Mit unzähligen Superlativen wurde “The Edge” bedacht (siehe auch http://ovgrealestate.de/cases/the-edge) – smartest, greenest, most intelligent. Der grösste holländische Projektentwickler OVG Real Estate startete die Planung für das Gebäude vor fast 10 Jahren. Cees van der Spek meinte, dass bis zum Bezug von The Edge einige Fehler gemacht worden seien. Diese würden nun bei einem Neubau gleich um die Ecke ausgemerzt. Das ganze Gebäude lässt sich über eine App steuern. Nach van der Spek wird die Bedeutung der Technologie in der Immobilienbranche stark zunehmen, allerdings sieht er gerade bei seiner Branche noch einen grossen Aufholbedarf. OVG arbeitet deshalb intensiv mit Technologiefirmen zusammen, um frühzeitig bei neuen Entwicklungen dabei zu sein. Im ganzen Haus stehen übrigens Kaffeemaschinen des Schweizer Herstellers Schaerer, weil nur dieses Produkt den hohen Anforderungen entsprach.

Nach Hightech tauchte die Schweizer Delegation der SwissPropTech Exchange 2017 in einen ganz anderen Kosmos. B. Amsterdam ist nach eigener Aussage das grösste Startup-Ökösystem in Europa (http://b-buildingbusiness.com/amsterdam/#top). Auf 40’000 m2 tummeln sich Kreative, Innovative, lone wolfs, welche zusammen arbeiten, entwickeln, tüfteln, sich inspirieren lassen. Dem grauhaarigen Besucher fällt auf, dass seine Generation in B. Amsterdam praktisch nicht vertreten ist. Wie soll die Immobilien-branche die Bedürfnisse der jungen arbeitenden Generation wahrnehmen, wenn sie in solchen Betrieben nicht präsent ist?

In seiner Begrüssung erwähnte Wouter Truffino von Holland PropTech die Aktivitäten von GAFA Google, Apple, Facebook und Amazon. Die weltweit agierenden Giganten würden ihre Kunden oder Mitglieder immer mehr ins traute Heim “verfolgen”. Die daraus gewonnenen Daten sind ja bekanntlich das neue Gold unserer Zeit.

Abgerundet wurde die erste SwissPropTech Exchange mit einem Besuch bei Schiphol Airport. Willem van der Ven zeigt eindrücklich den Weg zu Schiphol Airport City auf. Allerdings meinte er, dass bei aller Technologie der Mensch nicht vergessen gehen dürfe. Interessant ist auch die Zusammenarbeit des Flughafens mit Microsoft. Dieses Unternehmen hat gerade den Mietvertrag am Flughafen um weitere 10 Jahre verlängert. Zusammen mit Schiphol Airport will Microsoft seinen Showcase smart cities umsetzen.