Für PropTechs bleiben Brosamen

Für PropTechs bleiben Brosamen. Schweizer Startup Ökosystem weiter start. Startups bleiben aber klein. KI überprüft in Amerika Mieter. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.
Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen. Bevor es aber so weit ist, verabschiedet sich proptechnews.ch in die Weihnachtspause. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten und viel Freude, Erfolg und Befriedigung im neuen Jahr!
Investments
Gemäss Gian Sbetta wurden 3.5 Milliarden Dollar in das Schweizer Startup Ökosystem gepumpt (+9.3 % gegenüber dem Vorjahr). 52 % des frischen Geldes kamen von internationalen Investoren. Die Schweiz ist nach Grossbritannien (21 Milliarden Dollar), Frankreich (9.4 Milliarden Dollar), Deutschland (8 Milliarden Dollar) und Israel (5.4 Milliarden Dollar) der fünft grösste Startup Marktplatz. Leider fehlen die spektakulären Finanzierungsrunden von PropTechs.
Ganz anders sehen dies meine sehr geschätzten Kollegen Lars und Mathias. In ihrem letzten Beitrag auf Linkedin schreiben sie, dass sich 2025 der Finanzierungshimmel für PropTechs wieder aufgehellt hätte. Im Vergleich mit anderen Branchen begnügen sich meiner Meinung nach PropTechs von den Brosamen, die vom reich gedeckten Investorentisch fallen. Vielleicht erhellen die Kerzen am Weihnachtsbaum die Investoren!
Für PropTechs bleiben Brosamen.
Vom Startup zum Wachstumsmotor
Pascale Vonmont, Präsidentin des Stiftungsrates Startupticker Foundation, stellt Wachstum ins Zentrum ihres Editorials zum diesjährigen Swiss Startup Radar. Trotz hoher Gründungsdynamik wachsen nur wenige Unternehmen über KMU-Grösse hinaus: Rund 90 Prozent bleiben klein, etwa 10 Prozent werden Scale-ups und tragen den Grossteil zu Risikokapital, Beschäftigung und volkswirtschaftlicher Wirkung bei. Früh identifizierbare Scale-ups profitieren besonders von gezielter Förderung, vor allem in der Wachstumsphase von Deeptech-Unternehmen. Die Schweiz verfügt über starke Grundlagen wie Kompetenz, Stabilität und Kapitalbasis, zeigt im internationalen Vergleich jedoch Aufholbedarf bei später Finanzierung und Jobwachstum. Internationale Benchmarks sowie Instrumente wie Swiss Startup Radar und Startupticker.ch erhöhen Transparenz, Sichtbarkeit und die Weiterentwicklung des Ökosystems nachhaltig und langfristig wirksam.
PropTech Map Switzerland
Scandens bietet gesetzeskonforme Analysen für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Egal, wo die Liegenschaft steht: Scandens bietet länderspezifische Berechnungen, korrekte Fördermittel-Ermittlungen und rechtssichere Planungsgrundlagen.
AssetOS arbeitet neu mit PURE Funds zusammen. Das Feedback zur Kooperation: Effizient, transparent, verlässlich». PURE Funds empfiehlt AssetOS, weil sie den Akquisitionsprozess messbar verbessern konnten. Sie würden mehr Deals überprüfen, fundierter entscheiden und hätten jederzeit volle Transparenz.
Siresca ist in der Kategorie (Construction) aufgeführt. Mit der cloudbasierten App und Webplattform erleichtert das PropTech Messungen, Positionierung und Dokumentation für Installateure und Projektleiter. Nach starkem Wachstum in der Schweiz und in der DACH-Region expandiert das Unternehmen nun auch nach Norditalien.
Edmund Keith von Online Marketplaces Group führte mit dem mysteriösen Gründer von semanta.ai ein Interview. Das PropTech bietet eine spannende KI-Lösung rund um die Immobiliensuche. Hier geht’s zum Interview.
Künstliche Intelligenz
Gemäss eines Artikels von Franco Faraudo auf propmodo.com verändert Künstliche Intelligenz das Screening von Mietanträgen grundlegend. Während KI Betrug vereinfacht, bietet sie gleichzeitig neue Abwehrmöglichkeiten. Betrugsversuche in Mietanträgen – etwa gefälschte Lohnabrechnungen, manipulierte Kontoauszüge oder sogar komplett erfundene Identitäten – nehmen deutlich zu. Früher erforderten solche Fälschungen technisches Know-how, heute genügen wenige Prompts. Besonders in umkämpften Wohnungsmärkten führt ein hoher Betrugsanteil zu erheblichen Kosten durch falsche Mieter, Räumungen und Mietausfälle.
Um dem zu begegnen, setzen amerikanische Vermieter auf mehrstufige Prüfverfahren: wiederholte Überprüfungen während des gesamten Bewerbungsprozesses, Echtzeit-Kreditkontrollen, Geräte-Fingerprinting und IP-Analysen. Ausserdem wird zunehmend direkt auf Datenquellen wie Banken oder Arbeitgeber zugegriffen, um Manipulationen zu vermeiden. KI-basierte Tools verbessern nicht nur die Betrugserkennung, sondern auch die Fairness – standardisierte digitale Prozesse reduzieren menschliche Fehler und Diskriminierung. So trägt KI einerseits neue Risiken in den Mietmarkt, bietet aber zugleich die wirksamsten Mittel, sie zu bekämpfen.
Bilderstellung mit KI immer besser
OpenAI hat mit GPT Image 1.5 ein neues Bildmodell veröffentlicht, das deutlich schneller und präziser arbeiten soll als sein Vorgänger. Es sei bis zu viermal schneller und folge Anweisungen wesentlich genauer, insbesondere bei gezielten Bildbearbeitungen. Änderungen beträfen nur die gewünschten Elemente, während Stil, Licht und Personen konsistent blieben. Das Modell überzeuge zudem durch exakte Texterkennung, komplexe Kompositionen und kreative Stiltransformationen. Ergänzend wurde eine neue Bilder-Oberfläche in ChatGPT eingeführt. In unabhängigen Benchmarks überträfe GPT Image 1.5 die Konkurrenz deutlich. Insgesamt markiere das Modell einen wichtigen Fortschritt für zuverlässige, professionelle KI-Bildgenerierung, schreiben die Kollegen von The Neuron. Ich habe das Titelbild zu diesem Artikel übrigens mit der neuen Version von GPT Image 1.5 erstellen lassen.
Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden?

Ausgewählte Veranstaltungen
2026 startet mit der IMMO26 vom 14.-15. Januar 2026 in der Halle 550 in Oerlikon statt.
Die Swissbau bietet Startups eine Bühne vom 20.-23. Januar 2026.
Am 2. Februar 2026 lädt die Group of Fifteen zum jährlichen Symposium im Kunsthaus Zürich. Im Jubiläumsjahr geht es um «Fortschritt statt Vorschrift – Fesseln lösen, Zukunft gestalten».
Die Schweiz hat vom 10.-12. Februar 2026 einen Pavillon an der E-World Energy & Water in Essen.
Raus in den Frühling von Cannes. Dort gibt es die nächste MIPIM vom 9.-13. März 2026.
Der kleine, aber feine Anlass, wo sich Investoren und Startups treffen, findet in Winterthur statt. Winti Ventures lädt am 15. April 2026 zur 4. Durchführung ein.
Im April lockt der Proptech Summit die Gäste vom 22. bis 23. April 2026 nach Hamburg.
Den Global Real Estate Run kann man vom 23. bis 24. April 2026 auch in Hamburg während des Proptech Summits absolvieren. Sonst einfach dort, wo es gerade passt.
Wer es weniger sportlich oder näher liebt, geht am 23. April 2026 an den 108. immoTable Ticino.
Malta im Mai muss sehr schön sein. Neben der Insel kann vom 7.-8. Mai 2026 der EU-Startups Summit entdeckt werden.
Der 109. immoTable findet am 4. Juni 2026 in St. Gallen statt.
Die REAL Estate Arena beherbergt die Branche vom 10. bis 11. Juni 2026 im Messegelände Hannover.
Am 15.-17. Juni 2026 gastiert die EXPO REAL Asia Pacific in Singapur.
Die swiss startup association organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen, welche auch für PropTechs interessant sind. Da es so viele Anlässe sind, hier der Link zur Website von ssa.
Veranstaltungen 2. Hälfte 2026
Luzern ist am 24. September 2026 Austragungsort des 110. immoTable.
Im Trafo in Baden geht am 22. Oktober 2026 der Real Estate Award 2026 über die Bühne.
Der November ist wieder reich befrachtet. Le Salon RENT findet in Paris vom 4. bis 5. November 2026 statt.
Winterthur heisst zwischen dem 5. und 6. November 2026 die Gäste der Startup Nights willkommen.
In der Serie immoTable wird die 111. Ausgabe am 26. November 2026im Limmattal durchgeführt.
Der nächste Digital Real Estate Summit findet erst 2027 statt.
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