Während der Inman Connect wurde über die Zukunft der Immobilienwirtschaft gesprochen. Im Fokus stand die Rolle der Technologie und deren Einfluss auf Bewirtschafter und Makler. Teilnehmer am Panel-Gespräch war Mike DelPrete und er brachte es auf den Punkt: Technologie wird den Menschen nicht ersetzen.

Technologie kann sehr einfach Geschäfte ersetzen, die sich durch eine hohe Frequenz, aber einen tiefen (Waren-)Wert auszeichnen. Beispiele sind Uber, Airbnb oder Netflix. Hingegen ist es viel schwieriger, Transaktionen mit tiefer Frequenz und hohem Wert zu disruptieren. Und nun kommt eben Psychologie ins Spiel.

Der Mensch ist geprägt durch eine Verlustaversion. Wir ärgern uns mehr über einen Verlust von 100 Franken, als dass wir uns über einen Gewinn im gleichen Wert freuen. Bei einer Immobilientransaktion ist die Gefahr eines Fehlers, und somit eines finanziellen Verlustes gross. Und deshalb wenden wir uns an die Spezialisten, die Immobilienprofis. Diese sollen uns die Sicherheit geben, dass wir das Richtige tun. Sie sollen uns an der Hand nehmen und durch die Transaktion führen.

Technologie spielt eine doppelte Rolle im Immobiliengeschäft: Einmal soll sie die Bewirtschafter und Makler effizienter machen und zweitens soll das Kundenerlebnis gesteigert werden. Wer also einseitig auf PropTech setzt, macht einen strategischen Fehler. Nur die kluge Kombination von Mensch und Technologie hat eine Zukunft. Wer nur die disruptive Kraft von Technologie im Immobilienumfeld sieht, der ist kurzsichtig. Oder wie Mike sagt: It’s psychology holding us back, not technology.