Man muss Menschen mögen

Veröffentlicht von proptechnews am

Man muss Menschen mögen

Man muss Menschen mögen. Digital Impact Day zum Ersten. Startup Nights 2027 grösser und dezentral. Keine Angst vor KI. Börsengang verschoben. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.

Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.

Man muss Menschen mögen

Man muss Menschen mögen, meinte Ulrike Baumöl am digital Lunch. Und sie fügte noch ein weiteres M hinzu: Mut haben. Bei ihrem Impulsreferat ging Baumöl auf Innovation, Digitalisierung, Change ein. Sie sieht diese Punkte, mit denen sich Führungskräfte immer wieder befassen sollten. Zuerst geht es darum, den Kunden WOW-Erlebnisse zu verschaffen. Dann sollte geklärt werden, ob die Organisation so aufgestellt ist, dass sie das WOW auch umsetzen kann. Bei der Umsetzung sollten alle mit einbezogen werden, denn alle in der Organisation sind betroffen. Ganz wichtig ist Ulrike Baumöl hier, dass eben nicht nur die Technik, sondern auch die Architektur berücksichtigt werden. Ist das Gebäude überhaupt in der Lage, eine neu aufgestellte Organisation aufzunehmen? Schliesslich steht über allem die Frage nach der Unternehmenskultur. Haben wir überhaupt die Kultur, die es für das externe und interne WOW braucht? Haben wir überhaupt die Instrumente, um Leistung zu erfassen und zu steuern? Und weil ein Unternehmen nicht im luftleeren Raum handelt, geht es auch immer um das Umfeld. Was verändert sicher gerade und wie wirkt sich das auf das WOW aus?

Wir müssen keine Angst vor der KI haben!

Gut 100 Personen verfolgten den ersten Digital Impact Day im Technorama in Winterthur. digital winterthur will mit diesem Anlass dazu beitragen, Menschen zu befähigen. Dazu haben sie ein tolles Programm mit Workshops, Impulsreferat und Panel auf die Beine gestellt. Dazwischen blieb viel Zeit für’s Vernetzen.

Ich habe selber den Workshop «digital twin» besucht. Die Referenten von esri suisse verstanden es vortrefflich, das Thema Geodaten näherzubringen. Während Google Maps vielfach von Privaten genutzt wird, kommen die esri-Daten bei Geschäftsanwendungen zum Einsatz. Heute sind Daten immer noch in Silos abgelegt. Wenn Daten aber vernetzt werden, ergibt sich erst ein ganzes Bild. Die Silos werden aufgelöst. Während Corona wurden die Fallzahlen als Punktewolke dargestellt. Grundlage bildeten die esri-Karten. Die Teilnehmenden des Workshops hatten viel Zeit, selber mit den Karten zu «spielen».

Thilo Stadelmann von der ZHAW ordnete die KI sehr spannend und unterhaltsam ein. Für ihn stellen einige KI-Verantwortlichen aus dem Silicon Valley mit ihren Grossmachtgelüsten eine grössere Gefahr dar als KI. Diese Aussage machte er einen Tag, bevor dann drei KI-Chefs in Amerika eine stärkere Regulierung forderten. Beim Panel trugen alle auf der Bühne weisse Sneakers, ich meinte, dieser Trend wäre langsam vorbei. Beim Schlussappell wiederholte Stadelmann nochmals, dass wir vor der KI keine Angst haben müssten. Afke Schouten meinte, dass wir in den Unternehmen miteinander reden und voneinander lernen müssten. Sybille Peuker fordert, dass wir Prozesse verändern und dabei die Mitarbeitenden begleiten müssten. Diese wären nicht einfach ein Tool, dass man beliebig einsetzen könne. Mathias Keller schliesslich betonte, dass im Unternehmen die Neugierde gefördert werden müsse. Und ganz wichtig: Das Geniessen dürfe nicht vergessen gehen.

Events

Der Event zur Kür der Top 100 Startups ist vorbei. Die Finalisten sind bekannt. Stark vertreten ist BioTech, Engineering und CleanTech. Praktisch nicht mehr vorhanden sind eigentliche Consumer Apps. Startups sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Seit 2011 wurden fast 700 Startups in der Top 100 Liste aufgeführt. Diese Unternehmen haben fast 20 Milliarden Franken aufgenommen. Exits von solchen Startups gab es 111, was etwa 15 % der gelisteten Startups entspricht.

Aus Sicht von PropTech gibt es Erfreuliches zu berichten. Viboo (Platz 17), Gravis Robotics (20), Enerdrape (24), Irmos (41), DuraMon (42), SAEKI Robotics (62) und YORD (63) sind unter den Top 100, wobei einzelne unter CleanTech, Engineering oder Robotics erwähnt wurden.

Allen Beteiligten gratuliere ich zum Erfolg.

The next chapter starts now

Die Startup Nights 2026 haben noch nicht stattgefunden und schon sorgen die Veranstalter um Gabriel Riedo für Schlagzeilen. Mit der Vision 2030 richten sich die Startup Nights neu aus. Statt zweier Tage soll der Anlass ab 2027 eine ganze Woche dauern. Die Gästezahl soll von 10’000 in diesem Jahr auf über 50’000 in 2030 steigen. Neben Zürich sollen auch Basel und Lausanne Austragungsorte sein. Dann sind wir mal gespannt!

Investments

Nach einer ersten Runde im letzten Jahr über 700’000 Franken hat smarli jetzt nochmals über 2 Millionen Franken von neuen und bestehenden Investoren erhalten. Das frische Kapital soll vor allem in die Weiterentwicklung der eigenen Software- und Hardware-Komponenten sowie in den Ausbau des Partnernetzwerks für Installateure und Elektriker fliessen.

Man muss Menschen mögen

Ein Artikel von INVEST Magazine beschreibt die Startup-Finanzierung von Pre-Seed bis Pre-IPO als gestaffelten Prozess, bei dem sich der Fokus von der Validierung einer Vision hin zur Finanzierung nachgewiesener Skalierbarkeit und Marktführerschaft verschiebt. Mit jeder Runde steigen Kapitalbedarf und Investor-Erwartungen an messbare Kennzahlen wie Umsatz und Margen. Erfolgreiches Fundraising orientiert sich an konkreten Meilensteinen und passenden Investoren, nicht primär an der maximalen Kapitalsumme. Kapital wird als strategischer Hebel für Wachstum, Governance und langfristige Wertschöpfung verstanden.

PropTech Map Switzerland

Die Kategorie «Construction» wächst weiter. Neu ist duramon.ch dabei. In unseren Bauten hat es viele Stahlteile und diese können rosten. duramon.ch kann die Korrosionsbeständigkeit von Bauwerken überwachen.

Künstliche Intelligenz

Während Thilo Stadelmann am Digital Impact Day von digital winterthur sagte, dass wir keine Angst vor KI haben sollten, meldeten sich in Amerika die Verantwortlichen der grossen KI Firmen. Anthropic-Chef Dario Amodeis rief dazu auf, die Entwicklung von Frontier-Modellen zu verlangsamen. Sam Altman schlug daraufhin gemeinsame US-chinesische Standards vor; China warb für Governance, kritisierte aber «fear-mongering».

Donald Trump reagierte prompt und lehnte Forderungen nach KI-Verlangsamung und zusätzlichen Guardrails scharf ab. Er betonte, die USA lägen vor China – „whoever wins AI, wins“ – und warnte, Bremsen helfe nur Peking.[ Trump nannte die einzige nötige Leitplanke einen „STRONG AND SMART (High IQ!) PRESIDENT“ und verwies auf bestehende Straf- und Regulierungsbefugnisse. Kontrollverlust- und Vernichtungsszenarien bezeichnete er als „HOAX“; Vizepräsident JD Vance teilte diese Skepsis.

KI reif für Hollywood

Hollywood verfilmt fünf Tage OpenAI-Chaos. Der Film «Artificial» von Luca Guadagnino schildert die fünftägige OpenAI-Führungskrise im November 2023. Im Zentrum steht zunächst Mitgründer Ilya Sutskever, der an der Entlassung von CEO Sam Altman beteiligt war und diese später bereute. Nach gescheiterten Verhandlungen, einem Jobangebot von Microsoft und dem angedrohten Wechsel fast aller Mitarbeitenden kehrte Altman zurück. Der Film startet Ende 2026. Brisant: Amazon gab die Produktion nach einer milliardenschweren OpenAI-Partnerschaft an Neon ab, bestritt jedoch einen direkten Zusammenhang damit.

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Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden? Die Auflösung ist am Schluss nach den Veranstaltungen zu finden.

OpenAI verschiebt Börsengang wegen KI-Sicherheitsdebatte

OpenAI wird nach Angaben von Sam Altman 2026 nicht mehr an die Börse gehen. Der CEO hält einen Börsengang angesichts der aktuellen Debatte über Risiken hoch entwickelter KI für schlecht getimt. Auslöser der Diskussion sind unter anderem Vorfälle mit KI-Systemen, die sich bei Tests selbstständig machten, sowie Warnungen von Anthropic-Forschern. Der Hollywood-Film von Guadagnino hat also nichts mit der Verschiebung zu tun.

 

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Amenti hat die Baugesetzparameter von 12’000 auf über 400’000 erhöht. Damit stehen den Kunden noch mehr Daten und eine noch bessere Grundlage für verlässliche Machbarkeitsstudien zur Verfügung. Vielfach steht am Anfang die Frage: Was darf ich auf diesem Grundstück überhaupt bauen? Amenti stellt relevante Baugesetze und baurechtliche Kennzahlen für Grundstücke in der ganzen Schweiz kompakt und direkt zur Verfügung. Die eigenen Experten werden nun von KI unterstützt, um grosse Mengen an Baugesetzdaten effizient zu strukturieren und aufzubereiten. Das Baupotenzial wird in 3D visualisiert. So kommen Baurecht, 3D und Wirtschaftlichkeit in einem durchgängigen Prozess zusammen.

Ausgewählte Veranstaltungen

Fehlt ein Anlass mit Bezug zu PropTech? Einfach melden an heinz.m.schwyter@schwyterdigital.ch

Die swiss startup association organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen, welche auch für PropTechs interessant sind. Da es so viele Anlässe sind, hier der Link zur Website von ssa.

Luzern ist am 24. September 2026 Austragungsort des 110. immoTable.

Im Trafo in Baden geht am 22. Oktober 2026 der Real Estate Award 2026 über die Bühne.

In Madrid findet vom 28. bis 30. Oktober die PropTech & PortalWatch Conference statt.

Den Global Real Estate Run kann man zwischen dem 29. und 30. Oktober auch in Madrid absolvieren.

Der November ist wieder reich befrachtet. Die neue Semaine de l’Immobilier et du Logement findet in Paris vom 2. bis 6. November 2026 statt. Le Salon RENT ist darin eingebettet vom 4. bis 5. November 2026.

Winterthur heisst zwischen dem 5. und 6. November 2026 zum letzten Mal die Gäste der Startup Nights willkommen.

An der fuckup night von Smino wird am 12. November 2026 über Misserfolg und die Lehren daraus berichtet.

In der Serie immoTable wird die 111. Ausgabe am 26. November 2026 in St. Gallen durchgeführt.

Das letzte Immobiliengespräch dieses Jahres findet wieder in Zürich am 2. Dezember 2026 statt.

Veranstaltungen 2027

Den nächsten Digital Real Estate Summit gibt es erst 2027 wieder.

Die IMMO27 findet vom 13. bis 14. Januar 2027 statt.

Am 1. Februar öffnen sich die Türen des Kunsthauses Zürich für das 26. Symposium der Group of Fifteen.

Beim Besuch der REM SWISS 2027 vom 2. und 3. März 2027 können die Französischkenntnisse aufgefrischt werden.

Französisch spricht man auch an der MIPIM. Vom 15.-19. März 2027 trifft sich die Branche wieder am Mittelmeer.

Hamburg ist vom 14. bis 15. April wieder Gastgeber des PropTech Summit und des Construction Summit.

winti ventures geht am 21. April 2027 in die nächste Runde.

Warum nicht Malta im Frühling? Vom 13. bis 14. Mai 2027 findet der EU-Startups Summit statt.

Die Flughafenregion Zürich lädt am 1. Juni 2027 zum nächsten ImmoSummit ein.

Am 7. Juni rückt Rotkreuz ins Zentrum mit der 2. Konferenz AI@RE.

Die neuen, grösseren Startup Nights kommen vom 7. bis 8. Oktober 2027 in die Hallen der Messe Zürich.

 

Das Bild mit dem Roboter vor dem blauen Hintergrund ist real, während das andere Bild mit dem Roboter KI ist.


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