Erfolg bleibt People’s Business

Veröffentlicht von proptechnews am

Erfolg bleibt People’s Business

Erfolg bleibt People’s Business. PropTech Germany Studie veröffentlicht. Swiss PropTech Report jetzt antworten. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.

Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.

Erfolg bleibt People’s Business

Die PropTech Germany Studie 2026 zeigt überraschende Ergebnisse. Das Gemeinschaftswerk von blackprint und der TH Aschaffenburg erscheint nun zum sechsten Mal. Es sorgt für Transparenz und schafft Vergleichbarkeit.

Die wichtigsten Erkenntnisse

Die Umsatzbasis wächst. Mehr als ein Drittel der antwortenden PropTechs erzielten 2025 über eine Million Euro Umsatz. 72 % der operativ tätigen Gesellschafter halten die Mehrheit an ihrem PropTech.

Die Branche bewegt sich. 90 % der PropTechs erwarten für dieses und für das nächste Jahr mehr Neugeschäft.

ESG wird zum Werthebel. 70 % der PropTechs mit Umweltfokus melden steigende Auftragsvolumina. Ohne ESG-Bezug sind es nur 18 %.

Kapital folgt Substanz. 40 % der PropTechs sind seit der Gründung ohne externes Kapital gewachsen. Die Wachstumskapitalgeber sind unverändert bereit, weiter zu investieren. Der Fundraising-Prozess dauert im Schnitt 8 Monate. Deshalb die Empfehlung: Wer 2027 Kapital braucht, beginnt jetzt aktiv mit der Suche.

Wo der Markt offen ist. Erfolg bleibt People’s Business. Zugang zum richtigen Ansprechpartner, Netzwerk und Bekanntheit sind die grössten Hürden und die wichtigsten Hebel. Der Zugang zu Daten landet bei der Befragung auf dem letzten Platz.

Erfolg bleibt People’s Business. Hier geht’s zur PropTech Germany Studie 2026.

Meine Einschätzung: Nur wenn die Resultate über einen längeren Zeitraum erhoben werden, können sie verglichen werden. Dann braucht es eine genügend grosse Anzahl von Antworten. Spannend wird es dann, wenn der nächste PropTech Report für die Schweiz erscheint. Vielleicht lassen sich die Ergebnisse vergleichen, auch wenn die Fragen nicht identisch sind. Erfolg bleibt People’s Business.

Swiss PropTech Report jetzt ausfüllen

Auch dieses Jahr wird der Swiss PropTech Report wieder publiziert. Dies ist allerdings nur möglich, wenn möglichst viele PropTechs mitmachen. Den Link zum Fragebogen schickt Lars Sommerer gerne zu.

PropTech Map Switzerland

Die Kategorie «Services» ist um umbera.ch gewachsen. Dieses PropTech bietet einen Vergleich von Umzugsofferten.

In der Kategorie «Software» ist heimster.ch neu aufgeführt. Das PropTech hat eine Vermarktungsplattform für Bewirtschafter und Makler gebaut.

Künstliche Intelligenz

Heute greife ich auf einen Artikel von meinem lieben Freund Robert Kampczyk zurück. Er geht darin der Frage nach, wie wir bei der KI die Souveränität behalten und die Kosten unter Kontrolle haben. Seine Aussagen beziehen sich auf Deutschland, gelten aber auch für die Schweiz.

Aktuell nutzen die meisten von uns KI über US-Anbieter. Das ist bequem, die Modelle sind top und die Kosten überschaubar. Aber: Preise, Nutzungsbedingungen und Verfügbarkeit bestimmen andere. Wir haben das bei den Portalen erlebt. Robert predigt seit Jahren, sich unabhängig aufzustellen. Warum sollte das bei KI anders sein?

Drei Wege – kurz eingeordnet
  • Grosse Cloud-Modelle (Claude, ChatGPT & Co.): Sie bieten derzeit die höchste Qualität und sind sofort nutzbar. Gleichzeitig besteht eine hohe Abhängigkeit von den Anbietern bei Preisen und Zugang.
  • Fertige Branchen-Tools wie EstateButler (von AreaButler): Spezialisierte KI-Agenten unterstützen Akquise, Bewertung und Vermarktung direkt in Maklertools. Die Ergebnisse landen im jeweiligen Datensatz. EU-Hosting und der Verzicht auf Training mit Kundendaten gehören zum Angebot. Für Unternehmen, die keine eigene Lösung entwickeln möchten, kann dies ein interessanter Mittelweg sein.
  • Eigener Server, beispielsweise bei Hetzner oder einem anderen deutschen Anbieter: Open-Source-Modelle lassen sich selbst betreiben. Dies ermöglicht weitgehende Kontrolle, planbare Betriebskosten und eine Datenhaltung in Deutschland.
Die Vorteile eines eigenen Servers
  • Planbare Serverkosten statt einer Token-Abrechnung, die mit zunehmender Nutzung steigt.
  • Geringere Abhängigkeit von ausländischen KI-Anbietern und deren Zugangsbedingungen.
  • Die Möglichkeit, Modelle mit eigenen Daten gezielt weiter zu trainieren. Auch grosse Anbieter bieten entsprechende Verfahren an. Bei sensiblen oder geschützten Daten kann deren Verarbeitung dort jedoch rechtlich oder vertraglich eingeschränkt sein.
Die Kehrseite
  • Offene Modelle haben deutlich an Qualität gewonnen, erreichen aber je nach Aufgabe noch nicht das Niveau der Spitzenmodelle. Für Texte, Zusammenfassungen und Standardprozesse sind sie häufig ausreichend. Komplexe Recherchen oder anspruchsvolle Programmieraufgaben können höhere Anforderungen stellen.
  • Ein eigener Server benötigt laufende Betreuung: Updates, Sicherheit und Backups gehören zum Betrieb.
  • Leistungsfähige Hardware mit GPU verursacht spürbare monatliche Kosten. Ein wirtschaftlicher Betrieb hängt deshalb wesentlich vom Nutzungsvolumen ab.
  • Auch auf einem eigenen Server gelten die datenschutzrechtlichen Anforderungen. Das Training mit Kundendaten benötigt eine geeignete Rechtsgrundlage. Ein Serverstandort in Deutschland kann die Einhaltung erleichtern, erlaubt die Verarbeitung aber nicht automatisch.
Bedeutung für (Immobilien)unternehmen

Ein eigener Server ist nicht in jedem Fall erforderlich. Ein kurzer theoretischer Stresstest kann jedoch aufzeigen, wie stark das Tagesgeschäft von einzelnen KI-Anbietern abhängt:

  • Der Preis verdreifacht sich über Nacht: Welche Prozesse bleiben wirtschaftlich? Welche Anwendungen müssten eingestellt werden?
  • Der Zugang wird gesperrt: Welche Abläufe kommen zum Stillstand – etwa die Erstellung von Exposés, die Bearbeitung von Anfragen, Social Media oder Akquise-Texte?

Wenn dadurch wesentliche Teile des Tagesgeschäfts gefährdet sind, besteht Handlungsbedarf. Ein möglicher Ansatz ist, kritische Prozesse und sensible Daten möglichst unabhängig aufzustellen und für andere Aufgaben weiterhin leistungsfähige Cloud-Modelle zu nutzen. Die Diversifikation von Anbietern und Systemen gewinnt damit auch beim KI-Einsatz an Bedeutung – ähnlich wie bei Immobilienportalen und Vermarktungskanälen.

Die Ergebnisse eines Praxistests können weitere Erkenntnisse zur Qualität, Wirtschaftlichkeit und Alltagstauglichkeit liefern.

Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden?

Erfolg bleibt People’s Business        Erfolg bleibt People’s Business

Die Auflösung ist am Schluss nach den Veranstaltungen zu finden.

Immobilienportale

Im Vorfeld seiner Eröffnungsrede an der Konferenz Proptech and Portal Watch am 28. Oktober in Madrid beleuchtet Malcolm Myers einige der Themen vorab auf Linkedin.

2023 wurden börsenkotierte Immobilienportale im Median mit etwa dem 25-fachen ihres EBITDA der jeweils letzten zwölf Monate bewertet. Heute liegt dieser Wert beim 12-fachen. Hemnet, Scout24 SE, Rightmove und Zillow haben allesamt massive Bewertungsrückgänge erlebt, obwohl die meisten von ihnen ihre Umsätze und Gewinne

Vier grundlegende Betrachtungen
KI-Assistenten als erste Anlaufstelle

Analysten betrachten ChatGPT und Gemini als naheliegenden Ausgangspunkt für die Immobiliensuche. Eine ausgeprägte Personalisierung in Verbindung mit einer Chat-Oberfläche erscheint als überzeugendes Angebot gegenüber Immobilienportalen, die wiederkehrende Nutzer häufig wie Unbekannte behandeln und sie mit einer unübersichtlichen Vielzahl von Filtern konfrontieren. Metas Muse und Instinct ergänzen ein umfassend informiertes und personalisiertes Nutzererlebnis um die Möglichkeit, auch konkrete Schritte auszuführen. Reisen sind auf Instinct inzwischen der häufigste Anwendungsfall. Könnten die Immobiliensuche und Immobilientransaktionen als Nächstes folgen?

Von Grund auf KI-basierte Herausforderer

Bei der Nutzung eines Immobilienportals müssen Kaufinteressierte die Onlinewelt verlassen, einen Makler kontaktieren und eine lange Liste von Aufgaben ausserhalb der Plattform erledigen, um den Kauf abzuschliessen. Eine Reihe neuer und neu ausgerichteter KI-basierter Plattformen will die Immobiliensuche und den gesamten Kaufprozess durchgängig abdecken. TurboHome, beycome, Zefir und Opendoor dringen immer weiter in die eigentliche Transaktion vor – von der Preisgestaltung und Besichtigungen bis zu Kaufangeboten und Vertragsabschluss. Wird es ihnen gelingen, die Portale bedeutungslos zu machen?

Die Grenzen des preisgetriebenen Wachstums

Die Berechenbarkeit des Wachstums beim durchschnittlichen Umsatz pro Anbieter, kurz ARPA, war für Investoren ein wesentlicher Reiz der Immobilienportale. Rightmoves ARPA ist von 2022 bis 2025 jährlich um 6 Prozent gestiegen, während die Gewinne der grossen britischen Maklergruppen weitgehend stagnierten. Wenn Immobilienmakler sich höhere Zahlungen an die Portale nicht leisten können, wie wollen die Portale künftig weiteres Umsatzwachstum erzielen?

Weniger Immobilienmakler

In den USA haben 2025 rund 70 Prozent der Mitglieder des Maklerverbands NAR keinen einzigen Verkauf abgeschlossen. Weniger menschliche Immobilienmakler und deutlich mehr KI-gestützte Abläufe bei Immobilientransaktionen dürften zur Normalität werden. KI wird das Transaktionsvolumen voraussichtlich auf eine immer kleinere Zahl besonders leistungsstarker Makler konzentrieren. Diese könnten zudem geschickter darin sein, potenzielle Kunden auch ausserhalb der Immobilienportale zu gewinnen.

Das ist das Negativszenario für die Portale – und wohl jenes, das den Bewertungsrückgängen zugrunde liegt. Es gibt jedoch viele Gründe, weshalb diese Entwicklungen anders verlaufen könnten. Zudem ergreifen die Portale bereits zahlreiche Massnahmen oder könnten weitere ergreifen, um ihre Relevanz und ihren Mehrwert erneut unter Beweis zu stellen.

Wie reagiert der Kurs der SMG

Seit Ende August zeigte der Aktienkurs nach unten. Gegenüber der Vorwoche erholte sich die Aktie von CHF 27.45 auf CHF 30.00. Wobei sich die Erholung seit Anfang Woche abzeichnete und die Aktie wieder ähnlich viel kostet wie vor einem Monat.

Ausgewählte Veranstaltungen

Fehlt ein Anlass mit Bezug zu PropTech? Einfach melden an heinz.m.schwyter@schwyterdigital.ch

Die swiss startup association organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen, welche auch für PropTechs interessant sind. Da es so viele Anlässe sind, hier der Link zur Website von ssa.

Im Trafo in Baden geht am 22. Oktober 2026 der Real Estate Award 2026 über die Bühne.

In Madrid findet vom 28. bis 30. Oktober die PropTech & PortalWatch Conference statt.

Den Global Real Estate Run kann man zwischen dem 29. und 30. Oktober auch in Madrid absolvieren.

Der November ist wieder reich befrachtet. Die neue Semaine de l’Immobilier et du Logement findet in Paris vom 2. bis 6. November 2026 statt. Le Salon RENT ist darin eingebettet vom 4. bis 5. November 2026.

Winterthur heisst zwischen dem 5. und 6. November 2026 die Gäste der Startup Nights willkommen.

An der fuckup night von Smino wird am 12. November 2026 über Misserfolg und die Lehren daraus berichtet.

In der Serie immoTable wird die 111. Ausgabe am 26. November 2026 in St. Gallen durchgeführt.

Das letzte Immobiliengespräch dieses Jahres findet wieder in Zürich am 2. Dezember 2026 statt.

Veranstaltungen 2027

Die IMMO27 findet vom 13. bis 14. Januar 2027 statt.

Am 1. Februar öffnen sich die Türen des Kunsthauses Zürich für das 26. Symposium der Group of Fifteen.

Beim Besuch der REM SWISS 2027 vom 2. und 3. März 2027 können die Französischkenntnisse aufgefrischt werden.

Den nächsten Digital Real Estate Summit gibt es am 4. März 2027 im Trafo Baden.

Französisch spricht man auch an der MIPIM. Vom 15.-19. März 2027 trifft sich die Branche wieder am Mittelmeer.

Hamburg ist vom 14. bis 15. April wieder Gastgeber des PropTech Summit und des Construction Summit.

winti ventures geht am 21. April 2027 in die nächste Runde.

Warum nicht Malta im Frühling? Vom 13. bis 14. Mai 2027 findet der EU-Startups Summit statt.

Die Flughafenregion Zürich lädt am 1. Juni 2027 zum nächsten ImmoSummit ein.

Am 7. Juni rückt Rotkreuz ins Zentrum der Immobilien- und KI-Gemeinschaft mit der 2. Konferenz AI@RE.

Die neuen, grösseren Startup Nights kommen vom 7. bis 8. Oktober 2027 in die Hallen der Messe Zürich.

 

Das Bild mit den zwei Personen ist real, während das andere Bild mit der Frau im rosa Mantel KI ist.


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Avatar-Platzhalter

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Entdecke mehr von PropTech News

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen