Purplebricks ist nach eigenen Angaben der führende Online-Makler in Grossbritannien. Nach einem rasanten Start in UK folgte der Sprung nach Amerika und Australien. Gleichzeitig mit der Publikation der finanziellen Ergebnisse wurde der Rückzug aus Amerika und Australien angekündigt.

Wie sieht das Geschäftsmodell von Purplebricks aus? Purplebricks arbeitet mit einem sog. Hybrid-Modell. Lokale Makler bringen die Fachkompetenz, während der Marktplatz sich um die Online-Abwicklung kümmert. Das Ganze basiert auf einem Preismodell mit einer Pauschale, welche ausserhalb von London £ 899 oder in und um London £ 1’499 beträgt. Damit ist Purplebricks massiv günstiger als der klassische Makler, welcher mit einer prozentualen Kommission arbeitet.

In Grossbritannien hat Purplebricks einen Umsatz von £ 90.1 Millionen verbucht, mit einem Gewinn von £ 5.3 Millionen. Das Transaktionsvolumen betrug im Heimmarkt über £ 10 Milliarden bei einem durchschnittlichen Honorar von £ 1’243.

Allerdings hat die Expansion in andere Länder tiefe Spuren in den Büchern von Purplebricks hinterlassen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Gesamtverlust £ 52.3 Millionen. Deshalb ist die Entscheidung für den Rückzug aus anderen Märkten mehr als sinnvoll.

In der Schweiz verfolgt beispielsweise neho.ch ein ähnliches hybrides Geschäftsmodell. Der Unterschied zu Purplebricks liegt vor allem bei der Entschädigung. Diese beträgt bei neho.ch CHF 7’500.