FUTURE REAL ESTATE INITIATIVE FREI

FUTURE REAL ESTATE INITIATIVE FREI. Jetzt für die Startup Nights bewerben. PropTech Map Switzerland wächst. storabble mit ChatGPT App. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.
Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.
FUTURE REAL ESTATE INITIATIVE FREI
blackprintpartners startet mit FREI eine einzigartige, auf zwei Jahre angelegte Netzwerk- und Forschungsinitiative für die deutsche Bau- und Immobilienwirtschaft. Ziel sei es anhand zukunftsrelevanter Focus Topics belastbare, positive Zukunftsbilder der bauenden und gebauten Welt im Zeichen von Digitalisierung und KI zu entwickeln. Mit diesen Leitplanken soll ergebnisorientiertes Entscheiden und Handeln ermöglicht werden. Hinter der Initiative stehen neben blackprintpartners etablierte Immobilienunternehmen, PropTechs, Wagniskapitalgeber, Institutionen, Hochschulen und Verbände. FUTURE REAL ESTATE INITIATIVE FREI.
Diese sechs Focus Topics sind angedacht:
- Future Urban Development (Städte und Quartiere der Zukunft)
- Future Construction & Renovation (Planen, Bauen und Sanieren neu denken)
- Future Operational Excellence (Asset, Property und Facility Management)
- Future Energy Transformation (Energiegewinnung, Versorgung und Speicherung)
- Future Investment & Value (Investieren und Finanzieren)
- Future Leadership & Skills (Wandel durch und mit Menschen gestalten)
Ergänzt wird die FUTURE REAL ESTATE INITIATIVE mit verschiedenen Anlässen wie Thought Leader Circle, PropTech Germany Award, Road to Green. Mehr zu FREI gibt es auf der Website von blackprint.
Meine Einschätzung: FREI ist eine gewaltige Herausforderung, vor allem, weil die Initiative vorläufig auf zwei Jahre begrenzt ist. blackprintpartners entwickelt sich immer mehr zu einem Powerhouse rund um die Immobilien- und Bauwirtschaft. Leider sehe ich in der Schweiz keine solche Initiative wie FREI. Die Schweizer Aktivitäten sind stark fragmentiert, es fehlt das grosse Ganze. Ehrlich gesagt wüsste ich auch nicht, wer sich dieser Herkulesaufgabe in der Schweiz annehmen könnte. FUTURE REAL ESTATE INITIATIVE FREI.
Events
Applications for the Startup Nights 2026 Pitching Competition are now open! This year, startups can apply in one of two categories:
- Impact Tech: Innovative technologies and solutions creating measurable environmental or social impact while building scalable businesses.
- Dual Use Tech: Innovations and technologies with dual-use potential, enabling applications in both civilian markets and the security and defence sector.
Apply for the Pitching Competition. Why apply? Pitch live on stage at Startup Nights (5-6 November 2026) in front of investors, experts, media, and the Swiss startup ecosystem. Win exclusive prizes. Receive valuable feedback from an experienced jury. Increase your visibility, confidence, and network. Participation is completely free. Ready to take the stage?
Investments
Das Zürcher PropTech Gravis Robotics, auch auf der PropTech Map Switzerland aufgeführt, ist auf dem Radar von SoftBank aufgetaucht. Gemäss Medienberichten will der Investment-Gigant das ETH-Spinoff übernehmen, bei einer Bewertung von über 500 Millionen Dollar. Dies ist umso interessanter, als SoftBank sich im Juli 2026 von Boston Dynamics trennte, einem der führenden Unternehmen im Bereich humanoide Roboter.
The Pitch Deck Playbook

Chris Tottman schrieb kürzlich im Newsletter von The Founders Corner, dass sich Investoren 3 Minuten und 44 Sekunden mit eingesandten Präsentationen beschäftigten und sich dann entscheiden würden. Dies sei das gesamte Zeitfenster. Drei Minuten und vierundvierzig Sekunden, um vom Fremden zum Vertragsentwurf zu gelangen. Gründer, die bereits Finanzierungsrunden abgeschlossen hätten, würden dasselbe bestätigen: Die Präsentation, mit der die Runde abgeschlossen wurde, war selten die am besten gestaltete. Es war vielmehr diejenige, bei der jede Folie die Frage beantwortete, die die vorherige Folie aufgeworfen hatte. In der Reihenfolge, in der das Gehirn eines Partners die Informationen aufnehmen möchte. Das ist der Teil, den Design-Tools nicht beheben können. Eine Bewertungsmatrix hingegen schon.
PropTech Map Switzerland
Neu ist der auf Ferienwohnungen spezialisierte Immobilienmarktplatz FEWOlution.ch auf der PropTech Map Switzerland. Spannend ist vor allem, wie sich neben den drei Grossen verschiedene spezialisierte Marktplätze wie storabble.com, maison.work oder eben FEWOlution behaupten. Diese einzigartige Übersicht über die Schweizer PropTech Landschaft wächst weiter. Ende Juli sind 489 Einträge zu finden.
storabble.com ist kürzlich mit einer nach eigener Deklaration weltweit einzigartigen Neuheit aufgefallen. Der Spezialist für Lagerflächen und Self Storage hat eine ChatGPT App lanciert. Auf ChatGPT findet man nun unter der Rubrik «Plugins» die Lösung von storabble.com (zur Transparenz: Ich bin Verwaltungsratspräsident von storabble.com und sehr stolz auf die Leistungen meines Teams).
Künstliche Intelligenz
Die ETH Zürich, die EPFL und das Schweizerische Nationales Supercomputing-Zentrum (CSCS) haben „Apertus 1.5“ veröffentlicht, die neueste Version des vollständig offenen grossen Sprachmodells, das im Rahmen der Schweizer KI-Initiative entwickelt wurde.
Apertus wurde auf dem Supercomputer „Alps“ am CSCS in Lugano trainiert und ist eines der weltweit grössten vollständig offenen Sprachmodelle, das Transparenz hinsichtlich seiner Trainingsdaten, seines Codes und seines Entwicklungsprozesses bietet. Dies ermöglicht es Forschern, öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen, das Modell zu prüfen, anzupassen und für ihre eigenen Bedürfnisse zu verbessern.
Allianz für offene KI-Sicherheit
Nvidia gründete eine Allianz für offene KI-Sicherheit. Aufschlussreich sind die Abwesenden. Die Debatte um die Sicherheit von KI dreht sich seit Monaten um eine zentrale Frage: Sind offene KI-Modelle ein Risiko für Cyberangriffe oder ein unverzichtbares Werkzeug für deren Abwehr? Nvidia hat diese Diskussion nun in eine konkrete Initiative überführt.
Das ist passiert:
- Nvidia hat gemeinsam mit 36 Organisationen die Open Secure AI Alliance gegründet. Zu den Mitgliedern gehören unter anderem Microsoft, IBM, Cisco, CrowdStrike, Hugging Face, Palantir, Salesforce und die Linux Foundation.
- Ziel der Allianz ist die Entwicklung und Bereitstellung offener Sicherheitswerkzeuge für KI-Agenten, darunter Identitätslösungen, sichere Modellformate, Prüf- und Audit-Tools sowie Infrastruktur für Red-Teaming.
- Auffällig ist, wer nicht dabei ist: OpenAI, Google, Anthropic, Amazon und Meta gehören nicht zur Allianz.

Warum das wichtig ist:
- Die Diskussion über KI-Sicherheit entwickelt sich zunehmend zu einem Konflikt zwischen offenen und proprietären Modellen.
- Nvidia und seine Partner argumentieren, dass Sicherheitsverantwortliche KI-Modelle im Ernstfall lokal betreiben, überprüfen und anpassen können müssen.
- Anbieter geschlossener Modelle sehen dagegen proprietäre Systeme als besseren Schutz vor Missbrauch.
Einordnung: Die neue Allianz ist weniger ein Kompromiss als vielmehr ein weiterer Schritt im Wettbewerb zwischen offenen und geschlossenen KI-Ansätzen. Entscheidend wird künftig nicht nur sein, ob Modelle offen verfügbar sind, sondern wer definiert, was ein sicheres KI-System ist – und ob unabhängige Dritte dessen Funktionsweise überprüfen dürfen.
KI ist keine Einkaufsliste
Kürzlich las ich auf Linkedin einen weiteren interessanten Artikel über KI. Der Autor Florian Hübner baut Claude-Systeme für Unternehmen. Vor allem hat mir seine Aussage gefallen, dass KI keine Einkaufsliste, sondern eine Kette von Abhängigkeiten sei. Nur die jeweils besten verfügbaren Tools aussuchen, würde am Schluss nicht einen funktionierenden Workflow produzieren. Die Darstellung eines modernen Ökosystems mit KI-Tools möchte ich nicht vorenthalten.

Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden? Die Auflösung ist am Schluss nach den Veranstaltungen zu finden.

Immobilienportale
Marc Schwery, Co-Founder von maison.work, fragte sich kürzlich, was wäre, wenn die Immobiliensuche mitdenken würde? maison.work ist ein spezialisierter Marktplatz für Gewerbeflächen. Nach Marc würden die meisten Immobilienportale für die Suche nach Gewerbeflächen einfache Filter anbieten. Und sie würden hoffen, dass passende Objekte dabei seien. Die Marktplätze lieferten, was irgendwie passen würde. maison.work hat nun eine KI-Suche für Gewerbeflächen entwickelt. Diese funktioniert so: Ich betreibe einen Beautysalon und suche eine passende Fläche im Raum Zürich. Die KI-Suche soll die Bedürfnisse aufnehmen und das liefern, was am Besten passen könnte. Die neue Suche solle funktionieren, so Marc. Steigende Reichweite, qualifizierte Anfragen, echtes Matchmaking.
Meine Einschätzung: Die KI-Suche kann nur das lesen, was irgendwo im Inserat geschrieben wurde. Deshalb müssen sich die Bewirtschafter noch mehr anstrengen, um aussagekräftige und lesbare Inserate zu schalten. Die Erfahrung zeigt, dass hier noch ein weiter Weg zu gehen ist. Aber die KI-Suche von maison.work ist ein Lichtblick auf dem Weg.
Immobilienportale müssen die Seiten wechseln, um im KI-Zeitalter zu bestehen
Edmund Keith argumentiert, dass der eigentliche Wettbewerb zwischen Immobilienportalen und KI-Systemen wie ChatGPT oder Claude nicht mehr in der Immobiliensuche stattfindet. Entscheidend wird vielmehr die sogenannte Consideration-Phase – also der Moment, in dem Interessenten verschiedene Objekte vergleichen, Vor- und Nachteile abwägen und schliesslich eine Kontaktanfrage stellen. Genau in dieser Phase können grosse Sprachmodelle ihre Stärke ausspielen, indem sie Informationen analysieren, einordnen und Empfehlungen geben. (Online Marketplaces)
Portale denken noch immer aus Sicht der Verkäufer
Traditionell sind Immobilienportale darauf ausgerichtet, Verkäufern und Maklern möglichst viele Leads zu liefern. Deshalb wurden Funktionen entwickelt, welche die Vermarktung unterstützen, nicht aber zwingend den Käufern helfen. Für Kaufinteressenten werden jedoch Informationen wie Preisentwicklung, Vermarktungsdauer, Hochwasserrisiken, Pendelzeiten oder Quartierdaten immer wichtiger. Viele dieser Daten können KI-Assistenten inzwischen aus externen Quellen zusammentragen und verständlich aufbereiten. (Online Marketplaces)
Drei mögliche Strategien
Keith sieht drei Wege für Immobilienportale: Erstens können sie ihre KI-Funktionen in Plattformen wie ChatGPT integrieren. Zweitens könnten sie sich konsequent als Interessenvertreter der Käufer positionieren – wie das niederländische Portal Huispedia, das seine KI ausdrücklich als «Schutzschild für Käufer» vermarktet. Drittens könnten Portale ihre Rolle grundsätzlich verändern und künftig nicht mehr nur Inserate vermarkten, sondern aktiv bei der Preisfindung von Immobilien mitwirken. (Online Marketplaces)
Vertrauen entscheidet über die Zukunft
Der Autor kommt zum Schluss, dass Portale langfristig nur erfolgreich bleiben, wenn sie das Vertrauen der Käufer gewinnen. Wer transparente Daten liefert, realistische Preise bewertet und Käufer objektiv unterstützt, kann auch im Zeitalter der KI die Kontrolle über den entscheidenden Kontakt zum Kunden behalten. Für Keith liegt die Zukunft erfolgreicher Immobilienportale deshalb nicht mehr auf der Seite der Verkäufer, sondern zunehmend auf jener der Käufer. Quelle: Edmund Keith, Online Marketplaces. (Online Marketplaces)

Mein lieber Freund Robert Kampczyk hat kürzlich angekündigt, dass Immobilienprofis an einem Nachmittag einen eigenen Marktbericht bauen würden. Der Immobilienmarktbericht sei ein Klassiker. Jeder wolle einen, kaum einer erstelle ihn. Warum? Er sei in der klassischen Umsetzung teuer, langsam und meistens austauschbar. Zugekaufte PDFs, bei denen nur das Logo getauscht würde, gäbe es genug. Genau deshalb würden sie auch nicht mehr wirken. Und genau deshalb falle derjenige auf, der einen eigenen Marktbericht habe.
In einem Webinar zeigte Robert, wie ein eigener Immobilien-Marktbericht gebaut werden könne. Die nötigen Daten hole er sich per MCP direkt in Claude, das Layout komme aus Claude Design. Hier kann das Webinar angeschaut werden.
Ausgewählte Veranstaltungen
Fehlt ein Anlass mit Bezug zu PropTech? Einfach melden an heinz.m.schwyter@schwyterdigital.ch
Die swiss startup association organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen, welche auch für PropTechs interessant sind. Da es so viele Anlässe sind, hier der Link zur Website von ssa.
Am 26. August 2026 organisiert Csaba von Zalan wieder seine bestens bekannte Paprika ImmoGolf Gentlemen Challenge.
Einer meiner liebsten Investoren-Anlässe: Winti Ventures lädt zur fünften Runde am 9. September 2026.
Luzern ist am 24. September 2026 Austragungsort des 110. immoTable.
Im Trafo in Baden geht am 22. Oktober 2026 der Real Estate Award 2026 über die Bühne.
In Madrid findet vom 28. bis 30. Oktober die PropTech & PortalWatch Conference statt.
Der November ist wieder reich befrachtet. Die neue Semaine de l’Immobilier et du Logement findet in Paris vom 2. bis 6. November 2026 statt. Le Salon RENT ist darin eingebettet vom 4. bis 5. November 2026.
Winterthur heisst zwischen dem 5. und 6. November 2026 die Gäste der Startup Nights willkommen.
An der fuckup night von Smino wird am 12. November 2026 über Misserfolg und die Lehren daraus berichtet.
In der Serie immoTable wird die 111. Ausgabe am 26. November 2026 in St. Gallen durchgeführt.
Veranstaltungen 2027
Den nächsten Digital Real Estate Summit gibt es erst 2027 wieder.
Die IMMO27 findet vom 13. bis 14. Januar 2027 statt.
Am 1. Februar öffnen sich die Türen des Kunsthauses Zürich für das 26. Symposium der Group of Fifteen.
Beim Besuch der REM SWISS 2027 vom 2. und 3. März 2027 können die Französischkenntnisse aufgefrischt werden.
Französisch spricht man auch an der MIPIM. Vom 15.-19. März 2027 trifft sich die Branche wieder am Mittelmeer.
Hamburg ist vom 14. bis 15. April wieder Gastgeber des PropTech Summit und des Construction Summit.
Warum nicht Malta im Frühling? Vom 13. bis 14. Mai 2027 findet der EU-Startups Summit statt.
Die Flughafenregion Zürich lädt am 1. Juni 2027 zum nächsten ImmoSummit ein.
Am 7. Juni rückt Rotkreuz ins Zentrum mit der 2. Konferenz AI@RE.
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