In Interlaken fanden die Real Estate Days 2019 statt. Neu wird die Organisation von Corine Blesi geleitet, die ich vor einem Jahr während des CAS Digital Real Estate an der HWZ kennen- und schätzenlernen durfte. Neben viele spannenden Referaten stand auch das Networking im Vordergrund. Für mich war der Vortrag von Annabelle Gawer, Professor of Digital Economy at Surrey Business School, das Highlight. Sie sprach über “The Business of Platforms” und meinte, dass sich die Industrie (und damit meinte sie auch die Immobilienwirtschaft) dank der Digitalisierung verändere, wir aber das ganze Bild noch nicht erfassen können. Und kam sie, die PropTech Map Switzerland. Annabelle verwendete meine Karte. Grosses Glücksgefühl.

MetaProp, ein amerikanische Venture Capitalist, rechnet mit mehr Investments in PropTech. Gemäss ihrem Mid-Year 2019 Global PropTech Confidence Index wollen 64 % der PropTech-Investoren in den nächsten 12 Monaten noch tiefer in die Taschen langen. So positiv war die Einschätzung noch nie. Aber auch die PropTechs beurteilen die Situation optimistisch. 80 % der Befragten glauben, dass es eher leichter oder mindestens gleich schwer sein wird, Geld zu beschaffen. Allerdings müssen sie für diesen Geldsegen durch mehr Pitches gehen.

In der Schweiz hat sich das Startup Coozzy AG eine neue Strategie, einen neuen Namen und ein neues Management gegeben. Unter dem Brand PROPbase AG entwickelt das in Neuhausen am Rheinfall domizilierte Unternehmen die führende Plattform für den digitalen Bewirtschaftungsprozess. Der Mehrheitsaktionär stellt neu auch den CEO, der die Firma seit den ersten Schritten begleitete.

Venture Scanner veröffentlichte die aktuellsten Zahlen zu den Investments in Technologien rund um Immobilien. 80 Milliarden verteilen sich auf die verschiedenen Kategorien. Am meisten Geld floss in Such-Applikationen, vor allem für Gewerbliche Immobilien. Für die Optimierung der Prozesse standen viel weniger Mittel zur Verfügung. Also noch ein weites Feld für Investoren.