Roland Gubler von pom+ erklärte Blockchain mit einem weltweiten Rätselraten. Wer das Rätsel löst, also den Hash herausfindet, erhält als Miner nicht ein Hotelaufenthalt, sondern eine Entschädigung in Cryptowährung. Gubler ist eher ernüchtert über die Entwicklung von Blockchain in der Schweiz. Die führende Position unseres Landes haben wir an andere Standorte verloren. Er befürchtet, dass die Wertschöpfung an internationale Plattformen abwandert.

Einsatz von Blockchain
Für die Immobilienwirtschaft bringt der Einsatz von Blockchain eine grosse Transaktionseffizienz für wiederkehrende Geschäftsfälle. Stichworte sind: Eigentums- und Grundregister, Liquidität der Märkte, Prozessautomatisierung, strategisches und operatives Objektmanagement, Prozessmanagment, BIM.

Roland erklärt Blockchain anhand des guten alten Büchleins für Posteinzahlungen. Während früher nur die Post wusste, dass ich eine Einzahlung machte, wissen heute mit der Blockchain alle mit dem “Büchlein”, dass ich bezahlt habe. Früher herrschte Datenmonarchie, heute sprechen wir von Datendemokratie. Wenn nun in meinem “Büchlein” eine Seite vollgeschrieben ist, wird sie versiegelt. Ich kann keinen früheren Eintrag ändern. Schlimmer noch: Alle mit dem “Büchlein” wissen von meinem Korrekturversuch und ich werde von der Transaktion ausgeschlossen. Die Blockchain kann eben nicht verändert werden.

Blockchain heisst Vertrauen
Blockchain ist entstanden während der letzten weltweiten Finanzkrise. Der Vertrauensverlust ins Finanzsystem führte schliesslich zur Innovation. Bei der Blockchain kenne ich den einzelnen Teilnehmer nicht. Trotzdem arbeite ich mit ihnen zusammen, weil ich dem dezentralen System vertraue. Unter dem Namen FIBREA ist ein Netzwerk entstanden, welches den Austausch zwischen Immobilienwirtschaft, Technologie und Blockchain fördern soll. Die Schweiz wird im Managementteam durch Michael Trübestein vertreten.

Digital Building by Post Immobilien

Stefan Dürig stellt das Konzept von Post Immobilien vor mit Smart Building, Smart Services und Management Services. Mit IntelliClean hat Post Immobilien ein System entwickelt, welches die “Aufräumerin” (so heissen die Putzfrauen bei der Post) über das Tablet intelligent zum nächsten Ort steuert, wo sie dann putzen soll. Solche interne Projekte können als white label dem Drittmarkt angeboten werden. So versucht Post Immobilien, die Entwicklungskosten wieder einzuspielen. Grosse Chancen sieht Stefan bei Predective Maintenance. Bei der Reinigung von Photovoltaik-Anlagen zeigte sich, dass mit dieser Massnahme der Putzrhythmus von 4 auf 6 Jahre gestreckt werden konnte. Stefan Dürig erwähnt die Schwierigkeiten beim Wandel einer traditionellen Organisation in eine datengetriebene Organisation. Es geht auch hier um Menschen. Diese müssen abgeholt werden, dann lassen sie sich für den Wandel begeistern.