Häuser aus dem 3D-Drucker

Veröffentlicht von proptechnews am

Häuser aus dem 3D-Drucker. PropTech Map Switzerland mit zwei spannenden Zugängen. KPMG veröffentlicht KI-Studie. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.

Und am Schluss dieses Artikels meine Empfehlung für die nächsten Veranstaltungen.

Häuser aus dem 3D-Drucker

Zu meiner Zeit als CEO von homegate.ch träumte ich vom ersten Haus, das in der Schweiz aus dem 3D-Drucker entstand. Jetzt habe ich ein spannendes Unternehmen in Deutschland entdeckt, welches sich vollumfänglich dem 3D-Druck verpflichtet hat. Rupp Gebäudedruck ist seit 25 Jahren in der Baubranche unterwegs. Gemäss eigenen Aussagen war der Schritt vom Bauexperten in den Bereichen schlüsselfertiges Bauen, Neubau, Umbau, Altbausanierung hin zum 3D-Gebäudedruck nur konsequent. Häuser aus dem 3D-Drucker.

Häuser aus dem 3D-DruckerBei der neuen Technologie wird Beton ohne den Einsatz einer Schalung in Form gebracht. Die Vorteile liegen auf der Hand: schnell, sicher, kostengünstig und mit grosser Designfreiheit. Der Druck eines Einfamilienhauses dauert durchschnittlich nur 48 Stunden. Die Planung erfolgt über BIM, inkl. der Kanäle für Wasser- und Stromleitungen. Neben individuellen Einfamilienhäusern unter dem Titel «READY2PRINT» und Modulhausarchitektur nach «READY4SPACE» erstellt Rupp Gebäudedruck in der Nähe von Ulm das erste gedruckte Mehrfamilienhaus. Es ist gleichzeitig das grösste gedruckte Haus Europas.

In der Schweiz wurde 2019 das DFAB House auf dem Nest-Gebäude in Dübendorf in Betrieb genommen. Das House war das erste mit Robotern und 3D-Druck gebaute Haus. Gibt es noch andere Beispiele in der Schweiz?

Häuser aus dem 3D-Drucker.

Events

Es hat noch Plätze beim Mittags-Workshop von SGE. Wer nach Deutschland oder Österreich expandieren will, sollte teilnehmen. Und ja, die Flughafenregion Zürich lädt zum Immobilien-Summit ein.

Swiss Circle lud zum Briefing ein. Vier sog. Members durften sich vorstellen. valuu.ch gibt es seit 2019 und seither konnten sie 2’000 Verträge mit einem Hypothekarvolumen von einer Milliarde abschliessen. Da der Postfinance-Konzern selber keine eigenen Hypotheken abschliessen darf, nutzen sie u.a. valuu.ch mit einem Netz von 35 Kreditgebern und 111 Vertriebspartnern. valuu.ch soll den Prozess vom Antrag bis zum Hypothekarvertrag voll digitalisiert haben.

Mit Fonobs und meinfertighaus.ch stellten sich zwei Vertreter der Immobilienbranche vor. Letzterer setzt auf Holz und auf Schnelligkeit. 1 Haus pro Woche oder eine Wohnung pro Tag bei einem Mehrfamilienhaus. Chapeau!

Und schliesslich noch Tayo, der Spezialist für Interaktionen. Sie sehen sich klar nicht als Mieterportal. Aktuell haben sie 300’000 Objekte im Portfolio, daraus generieren sie über 700 Aufträge an Handwerker. Tayo kann auf 30’000 Dienstleister zurückgreifen.

Und dann lud Gastgeber WüstPartner zum Networking bei einem sehr grosszügigen Apéro.

PropTech Map Switzerland

Guestready hat sich nach sieben Jahren einen neuen Auftritt geschenkt.

Ein neuer Anbieter will den Markt der Mietzinskautionen aufmischen. Evorest wurde von Marc Schuster, Gianluca Cottiati und Felix Graule gegründet. Nach eigenen Angaben haben sie gerade eine Finanzierungsrunde im 7-stelligen Bereich abgeschlossen. Evorest zielt in erster Linie auf die vielen bei den Banken schlummernden Mietkautionskonti. Das Startup will den Markt der Mietkaution revolutionieren, indem die Mieterin erstmals die Möglichkeit hat, die Mietkaution in ETFs zu investieren. Auf der Website vom VZ habe ich zu ETF diese Definition gefunden: Mit einem Exchange Traded Funds (kurz ETF) kaufen Anleger einen Anteil an einem Börsenindex wie beispielsweise dem SMI, Dow Jones oder DAX. ETF versuchen, einen Index möglichst genau nachzubilden – entweder physisch oder synthetisch. Ein spannender Ansatz, den Evorest verfolgt. Wenn ich allerdings vergleiche, wie lange die Versicherungslösungen im Markt brauchten, dann frage ich mich, ob der «klassische Mieter» schnell auf die ETF-Lösung aufspringt.

visionscan.ch hat sich auf die Digitalisierung von Gebäuden und Anlagen spezialisiert. Mit 3D-Laserscannen wird ein physischer Raum oder eine offene Umgebung bis auf jedes Detail aufgenommen. Aus diesem Scan entsteht eine Punktwolke. Daraus wird ein genaues Bestandsmodell erstellt, quasi ein Digitaler Zwilling (BIM). Ich selber habe von meinem Haus aus den 40-er Jahren keine Pläne, brauche aber immer wieder solche. Ein riesiger Markt.

Häuser aus dem 3D-Drucker. Wo sind die ConTechs dazu?

Investments

Als Übergangsmassnahme zu Horizon Europe hat Innosuisse eine Projektausschreibung für den Swiss Accelerator 2022 lanciert. Nach einem dreistufigen Evaluationsprozess hat die Schweizerische Innovationsagentur nun 53 Innovationsprojekte von KMU und Start-ups mit hohem Innovationspotenzial bewilligt. Leider habe darunter kein PropTech gefunden.

Künstliche Intelligenz

KPMG hat 300 Führungskräfte befragt, wie weit KI einen Einfluss auf ihr Geschäft habe. 65 % der Befragten bestätigten, dass KI ihre Organisation sehr stark beeinflussen werde und 77 % glauben, dass KI die wichtigste Technologie der nächsten fünf Jahre sein wird. KI solle Forschung und Entwicklung, Verkauf, Marketing und den Betrieb am stärksten beeinflussen. Dann sollte das oberste Kader der befragten Firmen sagen, wie weit sie mit der Implementierung von KI schon seien. 60 % antworteten, dass es noch 1-2 Jahre dauern werde, bis sie im Unternehmen so weit seien. Die grössten Gefahren sehen die Führungskräfte bei der Cybersecurity und Datenschutz. Und ja, sie bräuchten dringend die Fachleute, um KI im Unternehmen implementieren zu können.

«Treats to try”

Häuser aus dem 3D-Drucker

Google’s Bard can now debug and generate code in over 20 programming languages.

Magic Slides makes presentations for you based on information you feed it.

 

Häuser aus dem 3D-Drucker

Kennen Sie die Bedürfnisse Ihrer Mieterinnen und Mieter? Wie wollen diese mit Ihnen kommunizieren? Steinauer Immobilien AG bietet auf der Website das Mieter Help Center an. Arthur Andermatt hat nun gefragt, wie Defekte oder Störungen gemeldet werden sollen. 59 % der Antworten fallen auf die App der Verwaltung, gefolgt von 17 % E-Mail, 14 % Website und nur gerade 9 % Telefon. Arthur Andermatt ist sehr zufrieden mit dem Ticketingtool, hat er nun einen Überblick über die Anzahl der in Arbeit befindenden Unterhaltsaufträge und deren Fristen. Diese Zahlen erstaunen mich, bin ich kein grosser Anhänger von Mieterportalen. Die Realität scheint mir aber nicht recht zu geben.

Wohneigentümer-Studie von Houzy

Houzy hat die eigene Wohneigentümer-Studie veröffentlicht. Knapp 2’000 Wohneigentümer wurden befragt zu den Themen Energie, Immobilienkauf und -verkauf, Sanierungen und Handwerkerleistungen. Einige Highlights der Studie:

  • Mehr als 7 Prozent der Wohneigentümer wollen ihre Heizung 2023 ersetzen
  • 15 Prozent der Wohneigentümer wollen 2023 eine Solarstromanlage installieren
  • Die Schweizer sind sehr zufrieden mit der Handwerker-Qualität
  • ca. 16 Prozent der Wohneigentümer finden einen Handwerker übers Internet, Tendenz bei Jungen steigend

Wer mehr zur Studie erfahren will, findet diese hier.

Mein lieber Freund Mike DelPrete hat sich den Umsätzen der Immobilienmarktplätze angenommen. Spannend ist die Entwicklung bei Hemnet, einem schwedischen Marktplatz. Und warum? 2016 erwarb General Atlantic eine Mehrheit an Hemnet und seither zeigen die Umsätze nach oben. Wie haben sie das geschafft? Sie haben ganz einfach die durchschnittlichen Erträge pro Inserat laufend erhöht. Klingelt etwas? General Atlantic ist auch an der Swiss Marketplaces Group beteiligt.

In Frankreich hat das Immobilienportal Green Acres das Businessmodell überarbeitet. Green Acres hat auf der Website fast 300’000 Zweiwohnungen in ganz Europa. In der Vergangenheit wurden die gelieferten Leads verrechnet. Neu setzen Sie auf ein Abo-Modell für 99 Euro pro Monat.

Ausgewählte Veranstaltungen

Switzerland Global Enterprise laden am 10. Mai 2023 zu einem Workshop ein zum Thema: Expansion nach Deutschland und Österreich.

Bau und Wissen organisiert am 25./26.05.2023 in Zürich eine spannende Veranstaltung mit dem Titel: Wettbewerbsvorteile dank digitaler Transformation im Bau- und Immobilienwesen.

immotable.ch kommt am 1. Juni 2023 nach Winterthur.

Im Juni die PropTech Vienna besuchen. Dann nichts wie los am 14.6.23 nach Wien.

Der Smart!mmo Kongress lädt Interessierte am 15.6.2023 nach Spreitenbach ein.

The BIG HANDSHAKE findet am 20. Juni 2023 statt.

Der 9. Immobilien-Summit findet am 4. Juli 2023 in Dübendorf statt.

Bau und Wissen organisiert am 11./12.07.2023 auch in Bern eine spannende Veranstaltung mit dem Titel: Wettbewerbsvorteile dank digitaler Transformation im Bau- und Immobilienwesen


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