Zu Blockchain hört und liest man Unterschiedliches. Viele reduzieren Blockchain auf Cryptowährungen und sehen nicht die Technologie als Basis für unzählige Geschäftsmodelle. FIBREE ist eine internationale Organisation, welche eben Blockchain und Immobilien zusammenbringen will. Gegründet in Amsterdam in 2018 umfasst die Organisation heute Mitglieder auf der ganzen Welt. Im Board sitzen zwar nur Europäer, die Schweiz ist mit Michael Trübestein von der Hochschule Luzern vertreten.

Kürzlich ist der Fibree Industry Report Blockchain Real Estate 2019 erschienen. Auf 90 Seiten ist viel Interessantes über die Kombination von Blockchain und Real Estate zu lesen. Auf der Zeitachse wird ersichtlich, dass die Entwicklung von PropTech im Vergleich z.B. zu FinTech nur schleppend vorangeht. Seit 30 Jahren bewegt sich die Immobilienwirtschaft langsam Richtung Digitalisierung.

Die Autoren des Reports sehen drei hauptsächliche Anwendungen von Blockchain in der Immobilienwirtschaft:
1) Transaktionen
2) Tokenization
3) dezentrale Infrastruktur
Fazit: Ohne digitiale Immobiliendaten keine Blockchain!

Im internationalen Vergleich platziert sich die Schweiz hinter USA, Grossbritannien und Singapore auf dem 4. Rang. Auf der Liste der 22 wichtigsten Städte für Blockchain und PropTech sind Zürich und Zug aufgeführt. Wir haben uns international eine sehr gute Ausgangslage geschaffen, nun muss im Inland die Entwicklung in der Breite vorangehen.

Zu den wichtigsten Blockchain-Ländern sind im Report noch Details zu finden. So werden in der Schweiz Ethereum, Tezos und Polkadot am meisten für Blockchain-Applikationen genutzt. Gemäss der Autoren sind crowdlitoken, element36 und Elea Labs die vielversprechendsten Startups. Sehr schmeichelhaft ist die Einschätzung zum Stand der Digitalisierung der Immobilienwirtschaft in der Schweiz: mostly digital!

Als CEO eines PropTech-Startups werde ich täglich auf den Boden der Realitität heruntergeholt.

Der ganze Report kann auf https://fibree.org/ heruntergeladen werden.