Avendo innovative Maklersoftware

Avendo innovative Maklersoftware. PropTech Map Switzerland mit neuen Zugängen. 10 Milliarden Wert, aber noch kein Produkt. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.
Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.
proptechnews.ch wünscht angenehme Sommertage und gute Erholung vom Alltag!
Avendo innovative Maklersoftware
Am Kongress The Big Handshake war CEO Roland Schüpfer auf der Bühne, als es um die Vermarktung von Immobilien ging. Im aktuellen SwissPropTech Magazin beschreibt sich avendo.ch als Anbieter einer umfassenden Maklersoftware. Einige Seiten weiter vorne heisst es, dass avendo eine innovative Immobilienagentur sei. Was gilt nun? Hier das Interview mit Roland.
Für was steht avendo nun genau?
Avendo ist und war von Beginn an eine Softwarefirma – gegründet von zwei Maklern, und zwei Softwareentwickler, die ein klares Ziel hatten: die beste Software für Immobilienprofis zu entwickeln. Mein Bruder Daniel und ich waren zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Jahre als Makler tätig – mit Schwerpunkt auf den Verkauf von Neubauprojekten und Mehrfamilienhäusern.
Gemeinsam mit den beiden Software-Experten Ficht und Camil Hämmerli haben wir dann avendo gegründet – mit der Überzeugung, dass eine wirklich gute Software nur entstehen kann, wenn sie aus der Praxis kommt. Doch uns war auch klar: Wer ein System für die Breite des Marktes bauen will, braucht mehr als nur Neubauprojekte. Deshalb haben wir gezielt auch klassische Immobilienmakler ins Team geholt – um Erfahrungen aus dem Verkauf von Einfamilienhäusern, Eigentumswohnungen und Standardmandaten in die Entwicklung einfliessen zu lassen.
In den ersten drei Jahren haben wir dann selbst hunderte Immobilien verkauft – nicht, weil wir eine Agentur aufbauen wollten, sondern weil wir überzeugt sind: Die beste Software entsteht, wenn man ganz nah am Alltag des Makelns ist. Heute ist avendo eine Plattform, die den gesamten Verkaufsprozess digital abbildet – vom ersten Kontakt bis zur Mandatserteilung.

Roland Schüpfer startete seine Karriere als jüngster Private Banker bei der Aargauischen Kantonalbank. Nach seinem Masterabschluss gründete er zusammen mit seinem Bruder eine Off-Market Immobilien-Firma. 2020 folgte die Mit-Gründung der avendo AG, einem der modernsten PropTechs der Schweiz, wo er heute als CEO tätig ist. Seine Schwerpunkte liegen in der Digitalisierung, Automatisierung und Anwendung generativer KI in der Immobilienvermarktung.
Weshalb hat sich avendo von der Immobilienagentur zum Softwareanbieter gewandelt?
Tatsächlich war die Agentur nie unser eigentliches Ziel, sondern Mittel zum Zweck. Wir wollten das klassische Huhn-Ei-Problem lösen: Wer eine Software für Makler baut, muss verstehen, wie Makler wirklich arbeiten – und das geht nur in der Praxis. Nachdem unsere Lösung 2024 bei ersten externen Testkunden im Einsatz war und die Nachfrage sprunghaft anstieg, war klar: Wir können nicht zwei Firmen gleichzeitig führen. Unser Maklerteam hat sich seither erfolgreich verselbständigt – und wir konzentrieren uns voll auf avendo als Softwareanbieter.
Maklertools gibt es einige, was zeichnet die Maklersoftware gegenüber der Konkurrenz aus?
Wir kommen nicht aus der Verwaltungsecke, sondern aus der Verkaufsrealität. Unser Fokus liegt darauf, den nächsten Verkaufsauftrag zu finden und neue Verkaufskanäle zu erschliessen – und nicht nur bestehende Mandate zu verwalten. Avendo erkennt Verkaufschancen automatisch, verbindet Leadgenerierung, Content-Erstellung und CRM nahtlos und macht Social-Media-Kampagnen steuerbar per Knopfdruck. Kein anderes Tool denkt so stark aus dem Mandatsblickwinkel. Dies beweist auch unsere Eigentümerplattform mit aktuell beinahe 50’000 registrierten Benutzer.
Wie fügt sich die Eigentümerplattform in eure Gesamtstrategie ein?
Die Eigentümerplattform ist ein zentrales Element unserer Vision – sie ergänzt unser CRM-System um die Perspektive der anderen Seite: der privaten Immobilienbesitzer. Für sie ist die Plattform mehr als nur ein Bewertungstool – es ist ein digitaler Zwilling ihrer Immobilie, der sie im Idealfall über Jahre begleiten kann.
Aktuell ist es doch so: der Einstieg einer Person die verkaufen will erfolgt meist über die Marktbeobachtung: Preise vergleichen, Schnellbewertung erstellen. Doch der Entscheid zu verkaufen – und vor allem mit wem – fällt selten sofort, sondern reift über Monate. Genau hier setzt unsere Plattform an: Sie erkennt Verkaufsabsichten früh, bleibt in Kontakt und ermöglicht es Eigentümern, bei Bedarf jederzeit einen Experten beizuziehen – unverbindlich und ohne Druck.
Makler wiederum bieten mit avendo nicht nur eine digitale Schnellbewertung, sondern ein dauerhaft nützliches Tool an – und generieren darüber kostenlose Verkaufsmandate. So entstehen langfristige Beziehungen – ohne Kaltakquise, dafür mit Relevanz zur richtigen Zeit.
Warum ist KI bei avendo mehr als ein Schlagwort?
Weil sie tief in unseren Workflow integriert ist. KI hilft bei uns nicht nur beim Texten – sie erkennt Muster, filtert Verkaufschancen, automatisiert Exposés, erstellt Social-Media-Kampagnen oder Eigentümer-Analysen. Unsere Kunden merken: Die Software arbeitet mit – nicht neben ihnen.
Was sind die nächsten Erweiterungen der Software?
Wir entwickeln derzeit neue Vermarktungsmöglichkeiten – im Zentrum steht dabei die Objektseite, die Makler zur Präsentation nutzen. Sie ist so optimiert, dass selbst KI-Chatbots bessere Ergebnisse liefern können.
Dazu analysieren wir automatisch alle Objektfotos und erstellen daraus einen Katalog visueller Merkmale – weit über klassische Angaben wie Wohnfläche oder Lage hinaus. So wird z. B. sichtbar, ob ein Haus von altem Baumbestand umgeben ist, in Hanglage liegt oder eine bestimmte Architektur aufweist – Merkmale, die sich nicht im Inseratetext wiederfinden, aber entscheidend sein können.
Diese visuelle Intelligenz trifft Suchende dort, wo Entscheidungen entstehen: im Gefühl. Wer nicht nach „130 m2 EFH in Unterlunkhofen“, sondern nach einem Bild im Kopf sucht, findet so erstmals passende Objekte. Für Makler bedeutet das: mehr Sichtbarkeit und gezieltere Leads.
Parallel bauen wir auch das Eigentümerportal aus – mit neuen Self-Service-Funktionen und einem transparenten Mandatsstand. Ziel: Eigentümer und Makler enger verbinden und mehr Raum für den persönlichen Kontakt schaffen.
Wie einfach ist es, avendo in Deutschland zu positionieren?
Deutschland ist ein spannender, aber fragmentierter Markt. Viele Prozesse laufen noch mit Einzellösungen oder Excel. Das spielt uns in die Karten und genau da setzen wir an. Unsere Erfahrung in der Schweiz zeigt: Wer sich klar auf Verkäuferakquise, neue Vermarktungskanäle und digitale Prozesse fokussiert, kann skalieren – auch ohne riesige Teams. Die ersten potenzielle Kunden in Deutschland sind überzeugt. Der Bedarf ist riesig – aber man muss ihn mit einem klaren Fokus auf Akquise und Effizienz bedienen. Genau das tun wir. Die Expansion ausserhalb der Schweiz ist für uns ein Thema welches uns beschäftig, aber definitiv nicht überstürzt angegangen wird.
Events
Der After Work von Swiss PropTech fand in den Räumen von Energie 360°. Die Transformation dieses traditionsträchtigen Unternehmens manifestierte sich schon am umgebauten Hauptsitz. Was heute noch als futuristisch gilt, wird hoffentlich bald im Immobilienbestand Alltag. Ruth E. Happersberger stellte den Corporate Venture Funds vor und ging auf einzelne Investments ein. Clemens Högger zeigte verschiedene Anwendungsfälle vor, bei denen Energie 360° für Wärme, Kälte, PV, Wärmerückgewinnung und E-Mobilität verantwortlich zeichneten.
Vor dem Apéro stellten sich drei neue Mitglieder von SwissPropTech vor: Swissframe, Synaedge und Bsolved. Danach ging es auf die Terrasse zum Netzwerken.
Investments
viboo läuft es gut. Nach dem Interview mit CEO Felix Bünning in proptechnews.ch hat nun die Bilanz das PropTech entdeckt. Laut eigenen Angaben ist das Startup seit dem 4. Quartal 2024 profitabel. Dies wäre eine grosse Leistung für das im März 2022 gegründete PropTech. Die beiden Experten meinten zu viboo: Solides KMU, Gamechanger!.
Das deutsche PropTech aedifion.com sicherte sich 17 Millionen Euro in einer Series-B-Finanzierungsrunde. Die Runde wurde vom europäischen Wachstumsinvestor Eurazeo angeführt. Die Bestandsinvestoren beteiligten sich erneut. Gemäss CEO Johannes Fütterer zählt die Schweiz zu einem wichtigen Expansionsland für Aedifion.
PropTech Map Switzerland
avendo.ch bildet nicht nur unsere Titelgeschichte, das PropTech mit einer Maklersoftware ist neu auf der PropTech Map Switzerland unter «Software ERP» zu finden.
Hegias? War da nicht mal was? Ja, 2024 ging die Hegias AG in Liquidation. Die Idee, die Firma und die Produkte leben weiter unter Hegias Vision AG. So hat Hegias den Weg zurück auf die PropTech Map Switzerland gefunden.
Das ehemalige Team von ImmoSparrow hat sich mit thedatahive.ch selbstständig gemacht. Neu in der Kategorie «Services».
Mittlerweile sind auf der PropTech Map Switzerland 466 Einträge.
Immoledo.ch ist ein umfassendes Asset Management Tool, welches von der readydata AG entwickelt und betrieben wurde. Nun wurde die Lösung an die neu gegründete Gemdat Immo AG verkauft. Seit über drei Jahrzehnten entsteht im Herzen der Stadt St. Gallen umfassende Software im Kontext zu Gebäuden und Grundstücken. Mit dem Erwerb von immoledo.ch verstärkt Gemdat das bisherige Angebot.
Bei der Kür der TOP 100 Swiss Startups gibt es auch eine Kategorie PropTech. Aktuell läuft das Public Voting. Bei den PropTechs sind im Moment Urbio, Qaecy und viboo vorne. Bis Ende Juli kann noch gewählt werden.
Künstliche Intelligenz
Alle sprechen von ChatGPT. Was gibt es aber sonst noch unter den AI-Applikationen. Diese Darstellung unterscheidet sechs Bereiche:

- Video: Tools wie Descript, Veed und Canva verändern die Art und Weise, wie wir Videoinhalte erstellen und bearbeiten, mit leistungsstarken KI-gestützten Funktionen.
- Design: Plattformen wie Canva, Namecheap und Dribbble nutzen KI, um Designprozesse zu vereinfachen und professionelle Layouts und Grafiken zugänglicher zu machen.
- Schreiben: KI-Schreibassistenten wie ChatGPT, Grammarly und Notion AI verbessern die Schreibqualität und -effizienz und bieten alles von der Grammatikprüfung bis zur Inhaltserstellung.
- Chatbot: Lösungen wie ChatGPT und Tidio integrieren fortschrittliche KI, um Konversationsagenten zu unterstützen, die Nutzer einbinden und Interaktionen automatisieren können.
- Marketing: Tools wie Madgicx und AdCopy nutzen KI, um Werbestrategien und die Erstellung von Inhalten zu optimieren und Marketingmassnahmen auf die Zielgruppen zuzuschneiden.
- Produktivität: KI-Tools wie Pencil und Semrush steigern die Effizienz, automatisieren und verfeinern die Aufgaben vom Projektmanagement bis zur SEO-Analyse.
Ist das noch seriös?
Die ehemalige OpenAI-CTO Mira Murati hat für ihr neues KI-Startup Thinking Machines Lab rund 2 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Die Seed-Runde bewertet das Unternehmen mit 10 Milliarden US-Dollar, obwohl es erst sechs Monate alt ist und noch keine konkreten Produktinformationen veröffentlicht wurden. Murati war mehrere Jahre in leitender Funktion bei OpenAI tätig und gründete das Unternehmen nach ihrem Rücktritt im September 2024. Laut Website handelt es sich um ein Forschungs- und Produktunternehmen im Bereich KI.
Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden?

Die Auflösung folgt nach meinen Veranstaltungstipps.
Ausgewählte Veranstaltungen
Die 3. Durchführung von Winti Ventures findet am 28. August 2025 in Winterthur statt.
Im Golf Club Augwil treffen sich die Golf-Freunde zum 5. Csabas Paprika ImmoGolf Challenge Charity. Anmeldungen direct an Csaba über zalan@vonzalanpartner.ch oder 043 222 35 22.
London beherbergt vom 3.-4. September 2025 die nächste PropTech Connect.
Die Herbst-Fachtagung Immobilienvermarktung begrüsst die Gäste am 4. September 2025 im Hotel Mariott in Zürich.
Vor der EXPO REAL wird beim REAL Estate Award am 2. Oktober im Trafo in Baden abgefeiert.
Nach dem Oktoberfest ist vor der EXPO REAL, vom 6.-8. Oktober 2025 in München.
Wer Gutes tun will und sich sportlich betätigen, der beteiligt sich am Global Real Estate Run vom 23. bis 24. Oktober 2025.
Warum sich nicht in Paris an der RENT vom 5. bis 6. November 2025 inspirieren lassen?
Geistige Nahrung verspricht der Fachkongress smart!mmo.io vom 6. November 2025.
Winterthur empfängt vom 6.-7. November Gäste der Startup Nights.
Veranstaltungen in 2026
Neu in der Halle 550 findet die IMMO26 vom 14.-15. Januar 2026 statt. Obwohl die Veranstalter mit proptechnews.ch keine Medien-Partnerschaft mehr eingehen wollen, führe ich den Anlass hier auf.
Die Swissbau bietet Startups eine Bühne vom 20.-23. Januar 2026.
Der nächste Digital Real Estate Summit findet am 5. März 2026 im Trafo in Baden statt.
Raus in den Frühling von Cannes. Dort gibt es die nächste MIPIM vom 9.-13. März 2026.
Im April lockt der Proptech und Contech Summit die Gäste vom 22. bis 23. April 2026 nach Hamburg.
Die REAL Estate Arena beherbergt die Branche vom 10. bis 11. Juni 2026 im Messegelände Hannover.
Am 15.-17. Juni 2026 gastiert die EXPO REAL Asia Pacific in Singapur.
2 Kommentare
Immobilie verkaufen? • PropTech News · 27. September 2025 um 20:47
[…] oder Makler – wer heute Immobilien erfolgreich vermarkten will, braucht mehr als Bauchgefühl: eine Infrastruktur, die Prozesse absichert, Effizienz steigert und volle Transparenz […]
Wann geht uns der Pfuus aus? • PropTech News · 29. September 2025 um 09:02
[…] avendo, maison.work, […]