PropTechs mit viel Verbesserungspotenzial

Veröffentlicht von proptechnews am

PropTechs mit viel Verbesserungspotenzial

PropTechs mit viel Verbesserungspotenzial. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.

Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.

PropTechs mit viel Verbesserungspotenzial

Der 8. Swiss PropTech Report wurde kürzlich veröffentlicht. Ich bin stolz, mit proptechnews.ch Partner des Reports zu sein. Aber ich bin mit der Leistung der PropTechs nicht zufrieden. Mehrere hundert Kontakte wurden angeschrieben, den Fragebogen haben schliesslich 36 Unternehmen ausgefüllt. Die Erwartungen beispielsweise an Swiss PropTech sind hoch. Die Organisation soll Kontakte herstellen zwischen PropTechs, potenziellen Kunden und Investoren. Und wenn dann eine kleine Gegenleistung nötig wird, dann versagt die Community. Meine klare Erwartung an die PropTech Community: Mindestens eine Verdoppelung der Antworten beim nächsten Report.

Wichtigste Erkenntnisse

Mehr als die Hälfte aller PropTechs geben an, dass sie 1. ihre Kunden effizienter machen, 2. ihren Kunden Geld sparen und 3. verschiedene Prozesse automatisieren können. Nach eigener Einschätzung der PropTechs besteht zwar das Potenzial für Disruption, doch wird dieses in ihrer Selbsteinschätzung als weniger wichtig eingestuft. Komplett fehlt eine Aussage, dass PropTechs zur Qualitätssteigerung bei ihren Kunden beitragen würden.

Bei der Internationalisierung sieht es immer noch schlecht aus. 97 % der Antworten fielen auf die Schweiz und nur 28 % auf Deutschland oder 11 % auf Österreich. Ausserhalb Europas sind nur gerade 3 % aktiv, also gerade mal 1 PropTech. Ich bemängle seit Jahren die fehlende Bereitschaft, international zu gehen. Viele PropTechs haben einen Kunden in Zürich, dann einen in Bern und schliesslich sogar einen in Lausanne. Und das wird dann als «international» verstanden.

Wo bleibt die Profitabilität?

Erfreulicherweise sind auch im letzten Jahr die Erträge gestiegen. Auch für die Zukunft werden höhere Erträge erwartet. Leider fehlt eine Aussage im Swiss PropTech Report zur Profitabilität. Gerade für Investoren ist dies eine der wichtigsten Kennzahlen. Rückschlüsse lassen sich ableiten aus der Frage nach dem Finanzierungsgrad des Unternehmens. Über zwei Drittel der Antworten entfielen auf «self-financing», beispielsweise aus Gewinnen. Im nächsten Report würde ich gerne eine klare Antwort zur Profitabilität sehen. Auch zukünftige Entwicklungen wollen die Hälfte der PropTechs selber finanzieren.

Mehr Kunden nötig

Zu den grössten Herausforderungen zählt die Verbreiterung der Kundenbasis. Bei Entscheidungszyklen von bis zu 15 Monaten ist dieses Anliegen verständlich. Vier von 36 Antworten adressieren genau dieses Problem.

Nicht weiter verwunderlich wird Künstliche Intelligenz mit 69 % als wichtigster Trend angegeben. KI soll interne und externe Prozesse beschleunigen. Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung kommen gerade mal auf 20 %. Grössere Effizienz wird mit 83 % der Antworten als grösster Gewinn von KI bezeichnet. Leider fehlt auch hier eine Aussage zur Qualität. Steigert KI auch die Qualität der Arbeit, der Produkte, der Dienstleistungen? Vielleicht gibt es im nächsten Report dazu eine Antwort. Die grosse Mehrheit der befragten PropTechs nutzen KI bereits. Allerdings fehlen auch hier Details zur Anwendung. Schreibt KI einfach Texte oder komplexe Codes?

PropTechs mit viel Verbesserungspotenzial.

Events

Die Aufmerksamkeit der Immobilien- und der Prop-Tech-Welt ist vom 24. bis 26. März 2026 auf die REM SWISS 2026 in der Westschweiz gerichtet. An Anlass selber wird der Prix de l’Innovation ausgerichtet. Nun sind die sechs Finalisten bekannt. In der Kategorie «Solution digitales» sind es SOLARSPLIT, eVeoWash und akenza.io, während in der Kategorie «Solution construction» Raven, Origo und Arcalignum um die Krone kämpfen.

Cybersicherheit als Innovationstreiber

Die Swiss Marketplace Group hat erstmals einen SMG Cybersecurity Day durchgeführt. Mit diesem Anlass soll der Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Behörden gefördert werden. Den Auftakt machte CEO Christoph Tonini und er betonte, wie wichtig Vertrauen für digitale Marktplätze sei. Die Sicherheit müsse laufend gestärkt werden. Anschliessend gab das SMG Group Security, Safety und Trust Team (was für eine Bezeichnung) Einblicke in die tägliche Arbeit. Der Direktor des Bundesamtes für Cybersicherheit (ja, auch das gibt es) ordnete Cybersicherheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe ein. Ein wichtiger Anlass zu einem wichtigen Thema.

Investments

Andreas Riegler von APEX Ventures hat in einem kürzlichen Linkedin-Post die Switzerland Family Offices Map. Vielleicht gibt es Hinweise auf potenzielle Geldgeber.

PropTechs mit viel Verbesserungspotenzial

Financial Times hat nach 2024 das neue Ranking der führenden europäischen Startup Hubs veröffentlicht. Aufgelistet sind 150 Hubs, 8 davon sind aus der Schweiz. Leader ist der Münchner Hub UnternehmerTUM. Unter den ersten 10 Nennungen ist Venture Kick auf dem 6. Platz. Drei von 8 Schweizer Hubs stammen aus Winterthur, aus dem Umfeld der ZHAW. Wer die ganze Rangliste anschauen will, findet diese hier.

PropTech Map Switzerland

In der Kategorie «Finance» ist neu layerfinance.com. Das Unternehmen mit Sitz in Zug ist spezialisiert auf komplexe Finanzierung, auch von Immobilien. Die Kategorie «Construction» wird ergänzt mit ravenisystems.com, während in der Kategorie «Smart Building IOT» neu solarsplit.com aufgeführt ist.

Houzy erweitert die Dienstleistungspalette. Mit «Baugesuch Pro» bündelt Houzy die verschiedenen Quellen und zeigt proaktiv, welche Bauvorhaben in der Region anstehen. Somit entfällt der mühsame Umweg über die Gemeindewebseiten. Der neue Service soll CHF 4.90 pro Monat kosten, im Moment läuft eine Aktion für CHF 2.90 pro Monat.

PropTechs mit viel Verbesserungspotenzial

Künstliche Intelligenz

Gemäss AIM Group hat LeBonCoin nach Zillow und ImmoScout24 eine App innerhalb von ChatGPT gestartet. Seit dem 9. Februar können Nutzer per natürlicher Sprache im gesamten Katalog mit rund 88 Millionen Anzeigen suchen. Das Tool filtert Ergebnisse direkt im Gespräch; beim Klick wird man mit passenden Kriterien auf die Website weitergeleitet. Laut CTO Julien Jouhault eröffnet die Partnerschaft neue Nutzungsmöglichkeiten und vereinfacht die Suche erheblich. Besonders im Immobilienbereich soll die dialogbasierte Recherche schneller, präziser und intuitiver werden, Projekte besser qualifizieren und den Zugang zu relevanten Angeboten effizienter machen.  LBC gehört zur Adevinta Gruppe, welche in verschiedenen Ländern Marktplätze betreibt. Kürzlich hat LBC die Plattform A Vendre A Louer geschlossen.

Harvey von OnlineMarketplaces erwähnt in seinem Artikel weitere Lösungen von Redfin, realestate.com.au, Square Yards, Rightmove und Sahibinden in der Türkei, welche mit ChatGPT oder generell mit KI arbeiten.

Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden?

       

 

PropTechs mit viel Verbesserungspotenzial.

Der Absturz des Aktienkurses der SMG war kürzlich Cash und Handelszeitung sogar ein Artikel wert, beide Titel gehören übrigens zum Ankeraktionär Ringier. Laut Cash soll mit Blackrock ein «Grossaktionär der ersten Stunde» langsam aber sicher die Geduld verlieren. Die Amerikaner haben Aktien verkauft. Blackrock zeichnete beim Börsengang Aktien zu 46 Franken pro Stück und sie nahmen dafür rund 150 Millionen Franken in die Hand. Die damals mit dem IPO beauftragten Banken sehen immer noch Kursziele zwischen 41 und 47 Franken, während die UBS am Zwölf-Monats-Kursziel von CHF 57.50 festhält. Aktuell liegt die Aktie unter 30 Franken, was einem Wertverlust von 40 % entspricht. SMG quo vadis?

Der britische Marktführer Rightmove hat mit NatWest eine dreijährige Zusammenarbeit für die Vermittlung von Hypotheken unterschrieben. Rightmove integriert das Angebot von NatWest in seinen Tools wie Hypotheken- oder Renovationsrechner, Bewertung.

Ausgewählte Veranstaltungen

Raus in den Frühling von Cannes. Dort gibt es die nächste MIPIM vom 9.-13. März 2026.

St. Gallen ist vom 19.-20. März 2026 mit dem START Summit Zentrum der Startups.

Und von der Ostschweiz geht es in die Westschweiz an die REM Suisse, welche vom 24.-26. März 2026 stattfindet.

Der kleine, aber feine Anlass, wo sich Investoren und Startups treffen, findet in Winterthur statt. Winti Ventures lädt am 15. April 2026 zur 4. Durchführung ein.

Im April lockt der Proptech Summit die Gäste vom 22. bis 23. April 2026 nach Hamburg.

Den Global Real Estate Run kann man vom 23. bis 24. April 2026 auch in Hamburg während des Proptech Summits absolvieren. Sonst einfach dort, wo es gerade passt.

Wer es weniger sportlich oder näher liebt, geht am 23. April 2026 an den 108. immoTable Ticino.

Malta im Mai muss sehr schön sein. Neben der Insel kann vom 7.-8. Mai 2026 der EU-Startups Summit entdeckt werden.

Der 109. immoTable findet am 4. Juni 2026 in St. Gallen statt.

Die REAL Estate Arena beherbergt die Branche vom 10. bis 11. Juni 2026 im Messegelände Hannover.

Am 15.-17. Juni 2026 gastiert die EXPO REAL Asia Pacific in Singapur.

Die swiss startup association organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen, welche auch für PropTechs interessant sind. Da es so viele Anlässe sind, hier der Link zur Website von ssa.

Veranstaltungen 2. Hälfte 2026

Luzern ist am 24. September 2026 Austragungsort des 110. immoTable.

Im Trafo in Baden geht am 22. Oktober 2026 der Real Estate Award 2026 über die Bühne.

Der November ist wieder reich befrachtet. Le Salon RENT findet in Paris vom 4. bis 5. November 2026 statt.

Winterthur heisst zwischen dem 5. und 6. November 2026 die Gäste der Startup Nights willkommen.

In der Serie immoTable wird die 111. Ausgabe am 26. November 2026im Limmattal durchgeführt.

Veranstaltungen 2027

Nach der ersten erfolgreichen Durchführung in der Halle 550 findet die IMMO27 vom 13. bis 14. Januar 2027 statt.

Den nächsten Digital Real Estate Summit gibt es erst 2027 wieder.

 

 

Heute habe ich die Originalerklärung zu den beiden Bildern von The Neuron übernommen: A is real (awesome project from RwanLinkCryZenX  apparently spent 8 years making their own Ocarina of Time remake too), and B is AI (SeeDance 2.0… wild. If you like that one, check out historical events as video games too, though fair warning, its a bit violent / spicy).

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