Die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU, kurz DSGVO, ist seit dem 25. Mai 2018 in Kraft. Ich weiss nicht, wie es Anderen ergangen ist. Vor und nach dem magischen Datum erhielt ich unzählige Aufforderungen, meine Informationsbedürfnisse anzupassen oder die neuen AGB’s zu akzeptieren. Bei einigen Newsletters war es Zeit, mich zu verabschieden.

In Bern ist ein Startup entstanden, welches den Nutzern über die neue Plattform die Kontrolle über ihre Daten zurückgeben will. Da kann man als Nutzer nichts dagegen haben. Die Kraken Google, Facebook, Amazon, Apple, etc. verdienen jährlich Milliarden mit dem Verkauf der persönlichen Daten ihrer Nutzer. Interessant sind Alter, Standort, Bildung, Hobbys, lassen sich doch daraus Interessen ableiten und gezielt Werbung einblenden.

CEO Christian Kunz von bitsabout.me erklärt in der Handelszeitung, dass Nutzer mit seiner Lösung die Möglichkeit haben, Einsicht und freie Verfügung über die gesammelten Daten zu erhalten. Kunz hat Erfahrung mit dem Sammeln von Daten, war er doch vor der Firmengründung CEO bei riccardo.ch. Im Gegensatz zu den Grossen dieser digitalen Welt soll bitsabout.me keinen Zugriff auf die verschlüsselten Daten haben, wenn der Nutzer nicht explizit zustimmt. Für den Nutzer ist die Plattform kostenlos. Geld verdienen will bitsabout.me, indem Unternehmen den Nutzern Geld zahlen für die Daten. bitsabout.me soll eine Kommission erhalten auf jedem Deal.

Im Rahmen eines Selbstversuches habe ich mich bei bitsabout.me angemeldet. Bin gespannt!