PropTech Map Switzerland trotzt der Hitze

Veröffentlicht von proptechnews am

PropTech Map Switzerland trotzt der Hitze

PropTech Map Switzerland trotzt der Hitze. ULI PropTech Innovation Challenge und winti ventures jetzt anmelden. DeepTech Schweiz. Studie Marketplaces. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.

Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.

PropTech Map Switzerland trotzt der Hitze

In der Kategorie «Construction» ist neu brickit.ch dabei. Dieses PropTech will das Betriebssystem fürs Schweizer Handwerk bieten. Ebenso neu in dieser Kategorie ist aivala.ch, eine Plattform, welche Lebensqualität rund um Bauprojekte verspricht. Cytan, ebenfalls in «Construction», hat ein neues Logo erhalten.

In der Kategorie «Rental» gibt es neu flatmaster.ch. Dieses PropTech hat sich der digitalen Wohnungsbewerbung angenommen.

Neu in der Kategorie «Services» ist immolex.ch. Das PropTech verspricht die längste Zeitreihe mit Immobilien-Insights. Nachdem ich nun seit einem Vierteljahrhundert mich mit Immobilien, Daten, Startups befasse, ist mir ein Anbieter immolex.ch noch nie aufgefallen. Man lernt nie aus!

Schliesslich hat die Kategorie «Software ERP CRM» mit propertycloud.ch Zuwachs erhalten. Hier geht es um neue Freiheiten bei der Vermarktung von Immobilien.

Ende Juni 2026 sind 487 PropTechs auf der PropTech Map Switzerland aufgeführt. PropTech Map Switzerland trotzt der Hitze.

Events

Die HWZ hat die Alumni der Real Estate-Aus- und Weiterbildungen zu einem Kaminfeuergespräch eingeladen. Moderator Markus Streckeisen tauschte das Bild mit dem lodernden Feuer durch eine Strandlandschaft. Gast an diesem Abend war Daniel Ducrey, CEO der Mobimo. Er erzählte, wie er vom Hochbauzeichner zum CEO eines der grossen Schweizer Immobilienunternehmen wurde. Dabei verlief seine Karriere überhaupt nicht gradlinig. Sie war eher geprägt vom Willen, sich laufend beruflich weiterzuentwickeln und dabei auch Umwege in Kauf zu nehmen. Ducrey erzählt offen, wie damals sein Rucksack für eine Position in die Geschäftsleitung noch nicht genug gefüllt gewesen sei. So absolvierte er vorgängig eine Managementausbildung mit Fokus BWL.

Daniel Ducrey war nicht nur Gast an diesem Abend, er war auch Alumni. Kürzlich schloss er den Smart Real Estate Data, AI & Values HWZ ab. KI war bei dieser Weiterbildung ein fester Bestandteil. KI nimmt Schritt für Schritt mehr Raum ein, sei es im Beruf, sei es im Privatleben. Für Ducrey ist es enorm wichtig, dass auch der Chef eine minimale Ahnung von KI hat. Deshalb muss nach jeder Aus- und Weiterbildung das Gelernte angewendet werden können, um berufliche Brillanz zu erzielen. 

Votum für Lifebalance

Die Ausführungen vom CEO der Mobimo waren sehr persönlich. Sei es, als er von persönlicher Reife, vom abgebrochenen Studium oder vom Wechsel nach Indien erzählte. Die Tätigkeit in diesem Land sei eine riesige Herausforderung gewesen. Die bekannten Muster wären plötzlich nichts mehr wert gewesen. Als Beispiel zählte er auf, dass in Indien Beton nicht einfach mit dem Lastwagen angeliefert werde, sondern noch vor Ort mit der Schaufel gemischt würde. Man gewinne als Team, würde aber alleine verlieren, so Ducrey. Aus dem Publikum kam die Frage, ob eine Karriere mit einem 60 oder 80 % Pensum möglich sei? Daniel ist da eher skeptisch, versteht aber die Ansprüche der jungen Mitarbeitenden. Wenn alle 80 % arbeiteten, hätte derjenige mit 85 % Engagement grössere Chancen auf Karriere. Zum Schluss sprach er sich klar für Lifebalance aus, wo die Leidenschaft im Beruf gleichberechtigt neben dem Privatleben Platz haben soll.

Umwälzungen bei der HWZ

Nadine Eve Rusch-Schenker ist seit Januar 2025 Leiterin des Departements Banking & Finance, Controlling und Real Estate an der HWZ. Gerade erlebt der Bereich einige Umwälzungen. Bei Real Estate steht der CAS Smart Real Estate Data, AI & Values HWZ im Vordergrund.

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Winti Ventures für Startups, deine Chance!

Wer kann sich bewerben? Startups in einer aktiven Fundraising-Phase.
Was wir erwarten: Pre-Money Bewertung unter CHF 5 Mio. Hoch skalierbares und/oder innovatives Geschäftsmodell. Geplantes Closing der Finanzierungsrunde maximal 3 Monate nach der Veranstaltung.
Bewerbungsschluss: 14. August 2026

ULI PropTech Innovation Challenge

Die PropTech Innovation Challenge (PIC) ist ein Wettbewerb des ULI, welcher nunmehr in der vierten Ausgabe ausgerichtet wird. Ich widme der PIC heute diesen Platz, weil ich als Jurymitglied dabei sein werde.

Hier geht’s zur ULI PropTech Innovation Challenge.

Investments

Die Schweiz festigt ihre Position als weltweit führender Deep-Tech-Standort. Laut dem aktuellen Swiss Deep Tech Report 2026 fliessen 63 Prozent des gesamten Risikokapitals in Deep-Tech-Unternehmen – mehr als in den USA oder China. Das Investitionsvolumen erreichte 2025 mit 2,6 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert und hat sich innerhalb von zehn Jahren nahezu verfünffacht.

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Besonders stark entwickelt sich die Schweiz in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik und zukünftige Rechentechnologien. Getragen wird das Ökosystem von Spitzenhochschulen wie der ETH Zürich und der EPFL Lausanne, die europaweit die meisten Deep-Tech-Spin-offs hervorbringen. Gleichzeitig gewinnt die Schweiz als Zentrum eines grenzüberschreitenden „Alpine Tech Superclusters“ an Bedeutung.

Internationale Investoren spielen dabei eine zentrale Rolle und stellen den Grossteil des Kapitals für grosse Finanzierungsrunden bereit. Während BioTech lange dominierte, wachsen heute vor allem KI- und Robotik-Startups. Die Kombination aus Forschung, Talent und Kapital macht die Schweiz zu einem der attraktivsten Deep-Tech-Hubs weltweit.

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Der Swiss Deep Tech Report 2026 wurde erstellt von Dealroom News, Deep Tech Nation SwitzerlandFounderfulKickfund, and Startupticker.ch.

Künstliche Intelligenz

KI-Infoabend für Unternehmerinnen und Unternehmer. Dies war der Titel einer Veranstaltung, welche von avendo.ch organisiert worden war. Ziel des Abends war, den Gästen praktische Anwendungen von KI im Unternehmensalltag aufzuzeigen. Den Auftakt machte Ficht Hämmerli von avendo.ch. Er sieht die KI irgendwann als digitaler Angestellter, welche nicht nur Routineaufgaben erledigen wird. Ficht zeigte, wie sie mit KI bei avendo.ch nach einem Erstgespräch mit einem potenziellen Kunden eine massgeschneiderte Offerte erstellen können. Klein anfangen und stetig ausbauen, empfahl Ficht.

Bilder lassen sich heute nicht mehr unterscheiden in KI oder real. Marvin Richner von Equipe zeigte, wie sich schwierige Objekte mit einer geschickten Kombination von Social Media und Whats App besser verkaufen lassen. Im konkreten Beispiel wurde der Makler richtiggehend überrannt mit Whats App-Anmeldungen für Besichtigungen. Laut Marvin wurde ein grosser Teil der Wohnungen dank der Kampagne verkauft. Beim zweiten Praxisbeispiel zeigte Marvin Videos, welche für den Verkauf von gebrauchten Staplern angefertigt wurden. Dank KI wurden die Video in die Landessprachen französisch und italienisch übersetzt. In eindrücklicher Qualität. Allerdings würde eine 1:1 Übersetzung nicht reichen. Gerade wenn in der Werbung Schweizer Dialekte eingesetzt würden, müssten die Texte den regionalen Anforderungen angepasst werden. Oder anders gesagt: Der Zürcher Dialekt funktioniert in Bern nur bedingt.

KI in die Kernprozesse bringen

Die Forderung von Andrin Knoll von IntelliLab war klar: KI muss in die Kernprozesse integriert werden. Er forderte, dass die Unternehmen Tüftler beschäftigen sollten, welche sich mit KI befassten.

Phil Büchler von SwissAI und Codeplay beleuchtete, wie KI zu einem Wettbewerbsvorteil werden kann. Dank KI schneller lernen, schneller liefern, schneller korrigieren, so Phil. Dazu müssten wir aber unsere Prozesse kennen. Wo verlieren wir Zeit? Am Anfang jeder KI steht eine kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Prozessen.

Zum Schluss der Referate gab es noch Gedanken von Patrick Mollet zum Thema „Wie KI unsere Arbeit, die Unternehmenskultur und die Führung verändert“. Er meinte, dass KI heute von vielen Unternehmen als Begründung für die Massenentlassungen herhalten müsste. KI tönt halt „besser“ als „Reorganisation“ oder „Anpassung der Unternehmensstruktur“. Im Harvard Business Review wurde treffend festgehalten: „AI Doesn’t Reduce Work – It Intensifies It“. Die Erwartungen an die Mitarbeitenden werden zunehmen, alle wird schneller und von allem schneller mehr. Ein grosses Problem sieht Patrick bei der „Vermenschlichung“ der KI. Wie geht ein Team damit um, wenn einer der Mitarbeiter ein KI-Agent ist? Er hält klar fest: KI-Projekte sind keine Technologieprojekte, es sind Kulturprojekte. Führung muss neu gedacht werden und es braucht eine Innovations- und Fehlerkultur. Da frage ich mich mit Blick auf meine lange berufliche Tätigkeit, war dies nicht schon vor KI die Forderung an die Unternehmen?

Ein spannender Abend, von avendo.ch perfekt organisiert. Was ist mir aufgefallen?
  • Die jungen Referenten beherrschen trotz KI (oder gerade wegen KI?) die Gestaltung von Folien nicht. Eine kreative Faustregel besagt, dass die kleinste verwendete Schriftgrösse dem Alter des ältesten Zuschauers, geteilt durch zwei, entsprechen sollte
  • Während des ganzen Abend wurde von Effizienz, von Produktionsgewinnen gesprochen. Sollte KI nicht auch die Qualität unserer Arbeit steigern?
  • Wo bleiben die Frauen? Auf der Bühne standen nur Männer. Ich bin mir sicher, dass es ganz viele Frauen gibt, die genauso interessant über KI berichten können.

Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden? Die Auflösung ist am Schluss nach den Veranstaltungen zu finden.

 

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Immobilienportale

Studie “The Future of Classifieds & Marketplace Monetization”

hy Consulting Group hat die Studie „The Future of Classifieds & Marketplace Monetization“ veröffentlicht. Autorin Anne Ringbeck hat diese fünf Takeaways herauskristallisiert:

  • Listing- und Slot-Modelle bleiben wichtig, aber hybride, outcome-basierte Modelle werden in Zeiten von KI relevanter
  • Value-Based Pricing ist ein wichtiger Hebel, um Share of Inventory and Wallet zu maximieren, und setzt granulare Segmentierungen und komplexere Preisstrategien voraus
  • Seeker-Monetarisierung kann sich zu einem spannenden Wachstumshebel etablieren, insbesondere in Zeiten mit einer starken Supply-Seite
  • KI verändert Plattform-Experience, -Suche und -Sichtbarkeit grundlegend und viele Plattformen reagieren bereits mit GEO-Strategien (Generative Engine Optimization), um ihre Position zu sichern
  • Proprietäre Daten, Vertrauen in die Plattform-Marke und Conversion-Hoheit werden zum „Moat“ gegen AI-Disintermediation

Hier geht’s zum vollständigen Classifieds Report “The Future of Classifieds & Marketplace Monetization” von hy Consulting Group, welche am 2. Juni 2026 veröffentlicht wurde.

Podcast mit CEO von Vend

Share Prices, Narratives, AI Experimentation. Dies sind die Themen des PPW-Podcasts mit Edmund Keith und Harvey Hancock von Property Portal Watch sowie Christian Printzell Halvorsen, CEO von Vend. Wie lebt es sich als CEO, wenn der Börsenkurs seit längerem nach unten zeigt. Christian ist da nicht allein. Er teilt sein Schicksal mit Christoph Tonini, CEO der Swiss Marketplace Group. Deren Kurs liegt aktuell bei CHF 23.50 oder 52 % tiefer als beim IPO.

Compass ist grösser als Zillow. Dies berichtete Mike DelPrete in seinem Newsletter. Am 18. Juni übertraf die Marktkapitalisierung von Compass erstmals die von Zillow: 7,47 Milliarden US-Dollar gegenüber 7,43 Milliarden US-Dollar. Warum das wichtig ist: Es spiegelt die sich wandelnden Machtverhältnisse zwischen Maklerunternehmen und Immobilienportalen wider – teilweise angetrieben durch exklusive Objektbestände – in einer Branche im Umbruch.

Die Marktkapitalisierung eines Unternehmens ist ein Indikator dafür, wie die öffentlichen Märkte die aktuelle Position und die Zukunftsaussichten des Unternehmens einschätzen: seine Macht und sein Potenzial. Im vergangenen Monat veröffentlichte Mike eine Analyse, in der er die Marktkapitalisierungen von Zillow und Compass verglich; damals war Zillow noch etwa 2 Milliarden US-Dollar mehr wert als Compass. Seitdem ist der Börsenwert von Compass weiter gestiegen, während der von Zillow weiter gesunken ist.

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Exklusive Inserate waren schon bei homegate.ch wichtig

Dies ist das Ergebnis einer Strategie zur Sicherung exklusiver Objektbestände, die Compass seit 2024 konsequent verfolgt (deren Anfänge jedoch schon viel früher, im Jahr 2019, erkennbar waren). Anfang 2025 sagte Mike: Exklusive Inhalte haben das Potenzial, die bestehenden Machtverhältnisse in der gesamten Branche grundlegend zu verändern …“. Er hat diese Entwicklung in den letzten zwei Jahren genau verfolgt – von eigenen Recherchen bis hin zur Teilnahme an Gerichtsverhandlungen.

Fazit: Die Verschiebung der Marktkapitalisierung ist nicht allein auf exklusive Objektbestände zurückzuführen; auch KI, Google, rechtliche Faktoren und das makroökonomische Umfeld spielen eine Rolle. Dies ist ein bedeutender Wandel. Wer hätte vor fünf oder zehn Jahren vorausgesagt, dass ein US-Maklerunternehmen grösser sein würde als das grösste Immobilienportal. Morgen mag sich die Lage schon wieder ändern, doch das ändert nichts an dem, was letzte Woche zum ersten Mal geschehen ist: Die Machtverhältnisse verschieben sich.

Ausgewählte Veranstaltungen

Fehlt ein Anlass mit Bezug zu PropTech? Einfach melden an heinz.m.schwyter@schwyterdigital.ch

Die swiss startup association organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen, welche auch für PropTechs interessant sind. Da es so viele Anlässe sind, hier der Link zur Website von ssa.

Am 26. August 2026 organisiert Csaba von Zalan wieder seine bestens bekannte Paprika ImmoGolf Gentlemen Challenge.

Einer meiner liebsten Investoren-Anlässe: Winti Ventures lädt zur fünften Runde am 9. September 2026.

Luzern ist am 24. September 2026 Austragungsort des 110. immoTable.

Im Trafo in Baden geht am 22. Oktober 2026 der Real Estate Award 2026 über die Bühne.

Der November ist wieder reich befrachtet. Le Salon RENT findet in Paris vom 4. bis 5. November 2026 statt.

Winterthur heisst zwischen dem 5. und 6. November 2026 die Gäste der Startup Nights willkommen.

An der fuckup night von Smino wird am 12. November 2026 über Misserfolg und die Lehren daraus berichtet.

In der Serie immoTable wird die 111. Ausgabe am 26. November 2026 in St. Gallen durchgeführt.

Veranstaltungen 2027

Den nächsten Digital Real Estate Summit gibt es erst 2027 wieder.

Die IMMO27 findet vom 13. bis 14. Januar 2027 statt.

Am 1. Februar öffnen sich die Türen des Kunsthauses Zürich für das 26. Symposium der Group of Fifteen.

Beim Besuch der REM SWISS 2027 vom 2. und 3. März 2027 können die Französischkenntnisse aufgefrischt werden.

Französisch spricht man auch an der MIPIM. Vom 15.-19. März 2027 trifft sich die Branche wieder am Mittelmeer.

Hamburg ist vom 14. bis 15. April wieder Gastgeber des PropTech Summit und des Construction Summit.

Warum nicht Malta im Frühling? Vom 13. bis 14. Mai 2027 findet der EU-Startups Summit statt.

Die Flughafenregion Zürich lädt am 1. Juni 2027 zum nächsten ImmoSummit ein.

Am 7. Juni rückt Rotkreuz ins Zentrum mit der 2. Konferenz AI@RE.

 

Das Bild mit dem Skater mit rotem Umhang ist KI, während das Bild mit der Skater mit den weissen Hosen real ist.

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