Anlässlich der EXPO REAL in München wird das Schweizer Startup Deal Estate offiziell lanciert. PropTech News hat sich mit dem CEO Peter Wullschleger unterhalten:

(PropTech News) An der Expo Real gilt es Ernst für Deal Estate. Was muss sich der Laie unter dieser Plattform vorstellen?

(Peter Wullschleger) Mit Deal Estate haben wir eine Plattform gebaut, die es den Marktteilnehmern ermöglicht, den heute fast ausschliesslich analog geführten Verkaufsprozess einer Immobilie in die digitale Welt zu überführen. Neben der breiten Vermarktung und einem einfach zu bedienenden und klar strukturierten Datenraum, kann der Nutzer auch den gesamten Verkaufsprozess über die Plattform steuern.

Wer sind die Gründer von Deal Estate?

Die Deal Estate AG wurde im Juli 2016 von vier Privatpersonen (Anja Meyer, Patrick Meyer, Christoph Zaborowski und Peter Wullschleger) gegründet. Alles Personen, die seit 20 und mehr Jahren im Immobilienbusiness tätig sind, und damit über eine sehr grosse Erfahrung verfügen. Eine Kombination aus den Bereichen Daten, Invest, Transaktionen und IT-Management.

Was waren die Beweggründe für die Entwicklung einer solchen Plattform?

Es ist das Ziel, den im Vergleich zu einem einfachen Aktienkauf sehr komplexen Kaufprozess einer Immobilien zu vereinfachen und zu standardisieren. Im Grundsatz haben alle Akteure dieselben Informationsbedürfnisse. Das System unterstützt auf der einen Seiten den Verkäufer, indem er ihn durch den Verkaufsprozess führt. Auf der anderen Seite ist damit sichergestellt, dass dem Kaufinteressenten alle notwendigen Informationen einheitlich zur Verfügung gestellt werden.

An wen richtet sich Deal Estate?

Deal Estate richtet sich an alle Kauf- und Verkaufsinteressenten von Anlageliegenschaften, Grundstücken und Projekten. Nicht vorgesehen ist die Abwicklung von privat genutztem Wohneigentum.

Wie finanziert sich die Plattform?

Die Entwicklungsphase wurde mittels Eigenkapital finanziert. Der laufende Betrieb muss sich über die Gebühren finanzieren, welche der Verkäufer einer Immobilien zu entrichten hat, wenn er sein Objekt über die Plattform veräussert. Es handelt sich dabei um eine Aufschaltgebühr und eine erfolgsabhängige Abschlussgebühr. Diese Gebühren belaufen sich je nach Objektgrösse auf 0,1 bis 0,2% des Mindestverkaufspreises.

Vielfach wird ein Startup gegründet, zum Erfolg geführt und dann verkauft. Deal Estate hat schon früh Anteile an Wüest Partner abgegeben. Weshalb?

Die Gründer von Deal Estate waren weder auf der Suche nach einem Investor, noch hatten sie die Absicht, die Firma zum Erfolg zu führen und anschliessend zu veräussern. Wüest Partner AG hat sich unabhängig von uns mit dem Thema Digitalisierung des Transaktionsprozess beschäftigt. Im Rahmen der von Deal Estate getätigten Roadshow ist man aufeinander aufmerksam geworden. Die anschliessend geführten Gespräche haben aufgezeigt, dass wir uns ideal ergänzen und durch das Zusammenlegen der Erfahrung, dem Knowhow und dem Netzwerk optimale Synergien entwickeln können..