ist als Referent aus der Schweiz angekündigt. Malcom beschäftigt sich immer wieder mit dem Thema «KI-Suche». Zuletzt habe ich mit ihm an der DMA Konferenz im November 2025 gesprochen und auch darüber geschrieben.

Künstliche Intelligenz hat die Immobiliensuche in den letzten zwei Jahren von einem Buzzword zu ersten, aber noch seltenen Produktiv-Einsätzen geführt. An der PPW Conference wird eine von Edmund Keith, Head of Content, Online Marketplaces, verfasste Studie sicher für Gesprächsstoff sorgen. Die Studie „The State of AI in Real Estate Search“ untersucht den aktuellen Stand von KI-gestützter Immobiliensuche auf Online-Portalen weltweit. Obwohl künstliche Intelligenz in der Branche häufig als Innovation beworben wird, zeigt die Analyse, dass ihre tatsächliche Nutzung und Leistungsfähigkeit noch begrenzt ist. Von rund 900 untersuchten Immobilienportalen verfügen lediglich 23 über eine Form von KI-basierter Suchfunktion. Zu den im Report erwähnten Portalen gehört auch die Schweizer Lösung von samanta.ai.

Ist KI-Suche wirklich die Zukunft?

Die getesteten Systeme liefern oft unzuverlässige Ergebnisse. In einem Benchmark von 22 Suchinterfaces erreichten nur acht Plattformen eine Trefferquote von mehr als 50 %. Die durchschnittliche Genauigkeit lag insgesamt bei lediglich 34 %. Besonders deutlich wird, dass viele Systeme bestimmte Suchparameter einfach ignorieren, wenn die notwendigen Daten fehlen. Beispielsweise kann eine Anfrage nach „zwei Schlafzimmern und hohen Decken“ dazu führen, dass nur die Schlafzimmeranzahl berücksichtigt wird, während andere Kriterien stillschweigend weggelassen werden. Dies kann langfristig das Vertrauen der Nutzer beeinträchtigen.

Ein zentraler Faktor für erfolgreiche KI-Suche ist daher nicht die Benutzeroberfläche, sondern die Qualität der zugrunde liegenden Daten. Plattformen mit tiefer angereicherten Datensätzen – etwa durch semantische Bildanalyse oder strukturierte Objektmerkmale – schneiden deutlich besser ab. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass grosse Sprachmodelle wie ChatGPT derzeit keine vollständige Alternative zu Immobilienportalen darstellen, da sie häufig Schwierigkeiten haben, zuverlässige und überprüfbare Immobiliendaten bereitzustellen.

Datenqualität entscheidender Faktor

Die wichtigste Erkenntnis der Studie lautet daher: Der Wettbewerb im Bereich der KI-Suche wird weniger durch neue Interfaces entschieden als durch hochwertige, strukturierte und umfassend angereicherte Immobiliendaten. Portale, die ihre Dateninfrastruktur verbessern und transparente Suchergebnisse liefern, werden langfristig das Vertrauen der Nutzer gewinnen und sich im Markt durchsetzen. Die klare Botschaft an Portale lautet deshalb: weniger über AI sprechen – und konsequent in Daten-Infrastruktur investieren. Hier geht’s zum Report.

Im Podcast «Where Are We With AI-Powered Real Estate Search” geht Mathew Heywood, CEO von NeuralIndex) auf ChatGPT Plugins und die Freitextsuche ein. Hier einfach reinhören.

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Events

Die HSLU ist daran, das Thema AI in Real Estate massiv auszubauen. Ein wichtiges Element der Aktivitäten des IFZ ist die AI@RE Konferenz mit dem Titel «Reprogramming Real Estate» vom 1. Juni 2026. An der Konferenz wird ein «Best AI@RE Use Case Award 2026» für herausragenden, praxisorientierten Einsatz von AI in der Immobilienbranche vergeben. Bis zum 30. April 2026 können Bewerbungen eingereicht werden. Hier geht’s zu den Voraussetzungen.

Investments

Gemäss Refery.io sollen die PropTechs Lookmove und maison.work kürzlich Finanzierungsrunden durchgeführt haben. Dabei soll Lookmove knapp 4 Millionen Franken bekommen haben, während es bei maison.work eine Million sein soll.

Die ista swiss ag übernimmt das Berner PropTech Blockstrom. Das Unternehmen ist auf die digitale Verwaltung und Abrechnung von Energiedaten spezialisiert, vor allem im Bereich E-Mobilität und ZEV.

Wie funktioniert eigentlich das Startup Funding? Ich habe dazu eine spannende Darstellung gefunden:

«Startup Selection Switzerland” ist ein gemeinsames Projekt von NZZ und ZHAW. Akteure wie Startups, Investoren, Programme und Hochschulen sollen erfasst und bewertet werden. Geplant ist eine Datenbank mit sechs Kategorien: Startup, Capital, Hub, Programm, Academic, Coach. Gemäss der Website startup-selection.xyz startet ab Mitte April die Datenerhebung. Es handelt sich um eine Selbstauskunft der Stakeholder. Hier gibt’s mehr Informationen.

PropTech Map Switzerland

Die Kategorie «Floorplan» erfährt mit archimetre.ch einen Neuzugang. Sie sind spezialisiert auf 3D und BIM-Modellen. Mit robinreal.ai ist ein weiterer Marktplatz auf der PropTech Map Switzerland zu finden. Siehe auch meine Bemerkungen unter «Best of the Rest». Schliesslich ist auch die Kategorie „Construction“ mit scait.ch gewachsen. Hier geht es um Bausubmissionen.

Backbone ist weiterhin sehr präsent. Gemäss Dorian de Vinck, Co-founder und CEO, sind sie neu Mitglied in der österreichischen DREA Digital Real Estate Association (früher apti). Dorian begründet diesen Schritt mit der Nähe zu Unternehmen, Investoren und Entscheidungsträgern, die den digitalen Wandel der Immobilienbranche in ganz Österreich und der gesamten DACH-Region vorantreiben.

Künstliche Intelligenz

Artur Kosch sagt in einem Beitrag auf Facebook, dass Google die erste Anlaufstelle für Suche bleibe. Hier das Bild dazu:

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Der neueste Bericht von McKinsey über KI im Immobilienbereich zeigt auf, was viele in der Immobilienbranche bereits spüren: Die grössten Gewinne werden nicht durch den Einsatz von mehr Technologie erzielt. Sie werden durch ein grundlegendes Umdenken in unserer Arbeitsweise erzielt. Immobilien gehören zu den grössten Anlageklassen der Welt, doch die Art und Weise, wie die meisten Gebäude betrieben werden, hat sich seit Jahrzehnten nicht wesentlich verändert. Vermietung, Instandhaltung, Mieterbindung, Vermögensverwaltung – oft noch durch fragmentierte Systeme, manuelle Koordination und viele E-Mails miteinander verbunden.

Die eigentliche Chance liegt in der Vernetzung. Wenn Daten aus Gebäuden, Mieterplattformen und Betriebssystemen richtig integriert werden, können die täglichen Prozesse, die derzeit viel Zeit von mehreren Personen und Abteilungen in Anspruch nehmen, drastisch rationalisiert werden.

Was ist im Bericht aufgefallen?

1) Bei der betrieblichen Effizienz in grossem Massstab werden die Zahlen interessant. Selbst bescheidene Verbesserungen in einem großen Portfolio summieren sich schnell – in Bezug auf Kostenleistung, Reaktionszeiten und letztlich auch auf die Mietererfahrung.

2) Technologie allein wird nichts bewegen. Am meisten profitieren diejenigen Unternehmen, die ihre Betriebsmodelle, Arbeitsabläufe und Teams entsprechend den Möglichkeiten neu gestalten – und nicht diejenigen, die einfach nur neue Tools einführen.

3) Die nächste Herausforderung liegt möglicherweise bereits in unseren Händen. In der Immobilienbranche dreht sich seit langem alles um neue Entwicklungen und Akquisitionen. Zunehmend wird der Wettbewerbsvorteil jedoch davon abhängen, wie intelligent wir das betreiben, was wir bereits besitzen. Für alle, die in den Bereichen Immobilien, Vermögensverwaltung oder PropTech tätig sind, ist dieser Beitrag sehr lesenswert.

Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden?

 

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Inside Paradeplatz nimmt sich regelmässig die Swiss Marketplace Group vor. In einem kürzlich veröffentlichen Beitrag spricht der Autor von Kunden, die Melkkühe seien. Mich haben vor allem die Kommentare zum Artikel interessiert. Die meisten Reaktionen zeigen, dass die Leute keine Ahnung vom Spiel der Marktplätze haben. Immer wieder taucht die Forderung auf, dass die Branche einfach einen neuen Marktplatz lancieren solle. Die Kosten für die Entwicklung sind im Vergleich zum nötigen Marketingaufwand marginal. Die Kommentare zeigen, dass das Branchenportal newhome.ch in der breiten Bevölkerung (noch) nicht angekommen ist. Da bringen ein paar Plakate oder TV-Spots herzlich wenig. Immoscout.ch und homegate.ch haben nach meiner Einschätzung in den letzten 20 Jahren (also vor SMG) mindestens 200 Millionen Franken ins Marketing investiert. Deshalb sind diese Marktplätze bei den Suchenden «top of mind». Und die Suchenden sind schliesslich die Währung, die für Portale zählt. Übrigens: Auf der PropTech Map Switzerland sind über 50 Immobilienmarktplätze aufgelistet, welche nicht zur SMG gehören. Es gibt also genügend Alternativen zur SMG, die man unterstützen könnte.

Aktien von CoStar brechen ein

Die CoStar Group hat gerade eine Änderung in ihrer Berichterstattung vorgenommen, die den wachsenden Druck der Investoren auf das Unternehmen hinsichtlich des Vorstosses in den Bereich der Wohnimmobilien-Daten noch verstärkt hat. CoStar hat seine Finanzberichterstattung neu organisiert und Homes.com mit Apartments.com und drei weiteren Wohnimmobilien-Sparten zu einem einzigen Segment „Wohnimmobilien” zusammengefasst, während gleichzeitig die Offenlegung der Netto-Neubuchungen für Homes.com eingestellt wurde. Dieser Schritt erfolgte nur wenige Wochen, nachdem CEO Andy Florance den Investoren neue Leistungszusagen für die schwächelnde Plattform gegeben hatte. Die Aktien fielen nach der Bekanntgabe um 9 %, wodurch rund 2 Milliarden US-Dollar an Marktwert verloren gingen. Der Zeitpunkt warf sofort Fragen bei institutionellen Anlegern auf, die die Entwicklung von Homes.com als eigenständiges Unternehmen seit mehreren Jahren verfolgt hatten.

Ausgewählte Veranstaltungen

St. Gallen ist vom 19.-20. März 2026 mit dem START Summit Zentrum der Startups.

Und von der Ostschweiz geht es in die Westschweiz an die REM Suisse, welche vom 24.-26. März 2026 stattfindet.

Der kleine, aber feine Anlass, wo sich Investoren und Startups treffen, findet in Winterthur statt. Winti Ventures lädt am 15. April 2026 zur 4. Durchführung ein.

Im April lockt der Proptech Summit die Gäste vom 22. bis 23. April 2026 nach Hamburg.

Den Global Real Estate Run kann man vom 23. bis 24. April 2026 auch in Hamburg während des Proptech Summits absolvieren. Sonst einfach dort, wo es gerade passt.

Wer es weniger sportlich oder näher liebt, geht am 23. April 2026 an den 108. immoTable Ticino.

Malta im Mai muss sehr schön sein. Neben der Insel kann vom 7.-8. Mai 2026 der EU-Startups Summit entdeckt werden.

Im IFZ Campus in Rotkreuz findet am 1. Juni 2026 die AI@RE Konferenz «Reprogramming Real Estate» statt.

Der 109. immoTable findet am 4. Juni 2026 in St. Gallen statt.

Die REAL Estate Arena beherbergt die Branche vom 10. bis 11. Juni 2026 im Messegelände Hannover.

Am 15.-17. Juni 2026 gastiert die EXPO REAL Asia Pacific in Singapur.

Die swiss startup association organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen, welche auch für PropTechs interessant sind. Da es so viele Anlässe sind, hier der Link zur Website von ssa.

Veranstaltungen 2. Hälfte 2026

Luzern ist am 24. September 2026 Austragungsort des 110. immoTable.

Im Trafo in Baden geht am 22. Oktober 2026 der Real Estate Award 2026 über die Bühne.

Der November ist wieder reich befrachtet. Le Salon RENT findet in Paris vom 4. bis 5. November 2026 statt.

Winterthur heisst zwischen dem 5. und 6. November 2026 die Gäste der Startup Nights willkommen.

An der fuckup night von Smino wird am 12. November 2026 über Misserfolg und die Lehren daraus berichtet.

In der Serie immoTable wird die 111. Ausgabe am 26. November 2026im Limmattal durchgeführt.

Veranstaltungen 2027

Nach der ersten erfolgreichen Durchführung in der Halle 550 findet die IMMO27 vom 13. bis 14. Januar 2027 statt.

Den nächsten Digital Real Estate Summit gibt es erst 2027 wieder.

Das Bild mit dem tanzenden Mann im Raum ist KI, während das Bild mit dem anderen Tänzer auf dem Schnee real ist.

1 Kommentar

Umsatz rauf und Aktienkurs unter Druck! • PropTech News · 23. März 2026 um 09:01

[…] der gleichen Woche publizierte die Swiss Marketplace Group erstmals als börsenkotiertes Unternehmen die Zahlen für das letzte Geschäftsjahr. CEO Christoph […]

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