Very Important Swiss People

Veröffentlicht von proptechnews am

Very Important Swiss People

Very Important Swiss People. Die Kacke ist am Dampfen! Führt Unmut über Preiserhöhungen bei SMG zum Umdenken in der Branche? Die Kategorie «Construction» auf PropTech Map Switzerland wächst. Und vieles mehr unter den verschiedenen Rubriken und „Best of the Rest“.

Am Schluss dieses Artikels meine Empfehlungen für nächste Veranstaltungen.

Das Titelbild ist übrigens von DALL·E geschaffen worden zum Thema: Very Important Swiss People.

Very Important Swiss People

Ja, die Teilnehmenden des Symposiums der Group of F15teen konnten sich so fühlen: Very Important Swiss People. Den Begriff verwendete der Gemeindepräsident von Visp mit einem Augenzwinkern. Das Wallis, konkret Visp, war an diesem Nachmittag sehr gut vertreten. Moderator Rainer Maria Salzgeber kokettierte im wieder mit seiner Walliser Herkunft und den berühmten Söhnen. Gekonnt spielte er mit dem Titel des Symposiums «Raum Schweiz – The Sky is the Limit», indem er alle Referentinnen (es war nur eine) und Referenten um ihre Deutungen der Begriffe bat. Der Werkleiter von Lonza, Renzo Cicillini, stellte die Vision für seine Region vor: Hightech Zentrum mit Lebensqualität. Sein Auftrag als Werkleiter lautet u.a.: Anlagen planen, bauen und darin produzieren. Dies macht er scheinbar sehr gut, wurden doch in der Vergangenheit Gebäude im Wert von mehreren Milliarden Franken hochgezogen. Auch der Gemeindepräsident von Visp, Niklaus Furger, stellte sich hinter die Vision «Science City». Dafür hätte die Gemeinde Grundstücke geplant, wo später einmal BioTech und BioPharma möglich sein sollten.

Weiter in Immobilien investieren

Ebenso pointiert wie die Vertreter aus dem Wallis äusserte sich Fredy Hasenmaile, seit bald einem Jahr Chefökonom der Raiffeisen Schweiz. Er startete mit einem Bild von drei gesellschaftlichen Zielen, die scheinbar nicht gemeinsam erreichbar seien: Haushälterische Bodennutzung, bezahlbarer Wohnraum und Offenheit, Zuwanderung. 2023 verzeichnete die Schweiz eine Nettozuwanderung von über 100’000 Personen. Diese wollen irgendwo arbeiten und vor allem wohnen.

Allerdings stehe die Raumplanung im Wege. Statt Einzonungen laute das Credo Verdichten. Laut Hasenmaile sei das Ziel von bezahlbarem Wohnraum nicht zu erfüllen. Bei einem knappen Gut würden sich die Preise nach oben bewegen. Weshalb er zu Investments in Liegenschaften riet. Mit einem grossen ABER: Der Mieterspiegel müsse bei Kaufobjekten sehr genau angeschaut werden.

Wo sieht der Chefökonom die Quellen für mehr Wohnraum?
1) im Flächenbestand, die Verdichtung erfolgt über den Preis mit der Konsequenz, dass wir auf kleinerem Raum zusammengepfercht werden

2) im Bestand an Bauzonen, hier sei eine Verdichtungsoffensive nötig

3) im Stoppen von Fehlanreizen im Mietrecht

4) in der Notlösung Einzonen

Den Boden für die Ausführungen von Fredy Hasenmaile bereitete Gastgeber Peter Staub, Präsident Group of 15ten und David Kaufmann, Professor für Raumentwicklung und Stadtpolitik an der ETH Zürich, vor. Peter meinte, dass die Schweiz mit 10 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern Realität werde. Wie steht es aber mit 15 Millionen? Kaufmann erklärte, dass die Raumentwicklung heute sehr politisch geworden sei. Dabei ginge es darum, das knappe Gut zu steuern, ohne immer mehr in den privaten Raum einzugreifen. Die vielen Industriebrachen seien mittlerweile bald vollständig entdeckt und entwickelt worden. Hingegen würden sich Bahnhöfe als Hotspots der Innenentwicklung anbieten. Mit dem vielleicht unschönen Nebeneffekt, dass dort eher für Gutverdienende gebaut würde.

Brig-Glis als Mustergemeinde

Auch der Nachwuchs kam am Symposium wieder zu Wort. Drei Vertreter der Young Talents zeigten auf, dass der Platzverbrauch pro Person eines der Grundübel der Wohnungsnot sei. Leider gebe es nur wenige Steuerungselemente, um diese Verschwendung von Wohnraum zu reduzieren. Wie viele Personen müssten auf einem Quadratkilometer Platz finden, um die 15 Millionen auf dem Gebiet der Schweiz unterzubringen. Die drei Referenten haben sich umgeschaut und eine Gemeinde gefunden, die fast dieser Vorgabe entspricht. Es handelt sich um Brig-Glis. Womit der Bezug zum Wallis wieder hergestellt wurde.

Das Symposium scheint nach einer Irrfahrt nun im neuen Durchführungsort angekommen zu sein. Der Neubau des Kunsthauses Zürich bietet eine moderne Infrastruktur, um solche Anlässe wie das Symposium neben dem Museumsbetrieb durchführen zu können. Mit einem weiteren Blick auf einen Kulturbetrieb endete die Veranstaltung. Bei den Ausführungen von Theresa Twachtmann, Geschäftsführerin HafenCity Hamburg GmbH, zu den Hamburger Entwicklungsgebieten wurde immer wieder Elbphilharmonie gezeigt. Ein (weiteres) Meisterwerk von Herzog & de Meuron.

Very Important Swiss People treffen sich am 27.1.2025 wieder in Zürich.

Investments

Avobis hat in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt. Kommt nun Ruhe in die Firma? Vielleicht. Auf jeden Fall hat die Gruppe gemäss eigener Mitteilung eine signifikante Kapitalerhöhung durchgeführt und mit Andrin Waldburger einen neuen Investor an Bord geholt.

Ach ja, die Zahlen 2023 für die Schweizer Startup-Szene liegen vor. 35 % weniger Kapital ist in die Startup-Kassen geflossen. Konkret waren es im letzten Jahr noch 2.6 Milliarden Franken. Allerdings ist der Rückgang weniger dramatisch, wenn man aus den Zahlen von 2022 die beiden Mega-Investments von 600 Millionen für Climeworks und 400 Millionen für wefox rausrechnet. Im letzten Jahr haben vor allem ICT und FinTech gelitten. PropTechs sind unter ICT aufgeführt. Hier geht’s zum Swiss Venture Capital Report.

PropTech Map Switzerland

Die Kategorie «Construction» hat im Januar nochmals Zuwachs erhalten mit specter-automation.com und bdfsmart.ch. Nachdem diese Kategorie in den letzten Monaten stark gewachsen ist, habe ich sie aufgeteilt.

Somit waren Ende Januar 2024 insgesamt 423 Firmen vertreten, d.h. die Säuberungsaktion hat sich nicht negativ auf das Resultat ausgewirkt.

Künstliche Intelligenz

Very Important Swiss PeopleWie leicht lassen wir uns täuschen. Welches der beiden Bilder ist von AI geschaffen worden?

Die Auflösung folgt nach meinen Veranstaltungstipps.

 

Very Important Swiss People

Die Kacke ist am Dampfen! Nachdem vereinzelt öffentlich Unmut über die Preiserhöhungen der SMG geäussert wurden, preschen jetzt Mitglieder vom SVIT Zentralschweiz vor. Sie fordern, dass der Dachverband SVIT Schweiz, seine Gesellschaften und seine Organe alle Sponsoring- und Werbeverträge und sonstige Leistungsvereinbarungen mit der SMG gekündigt werden sollen. Spannend wird die Stimmung am Swiss Real Estate Forum 2024 sein, ist dort doch die SMG einer der Sponsoren. Nachdem die AXA bei newhome.ch eingestiegen ist, scheinen die Karten neu verteilt zu werden. Ich bin da allerdings wenig optimistisch, ist doch die Solidarität unter den Immobilienfirmen sehr gering. Oftmals höre ich vor allem von Bewirtschaftern, dass sie an die Instruktionen der Eigentümer gebunden seien. Deshalb würden sie bei newhome.ch abseitsstehen.

Beide Bilder sind real, von mir bei der örtlichen Raiffeisenbank aufgenommen. Raiffeisen Casa wurde ersetzt durch Raiffeisen Immomakler.

Very Important Swiss People         Very Important Swiss People

Ausgewählte Veranstaltungen

Und der Digital Real Estate Summit findet am 27. Februar 2024 an einem neuen Ort statt, nämlich in der Trafo Halle in Baden.

Die RENT Switzerland öffnet zum 5. Mal vom 6.-7. März 2024 die Tore.

Den Frühling in Cannes geniessen und die MIPIM vom 12.-15. März 2024 besuchen.

Im The Valley in Kempthal findet am 21. März 2024 die 2. Konferenz digital kommunal statt.

Vor dem Sommer an die REAL Estates Pitches nach Hannover (5.-6.6.2024).

Warum nicht nach Wien an die PropTech Vienna? Diese Konferenz findet am 13. Juni 2024 statt.

Noch ganz weit weg ist der Digital Real Estate Summit Romandie. Er findet am 19.9.2024 wieder in Lausanne statt.

Das Datum der nächsten EXPO REAL steht: 7.-9.10.24.

Am 24. Oktober treffen wir uns an der Verleihung der Real Estate Awards im Trafo in Baden.

Gut essen, sich amüsieren und Gutes tun: dies verspricht der Immobilienball am 26. Oktober im Park Hyatt in Zürich.

Ebenfalls steht das Datum der nächsten Startup Nights fest: 31. Oktober und 1. November 2024.

 

Die linke Büchse wurde dank Midjourney geschaffen, die rechte ist real.


1 Kommentar

Sind Versicherer schlechte Buchhalter? • PropTech News · 26. Februar 2024 um 11:56

[…] immer wieder ab. Während ich schon früher über den Wechsel von Raiffeisen Casa zu Raiffeisen Immomakler berichtete, doppelte Lukas Hässig nach. Der Namenswechsel soll über eine Million Franken gekostet […]

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Entdecke mehr von PropTech News

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen