Revolution der Immobiliensuche durch KI

Revolution der Immobiliensuche durch KI. Weltweit immer mehr Portale mit KI. PropTech Map Switzerland wächst. Anthropic wirklich ein Risiko? Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.
Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.
Revolution der Immobiliensuche durch KI
Lange haben wir darauf gewartet, dass traditionelle Immobilienportale eine KI-Suche einführten. Und dann geht es Schlag auf Schlag.
Der Artikel „Product and Services Roundup: AI Search Reaches New Heights“ von Harvey Hancock bei Online Marketplaces stellt zentrale Innovationen vor, die zeigen, wie künstliche Intelligenz die Immobiliensuche neu definiert. Im Zentrum stehen Lösungen, die weit über klassische Schlüsselwort-Suchfelder hinausgehen und nutzerzentrierte, dialogbasierte Erfahrungen ermöglichen.
CoStar Group: Homes AI-Erlebnis
In Nordamerika hat die CoStar Group mit Homes AI ein neues KI-Suchprodukt auf Homes.com eingeführt, das durch Microsoft Azure OpenAI unterstützt wird. Nutzer können hier erstmals per natürlicher Sprache – Text oder Stimme – in Echtzeit mit der Plattform kommunizieren, um Häuser zu suchen, Filter anzupassen oder Vorschläge zu erhalten. Diese dialogische Form der Interaktion soll traditionelles, starr strukturiertes Suchen ersetzen und sich eher wie eine Beratung anfühlen. Homes AI zieht Daten aus umfangreichen Immobilien- und Nachbarschaftsquellen, 3D-Visualisierungen und Markteinblicken, um personalisierte Ergebnisse zu liefern. Dabei wird betont, dass Makler weiterhin eine zentrale Rolle im Vermittlungsprozess behalten.
Innovationen in Europa
In Frankreich hat der KI-Suchanbieter Omny.ai eine agentenbasierte Plattform gestartet, die konversationelle Suche mit gezielter Werbung verbindet. Diese soll relevantere Kontakte zwischen Suchenden und Immobilienangeboten erzeugen. Gleichzeitig testet Finn Real Estate in Norwegen eine AI-First-Sucherfahrung, bei der semantische Techniken schnellere und relevantere Treffer liefern. Erste Rückmeldungen deuten darauf hin, dass Nutzer präzisere Ergebnisse bekommen und mehr Kontext in ihre Suchanfragen einbringen.
Fazit: KI-Suche verändert die Branche
Der Artikel illustriert, wie KI-gestützte Suchtechnologien zum neuen Standard auf Immobilienportalen werden. Sie verbessern nicht nur Effizienz und Relevanz, sondern schaffen interaktive, menschenähnliche Erlebnisse, die Nutzerbedürfnisse besser abbilden als klassische Suchfelder. Insgesamt zeigt die Entwicklung, dass KI-Suche zunehmend zentral für die Zukunft des digitalen Immobilienmarkts wird – mit globalen Anwendungen und marktweiten Auswirkungen.
Allerdings müssen die Portale sich das Vertrauen der Suchenden, aber auch der Inserenten verdienen. Welche Immobilien werden angezeigt? Werden die Suchenden unauffällig zu Angeboten gelenkt, für welche der Inserent einen höheren Preis bezahlt hat? Was passiert mit den Daten, die in einem geschlossenen System wie Homes AI gesammelt werden? Bringt die KI am Schluss nur den Immobilienmarktplätzen Vorteile oder profitiert auch die Immobilienwirtschaft? Und sogar der Suchende?
Spannende Gedanken, auch für die Situation in der Schweiz!
Investments
Wie die Kollegen in ihrem Newsletter Burn Rate schreiben, wurden im Januar in der Schweiz fast 500 Millionen Franken investiert. Dies sind allerdings rund 10 % weniger als vor einem Jahr. Weltweit seien rund 4.2 Milliarden Dollar investiert worden mit einem Fokus auf KI-getriebene Geschäftsmodelle.
Optiml hat erfolgreich eine Seed-Runde über 8 Millionen Euro abgeschlossen.
PropTech Map Switzerland
Die Kategorie «Construction» kommt es zu zwei Neuzugängen mit cooperative-origo.ch und arcalignum.ch, während in der Kategorie «Services» neu eveo.ch/wash aufgeführt ist.
Künstliche Intelligenz
Das US-Verteidigungsministerium erwägt laut Axios, die Zusammenarbeit mit Anthropic zu beenden und das Unternehmen als „Risiko für die Lieferkette“ einzustufen. Eine Bezeichnung, die sonst eher ausländischen Technologiekonzernen vorbehalten ist. Hintergrund ist Anthropics Weigerung, dem Pentagon eine pauschale Nutzungserlaubnis für sein KI-Modell Claude „für alle rechtmässigen Zwecke“ zu erteilen. Das Unternehmen zieht klare ethische Grenzen: keine Massenüberwachung amerikanischer Bürger und keine autonomen Waffensysteme ohne menschliche Kontrolle.
Die Drohung wiegt schwer. Claude ist derzeit das einzige KI-Modell auf geheimen Militärsystemen und wurde bereits bei sensiblen Operationen eingesetzt. Der Vertrag hat ein Volumen von bis zu 200 Millionen Dollar – gemessen an einem Jahresumsatz von 14 Milliarden Dollar für Anthropic jedoch überschaubar. Brisanter wäre eine offizielle Einstufung als Lieferkettenrisiko, da Pentagon-Partner dann bestätigen müssten, Claude nicht zu verwenden – mit potenziellen Folgen für Produkte wie Microsoft Copilot. Acht der zehn grössten US-Unternehmen nutzen das Modell bereits.
Während OpenAI, Google und xAI ihre Sicherheitsauflagen für militärische Nutzung lockern, bleibt Anthropic standhaft. In Online-Foren wird das als Stärke gewertet: Viele sehen darin die beste Werbung für das Unternehmen. Ironischerweise unterstreicht die Drohung des Pentagons vor allem eines – wie schwer Claude offenbar zu ersetzen ist.
Wie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden?


eBay hat für 1.2 Milliarden Dollar den Marktplatz Depop gekauft und bezahlt dafür einen Multiple von 10 auf die Erträge der Plattform.
Das deutsche Finanzportal Ad Hoc News empfiehlt die Aktien des australischen Immobilien-Champions zum Kauf. Begründet wird die Empfehlung für REA Group mit robustem Wachstum, starker Profitabilität und Rückenwind durch sinkende Zinsen. Wer den ganzen Artikel lesen will, findet ihn hier.
Ausgewählte Veranstaltungen
Raus in den Frühling von Cannes. Dort gibt es die nächste MIPIM vom 9.-13. März 2026.
St. Gallen ist vom 19.-20. März 2026 mit dem START Summit Zentrum der Startups.
Und von der Ostschweiz geht es in die Westschweiz an die REM Suisse, welche vom 24.-26. März 2026 stattfindet.
Der kleine, aber feine Anlass, wo sich Investoren und Startups treffen, findet in Winterthur statt. Winti Ventures lädt am 15. April 2026 zur 4. Durchführung ein.
Im April lockt der Proptech Summit die Gäste vom 22. bis 23. April 2026 nach Hamburg.
Den Global Real Estate Run kann man vom 23. bis 24. April 2026 auch in Hamburg während des Proptech Summits absolvieren. Sonst einfach dort, wo es gerade passt.
Wer es weniger sportlich oder näher liebt, geht am 23. April 2026 an den 108. immoTable Ticino.
Malta im Mai muss sehr schön sein. Neben der Insel kann vom 7.-8. Mai 2026 der EU-Startups Summit entdeckt werden.
Der 109. immoTable findet am 4. Juni 2026 in St. Gallen statt.
Die REAL Estate Arena beherbergt die Branche vom 10. bis 11. Juni 2026 im Messegelände Hannover.
Am 15.-17. Juni 2026 gastiert die EXPO REAL Asia Pacific in Singapur.
Die swiss startup association organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen, welche auch für PropTechs interessant sind. Da es so viele Anlässe sind, hier der Link zur Website von ssa.
Veranstaltungen 2. Hälfte 2026
Luzern ist am 24. September 2026 Austragungsort des 110. immoTable.
Im Trafo in Baden geht am 22. Oktober 2026 der Real Estate Award 2026 über die Bühne.
Der November ist wieder reich befrachtet. Le Salon RENT findet in Paris vom 4. bis 5. November 2026 statt.
Winterthur heisst zwischen dem 5. und 6. November 2026 die Gäste der Startup Nights willkommen.
An der fuckup night von Smino wird am 12. November 2026 über Misserfolg und die Lehren daraus berichtet.
In der Serie immoTable wird die 111. Ausgabe am 26. November 2026im Limmattal durchgeführt.
Veranstaltungen 2027
Nach der ersten erfolgreichen Durchführung in der Halle 550 findet die IMMO27 vom 13. bis 14. Januar 2027 statt.
Den nächsten Digital Real Estate Summit gibt es erst 2027 wieder.
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