Ich war mir bewusst, dass der letzte Beitrag zum Projekt Next Property Reaktionen auslösen würde. Damit kann ich leben. Heute würde ich den Titel genauso setzen, aber ohne Fragezeichen. Das ursprüngliche Projekt betrachte ich als gescheitert, so wie alle vorgängigen Ideen eines eigenen Branchenmarktplatzes.

Und jetzt kommt newhome.ch ins Spiel. Wer den ersten Schritt machte, weiss ich nicht. Auf jeden Fall war er genial. Die “neue” newhome.ch, welche den Kantonalbanken und neu den Immobilienfirmen zusammen gehört, hat ein grosses Potenzial. Weshalb?

Um mich nicht wieder dem Vorwurf der ungenauen Recherche auszusetzen, bemühe ich Wikipedia. Renaissance (entlehnt aus französisch renaissance „Wiedergeburt“) beschreibt die europäische Kulturepoche in der Zeit des Umbruchs vom Mittelalter zur Neuzeit im 15. und 16. Jahrhundert. Als für die Renaissance charakteristisch gelten ferner die vielen damals gemachten Erfindungen und Entdeckungen, die man als Folge eines allgemeinen geistigen Erwachens beschreiben kann.

Die letzten bald 20 Jahre könnte man als das Mittelalter der Immobilienmarktplätze bezeichnen. Die beiden Grossen hielten sich in Schach, lieferten sich lächerliche Grabenkämpfe z.B. wer am meisten Inserate aufgeschaltet hat. Die “alte” newhome.ch kam nicht auf Touren, trotz der finanziell potenten Kantonalbanken im Hintergrund. Ursprünglich als Leadvermittler für Hypotheken gedacht, verwässerte sich das Angebot von der “alten” newhome.ch immer mehr. Neben Kauf- gab es auch Mietobjekte, kostenlos wurde in gewissen Bereich kostenpflichtig. Das Team um CEO Jean-Pierre Valenghi machte einen guten Job mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Aber die “alte” newhome.ch wäre aus eigener Kraft nie eine ernsthafte Bedrohung von homegate.ch oder immoscout.ch geworden. Und jetzt kommt der Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit.

In meinem nächsten Beitrag werde ich auf die verschiedenen Ökosysteme und auf die ungemütliche Situation des SVIT eingehen.