Alle zwei Jahre findet sie statt, die Swissbau in Basel. Während fünf Tagen sind sie an die Rheinmetropole gepilgert. Mich hat vor allem das Swissbau Innovation Lab interessiert. Dort wurden die aktuellen Themen rund um das Bauen der Zukunft gezeigt. Über 60 Firmen aus Industrie, Forschung, Planung, Bau und Betrieb zeigten ihre Produkte und Dienstleistungen.

Im iRoom wurden sechs digitale Fallstudien ausgestellt, welche Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation in der Bau- und Immobilienwirtschaft aufzeigen sollten. Der Andrang in den iRoom war gross, nur wer frühzeitig ein Ticket buchte, fand Einlass. Dafür wurde er aber mit sechs Visionen belohnt, wie die Wertschöpfungskette von der Bestellung, zur Planung, über die Fertigung und Erstellung bis zum Betrieb neu gedacht werden kann.

Wir bauen für’s Leben gern – Miteinander!

Die Migros Ostschweiz stellte zusammen mit ihren Partnern im icCUBE ihre Art der Zusammenarbeit auf dem Bau vor. Mein Studienkollege Marco Faiss arbeitet bei dem Revitalisierungsprojekt des Einkaufszentrums Herblinger Markt in Schaffhausen mit. Er erklärte mir, wie die zentralen Hebel der Bauwirtschaft ineinandergreifen:

  • BIM, immersive Kollaboration
  • Lean Construction Management
  • Neue Zusammenarbeit
  • Modularisierung
  • Automatisierung

Marco erklärte, dass auf der Baustelle das Umzugsunternehmen Welti Furrer für die ganze Baustellenlogistik zuständig sei. WF nehme die Anlieferungen entgegen, lagere diese in einem besonders gesicherten Bereich und bringe dem Handwerker sein benötigtes Material zeitnah zum Einbauen. Besonders eindrücklich war das virtuelle Modell der Baustelle. Jedes Detail konnte im Grossformat angeschaut werden.

Prop- und ConTechs sind bescheiden

Im Vergleich mit den Ständen der Küchen- oder Badbauer präsentierten sich die Prop- und ConTechs sehr bescheiden. Was aber im Innovation Lab gezeigt wurde, verdiente auf jeden Fall Beachtung. Neben bekannten Namen wie Siemens, Hilti, Itten Brechbühl, Swisscom, Dormakaba, pom+ waren die Jungunternehmen wie Archilyse, Flatman, Building360 oder mivune zu finden.

Partner vom Innovation Lab war SwissProp Tech. Ich habe Mario Facchinetti um eine erste Einschätzung gebeten. Mario erwähnte die ConTech Competition als ein Highlight. Im Vergleich zum früheren Lab hätten sich mehr Firmen präsentiert. Auch sei das Innovation Lab weniger BIM-lastig. Roman Schneider meinte, er sei mit Archilyse an der Swissbau, um Kunden zu treffen und potenzielle Partner für Zusammenarbeiten zu finden. Dank der Konzentration der Prop- und ConTechs würde das Innovation Lab vor allem ein interessierteres Publikum anziehen.

An der diesjährigen Swissbau wurde die 1. ConTech Competition durchgeführt. Gewonnen haben
– in der Kategorie Planung: DES Digitial Engineering Solutions
– in der Kategorie Bau: VOLIRO
Herzliche Gratulation!